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Herbsttagung

"Unsere Zukunft wird auf dem Land entschieden"

Herbsttagung des Bundeslandwirtschaftsministeriums: „Trendwende Land?“ – Südwestfalen als gutes Beispiel

Südwestfalen/Berlin. Wer in Berlin über die Zukunft ländlicher Regionen diskutiert, kommt an Südwestfalen kaum vorbei. Das wurde einmal mehr deutlich bei der Herbsttagung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die am Mittwoch (23. November) in Berlin stattfand.

„Folgt dem Boom der Städte die Renaissance der Dörfer?“ Gemeinsam mit Ute Frieling-Hochzermeyer, Chefredakteurin der Zeitschrift „Landlust“ und Peter Kaiser, Projektleiter Zukunftsatlas der Prognos AG, diskutierte Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, diese Frage und fand für den „südwestfälischen Weg“ viel Beachtung. „Es geht nur gemeinsam“, machte der Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur in Berlin deutlich. „Wer sich den heutigen Herausforderungen erfolgreich stellen will, muss das Kirchturmdenken überwinden, Netzwerke entwickeln und kluge Antworten auf die Fragen finden, die gerade die junge Generation in Zukunft beschäftigen.“ Mit modellhaften Projekten wie dem dem Rückkehrer-Netzwerk „Heimvorteil“ und der Jugendkonferenz UTOPiA gilt Südwestfalen bundesweit als Vorbild, wenn es um durchdachte, zukunftsweisende Vorhaben geht.

Ministerium "Ländliche Räume" in der Diskussion

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt machte sich für eine Aufwertung der ländlichen Räume stark. „Menschen in ländlichen Regionen dürfen nicht das Gefühl haben, abgehängt zu sein“, so Schmidt wörtlich. „Wenn wir eine Politik für die ländlichen Regionen aus einem Guss wollen, müssen wir das System der Gemeinschaftsaufgaben strategisch weiterdenken. Unsere Zukunft wird auf dem Land entschieden.“ Das Bundesministerium werde das Programm Ländliche Entwicklung in diesem Zuge von 10 auf 55 Millionen Euro aufstocken und so ein deutliches Zeichen setzen. Für die nächste Legislaturperiode wird ein eigenes Ministerium „Ländliche Räume“ parteiübergreifend diskutiert.

Zustimmung gab es zudem von Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages: „Wir müssen den ländlichen Raum mehr als potenten und unverzichtbaren Wirtschaftsraum wahrnehmen und begreifen, ohne dabei die Schwierigkeiten und Herausforderungen auszublenden, vor denen die ländlichen Räume stehen.“

(Redaktion)


 


 

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