Sie sind hier: Startseite Südwestfalen Aktuell News
Weitere Artikel
alternative Beisetzungsarten

Baumurnengrab oder „Lebensweg“ – Hemer bietet alternative Beisetzungsarten

Das Urnengemeinschaftsgrab „Lebensweg“ bietet als Alternative zum Urnengemeinschaftsgrab „Stele“ Urnenbeisetzungen ebenfalls einen würdigen Platz. Die Bestattungsplätze werden der Reihe nach für 20 Jahre vergeben und von der Friedhofsverwaltung gestaltet und gepflegt.

Künftig attraktive Urnengemeinschaftsgräber auf dem Waldfriedhof in Sundwig– Neue Stele auf dem Friedhof in Ihmert

Es ist der letzte Weg, den die engsten Hinterbliebenen mit dem Verstorbenen gehen. Die Beisetzung. Die Trauer kann sich mit vielen Orten verbinden, trotzdem bleibt für viele Menschen das Grab der zentrale Ort ihrer Trauer. Es ist schließlich die letzte Ruhestätte, an dem die sterblichen Überreste des Verblichenen gebettet wurden. Daher hat es sich die Friedhofsverwaltung der Stadt Hemer zur Aufgabe gemacht, alternative Beisetzungsmöglichkeiten anzubieten und damit auch dem Trend der Urnenbestattung nachzukommen. So werden künftig zwei neue und attraktive Urnengemeinschaftsgräber auf dem Waldfriedhof in Sundwig angeboten – das „Baumurnengrab“ und der „Lebensweg“, während auf dem Friedhof in Ihmert eine Stele angelegt wurde.

Es gibt verschiedene Arten der Beisetzung. Diese sind aber auch immer abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten auf Friedhöfen. „Und wir haben mit dem Waldfriedhof in Hemer einen der schönsten weit und breit“, sagt Bürgermeister Michael Esken am Tor zum Waldfriedhof. Das weiß auch Markus Falk von der Friedhofsverwaltung der Stadt Hemer und hat gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Linus Klinner das Angebot an Urnengemeinschaftsgräbern umgestellt. „Durch die neu angelegten Urnenfelder wird dem Trend der Urnenbestattung Rechnung getragen. Neue Ruhestätten wurden als Alternative zu den bereits vorhandenen Stelenfeldern gestaltet. Das Angebot an Bestattungsflächen wird umgestellt, allerdings nicht erweitert“, erläutern Klinner und Falk. Die Nachfrage in diesem Bestattungsbereich steige jährlich.

Das Urnengemeinschaftsgrab „Baumurnengrab“, so Falk, „sind pflegefreie Grabstätten für Urnenbeisetzungen. Angelehnt an den Gedanken ,Friedwald’ aus der Schweiz oder die Bestattungswälder in Deutschland, bietet der Waldfriedhof als einziger Friedhof in Hemer die Beisetzung von Urnen an einem Baum an, der von Trauernden mit uns gemeinsam ausgewählt werden kann.“ In einem Baumurnengrab können bis zu vier Urnen beigesetzt werden, in Ausnahmen auch mehr. Die „Grabpflege“ übernimmt selbstverständlich die Natur. Weil eine biologisch abbaubare Urne im Wurzelbereich beigesetzt wird, ist es leider nicht möglich, Beete, Blumenschalen, Gestecke oder Grabmäler anzulegen. Am Baumstamm kann eine scheckkartengroße Namenstafel an die Verstorbenen erinner. „Aber auch anonyme Beisetzungen sind möglich“, fügt Markus Falk hinzu.

Das Urnengemeinschaftsgrab „Lebensweg“ bietet als Alternative zum Urnengemeinschaftsgrab „Stele“ Urnenbeisetzungen ebenfalls einen würdigen Platz. Die Bestattungsplätze werden der Reihe nach für 20 Jahre vergeben und von der Friedhofsverwaltung gestaltet und gepflegt. Die Daten des Verstorbenen werden auf einer Platte eingraviert und auf der Fläche an der Stelle der Urnenbeisetzung niedergelegt. Angehörige haben einen individuellen Anlaufplatz für ihre Trauer und Abschiednahme in der geschützten Atmosphäre eines eingerahmten und ansprechend gestalteten Bestattungsfeldes.

Eine neue Informationsbroschüre mit wichtigen Hinweisen wird ab Mittwoch, 18. Juli, an der Rathaus-Info oder in der Friedhofsverwaltung erhältlich sein.

(Redaktion)


 


 

Linus Klinner
Beisetzung
Hemer
Waldfriedhof
Urnengemeinschaftsgrab Baumurnengrab
Trauer
Friedhof
Friedhofsverwaltung
Bestattungsbereich
Verstorbenen
Urne

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Linus Klinner" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: