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Handwerk Südwestfalen

Gemeinsam stark im Rennen um die besten Köpfe für das Handwerk

Projekt der Handwerkskammer unterstützt bei Fachkräftesicherung – Aktivitäten in regionalen Netzwerken bündeln

Arnsberg (hwk). Der Wettlauf um Auszubildende und qualifizierte Mitarbeiter hat begonnen – auch im Handwerk. Was können Betriebe tun, um im Rennen zu bleiben? Unter-stützung bekommen sie von der Handwerkskammer Südwestfalen: Verena Kurth zieht hier die Fäden rund um das Thema Fachkräftesicherung. Gemeinsam aktiv werden, Netzwerke gründen, Erfahrungen austauschen – dazu möchte sie die Betriebe aktivieren.

Der Startschuss ist jetzt im bbz Arnsberg gefallen: In Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Hochsauerlandkreises und der Kreishandwerkerschaft HSK waren heimische Betriebe zur Auftaktveranstaltung „Wir! – Das Netzwerk Fachkräftesicherung“ eingeladen. Der Name ist Programm: „Wir wollen mit vereinten Kräften Nachwuchs gewinnen und Mitarbeiter binden“, bringt es Verena Kurth auf den Punkt. Im Vordergrund steht dabei, regional zu agieren und sich über Gewerke hinweg auszutauschen. Diese Aktivitäten laufen im Rahmen des Projektes „Innovationscluster Handwerk NRW“, das vom Land drei Jahre lang gefördert wird.

Schlagkräftige Arbeitgebermarke aufbauen.

Als Koordinatorin hat Verena Kurth ihre Marschroute festgelegt: Betriebe beraten, zu gemeinsamen Aktivitäten anleiten, regionale Netzwerke aufbauen. Ziel ist es, eine Arbeitgebermarke in Handwerksbetrieben aufzubauen. Das Handwerk steht im Wettbewerb mit der Industrie, große Unternehmen investieren in Personalmarketing. Das ist in einem typischen Handwerksbetrieb mit weniger als zehn Mitarbeitern oftmals nicht möglich. „Es steckt viel Knowhow in den Betrieben, das wollen wir bündeln, um schlagkräftig zu werden.“

Es sind ähnliche Probleme, die den Unternehmen auf den Nägeln brennen: Umgang mit schwierigen Mitarbeitern, Arbeitsklima, Gesundheitsvorsorge, was tun, wenn der Chef ausfällt? Das sind Themen, die bei den Netzwerktreffen angesprochen oder mit einer passgenauen Fortbildung aufgearbeitet werden können. Weitere Maßnahmen können der gemeinsame Messeauftritt, eine Schulung über die richtige Darstellung in sozialen Netzwerken, Projekttage in den Schulen oder Berufsfelderkundung für Schüler und Lehrer sein. Ideen gibt es viele: „Wir stoßen sie an, im Idealfall sollen sie zum Selbstläufer werden“, wünscht sich Verena Kurth. Durch die enge Zusammenarbeit und den Gedankenaustausch schaffen sich die Unternehmen schließlich einen erkennbaren ökonomischen Vorteil bei der Anpassung an den demografischen Wandel und Gewinnung von Arbeitskräften. 

Acht kreative Köpfe für die Fachkräftesicherung 

Dass die Handwerkskammer ihre Mitgliedsbetriebe tatkräftig unterstützen möchte, unterstrich Hauptgeschäftsführer Meinolf Niemand in der Auftaktveranstaltung. Ein Team von acht Mitarbeitern sei deshalb hier gemeinsam aktiv. Frank Linnekugel, Geschäftsführer der Kreiswirtschaftsförderungsgesellschaft HSK, begrüßt die Bündelung der Aktivitäten: „Wir unterstützen dieses Format, da gerade das Handwerk eine wichtige Säule im gesellschaftlichen Leben ist. Gebündelt aufzutreten macht hier Sinn, da gemeinsam Vieles besser erreicht werden kann.“ Dem schloss sich auch Meinolf Linke von der Kreishandwerkerschaft an: „Wir merken bei unseren Innungsveranstaltungen wie wichtig der Austausch der Handwerker untereinander ist. Beim Thema „Fachkräfte gewinnen“ können die Betriebe bei den Netzwerktreffen unabhängig von ihrem Handwerk aktiv werden.“ 

Der Startschuss ist gefallen. Wie geht es weiter? Jetzt beginnen die regionalen Aktivitäten – zunächst im Hochsauerlandkreis, dann sukzessive im gesamten Bezirk der Handwerkskammer. Folgende Termine sind zunächst geplant: 

Netzwerken vor Ort 

Dienstag, 25. April 2017, 18 Uhr, Hotel Störmann, Weststraße 58, Schmallenberg. Donnerstag, 27. April 2017, 17.30 Uhr, bbz Arnsberg, Altes Feld 20, Arnsberg. Mittwoch, 3. Mai 2017, 17.30 Uhr, Briloner Bürgerzentrum, Propst-Meyer-Straße 7, Brilon. Kontakt: Das Team Fachkräftesicherung bei der Handwerkskammer Südwestfalen erreichen Sie unter 02931/ 877-164, E-Mail: [email protected]. www.hwk-swf.de

(Redaktion)


 


 

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