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Die Botschaft lautet: „Komm ins Handwerk!“

Handwerkskammer Südwestfalen ehrt Ausbildungsbotschafter für ihren Einsatz

Arnsberg (hwk). Sie sind jung und stecken gerade mitten in der Ausbildung. Sie haben einen Beruf im Handwerk gefunden, der ihnen Spaß macht. Das sind die besten Voraussetzungen, um Schulabgänger zu überzeugen, auch ins Handwerk zu kommen. Deshalb haben sie sich entschieden, Ausbildungsbotschafter zu werden. Für dieses Engagement dankte die Handwerkskammer Südwestfalen jetzt den Botschaftern, die im vergangenen Jahr im Einsatz waren.

Dass es für die jungen Frauen und Männer gute Gründe gibt, sich für diese Initiative zu entscheiden, erzählten drei Botschafter im Gespräch mit Geschäftsführer Fabian Bräutigam bei der Urkundenverleihung: Sie sprechen die Sprache der Schüler – das ist Berufsorientierung auf Augenhöhe. Und die Erfahrungen, die die Botschafter bei ihrer eigenen Berufswahl gemacht haben, sind noch sehr präsent. Wenn ein Auszubildender berichtet, „kommt man besser an die Schüler ran“, weiß Tobias Schmidt aus Schmallenberg, der über ein Praktikum seinen Traumberuf im Zimmererhandwerk gefunden hat.

Auch Hanna Danne-Wiesehoff (Menden) ist sich sicher, dass ihre Botschaft ankommt und sich etwas in den Köpfen der Schulabgänger ändert. Schon allein ihre Berufswahl, die Ausbildung zur Mechatronikerin für Land- und Baumaschinen, sorgt für ausgiebige Diskussionen und Fragerunden. Hinzu kommt der „persönliche Gewinn“: Sie habe sich weiter entwickelt, rede mehr, berichtet Dana Neubauer (Arnsberg). Nach erfolgreich bestandener Gesellenprüfung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk/Fleischerei startet sie jetzt zum zweiten Mal durch und hat eine Fleischerlehre begonnen.

Hinter den Botschaftern stehen die Betriebe, die ihre Auszubildenden in ihrem Einsatz bestärken. Sowohl Meinolf Ewers aus Meschede als auch Georg Kraemer aus Erndtebrück – beide Unternehmen sind im Fahrzeugbau tätig – haben sich für das Botschafterprojekt zur Nachwuchsgewinnung entschieden. Damit unterstützen sie gleichzeitig auch ihre Auszubildenden in der Entwicklung und motivieren sie, sich etwas zuzutrauen: Der Auftritt vor einer Klasse schafft Sicherheit und trägt zur Weiterentwicklung bei.

Wie wichtig die Botschafter für die Schulen sind, betonte Christina Baganz, Studien- und Berufswahlkoordinatorin an der Christine-Koch-Hauptschule Eslohe. Die Schüler werden motiviert, den sich mit der Berufswahl auseinander zu setzen und diesen Schritt selbst zu gehen.

Lobende Worte fand auch Kammerpräsident Willy Hesse für das Engagement der jungen Botschafter: „Sie stellen sich, ihren Beruf und ihren Ausbildungsbetrieb glaubwürdig vor und dar.“ In Zahlen ausgedrückt heißt das: rund 100 Botschafter aus 60 Unternehmen haben sich bisher angemeldet, bei 40 Schuleinsätzen mit zwei bis drei Botschaftern pro Einsatz wurden gut 1000 Schülerinnen und Schüler in rund 30 Schulen erreicht.

Interessiert? Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer Südwestfalen ist Projektkoordinatorin Bianca Weickardt. Telefon: 02931/ 877-328, E-Mail: [email protected]

(Redaktion)


 


 

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