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Jubiläumsjahr der Stadt Lippstadt

Positive Bilanz nach 25 Jahren

In der aktuellen Situation nach der Wirtschaftskrise sei vieles gar nicht so anders als vorher und dies sei auch gut so. Die Krise bezeichnete er als „importierte Krise“, die vor allem Amerika und Europa betroffen habe. An diesen Regionen sei es nun auch, ihre Hausaufgaben zu machen und zukunftsorientiere Strukturen zu schaffen (was in Amerika teilweise schon geschehen sei).

Im Jubiläumsjahr der Stadt Lippstadt und angesichts der langen Tradition zahlreicher am Ort ansässiger Unternehmen seien 25 Jahre Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH  vielleicht gar nicht so viel und doch nicht selbstverständlich – so die eröffnenden Worte des derzeitigen Geschäftsführers der WFL, Wilhelm Coprian am Montagabend bei der Festveranstaltung im CARTEC.

Nach herzlichen und sehr anerkennenden Grußworten von Godehard Pöttker, derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrats, Bürgermeister Christof Sommer und der stellvertretenden Landrätin Irmgard Soldat, die nicht zuletzt die sehr gute Zusammenarbeit auch mit der Kreiswirtschaftsförderung hervorhob, fasste Wilhelm Coprian die Geschichte der WFL zusammen.

Das Streben nach mehr Flexibilität und Effizienz im Bereich Wirtschaftsförderung seien 1985 zentrale Beweggründe für die Schaffung einer eigenen GmbH als städtische Tochtergesellschaft gewesen.

Nach einem durchaus holprigen Beginn habe sich die Gesellschaft darauf konzentriert, ihre Kernaufgaben zu meistern.

Als solche sieht Coprian - seit dem 1. Februar 1993 hauptamtlicher Geschäftsführer, unterstützt von Rainer Strotmeier, nebenamtlicher Geschäftsführer und 1. Beigeordneten der Stadt Lippstadt – vor allem, „den ansässigen Betrieben die Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, die sie benötigen, um am Standort erfolgreich sein zu können.“

Sichtbare niedergeschlagen hat sich diese Einstellung beispielsweise im Gewerbegebiet „Am Wasserturm“: „ Allein für dieses Gewerbegebiet konnten im Laufe der 25 Jahre 151 neue Betriebe gewonnen werden (auch von außen, die insgesamt ca. 2 500 neue Arbeitsplätze schufen). Die größten Arbeitgeber im Gewerbegebiet sind heute die Firma BHTC (ein Joint Venture von Behr Stuttgart und Hella Lippstadt), mit ca. 1000 Beschäftigten, Hark Orchideen, ein Lippstädter Eigengewächs im wahrsten Sinn (als ich den Betrieb 1993 zum ersten Mal besuchte gab es ca. 40 Beschäftigte, heute sind es ca. 650), die Firma Goodrich Lighting Systems mit ca. 250 Beschäftigten, die Firma Ideal mit ca. 125 Beschäftigten  und die Firma axelius mit ca. 100 Beschäftigten allein am Standort Wasserturm“.

Auch der Aufbau und die erfolgreiche Entwicklung des Technologiezentrums CARTEC fallen in diese Ära. Der WFL-Geschäftsführer nannte auch hier prägnante Zahlen: „Das CARTEC hat im Laufe der Jahre ca. 67 Firmen - vor allem Existenzgründer - durchgeschleust und mitgeholfen, sie voranzubringen. Einige sind außerordentlich erfolgreich wie Ferber-Software mit ca. 70 Mitarbeitern. Durch CARTEC erfolgte der Aufbau von Beschäftigung: Ca. 400 neue Arbeitsplätze sind entstanden (ohne Weiterentwicklung nach Auszug der Unternehmen). Im Veranstaltungsgeschäft konnten 3 125 Veranstaltungen durchgeführt werden. Dabei wurden über 60 000 Besucher hier im CARTEC begrüßt.“

Jüngste, große und erfolgreiche Projekte sind die Bewerbung um einen Hochschulstandort und aktuell das Streben nach dem Aufbau des KFE – Kompetenzzentrum-Fahrzeug-Elektronik - im Rahmen der Regionale 2013. Ziel sei auch hier die Standortsicherung und –erweiterung durch den Aufbau attraktiver Studien- und Forschungsbedingungen am Standort Lippstadt.

Coprian bedankte sich bei vielen Weggefährten und freute sich, im Anschluss an seine Ausführungen das Wort an den Festredner des Abends, Herrn Friedrich Merz, übergeben zu dürfen.

Dieser wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass im Rahmen seiner Tätigkeit als Europaabgeordneter Lippstadt auch einmal in seinen Zuständigkeitsbereich gefallen sei. Er beglückwünschte Lippstadt zu seiner erfolgreichen Entwicklung und betonte, dies sei nur möglich gewesen „weil sie vieles richtig gemacht haben“.

Die Krise bezeichnete er als „importierte Krise“, die vor allem Amerika und Europa betroffen habe. An diesen Regionen sei es nun auch, ihre Hausaufgaben zu machen und zukunftsorientiere Strukturen zu schaffen (was in Amerika teilweise schon geschehen sei).

Dennoch war sich Merz sicher, dass die vergangene Krise nur eine unter anderen war und dass man sich, nachdem die Bundesrepublik sich für die soziale Marktwirtschaft und die Integration in den europäischen Binnenmarkt entschieden habe, zwar im besten denkbaren System bewege, dennoch es keine Garantien gebe.

Als Maßgabe für die Zukunftssicherung empfahl er die weitere Vereinheitlichung von Industriestandards mit den transatlantischen Ländern und die kluge aufgeschlossene Zusammenarbeit mit Ländern wie China. Ein Abschotten gegenüber dem chinesischen Markt wie dies beispielsweise die Firma Boeing versuche, sei wesentlich weniger erfolgversprechend als der Ansatz der europäischen Raumfahrtindustrie, so Merz.

Die Ausführungen von Friedrich Merz ließen auch den ein‘ oder anderen Seitenhieb auf die aktuelle Tagespolitik nicht missen, was seine gut 120 Zuhörerinnen und Zuhörer an diesem Abend im CARTEC sichtlich genossen.

(Redaktion)


 


 

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