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  • 05.09.2013, 11:32 Uhr
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IHK-Analyse

Industrie-Umsätze in der Region leicht rückläufig

Betrachtet man die Umsätze der Industrie im zweiten Quartal 2013 gibt es in der Region einige Unterschiede. Am Mittleren Niederrhein ist der Umsatz sogar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken, während er in Nordrhein-Westfalen insgesamt anstieg.

Dies ergab eine Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die auf einer Auswertung der Industriekenn- ziffern von IT.NRW bei den Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten basiert. Für die Industrie sei daher laut Elmar te Neues, Vize- präsident der IHK Mittlerer Niederrhein, keine dynamische Konjunkturentwicklung zu erwar- ten.

So mussten die verarbeitenden Betriebe zwischen Nettetal und Dormagen Einbußen bei ihren Umsätzen hinnehmen. Von April bis Juni 2013 wurden 1,3 Prozent weniger Erträge realisiert als noch im Vorjahreszeitraum. Die Industrie am Niederrhein blickt damit auf ein schwächeres zweites Quartal zurück als das Verarbeitende Gewerbe in Nordrhein-Westfalen insgesamt. Die Statistiker errechneten für das Bundesland im selben Zeitraum ein Plus von 0,6 Pro- zent.

Absatzrückgang auf den internationalen Märkten

Für die Industrie am Mittleren Niederrhein ist der Umsatzrückgang insbe- sondere zurückzuführen auf den Absatzrückgang auf den internationalen Märkten. „Die Auslandserträge sind im zweiten Quartal um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen“, erklärt te Neues. Die nordrhein-westfälische Industrie insgesamt steigerte dagegen den Export- absatz um knapp 4 Prozent. Genau umgekehrt war die Lage im Inland: Die Industriebetriebe am Mittleren Niederrhein erzielten um 1,2 Prozent höhere Inlandserträge als im Vorjahreszeitraum, dagegen musste die NRW-Industrie insgesamt ein Minus von 2 Prozent hinnehmen.

Innerhalb der Region gibt es einige Unterschiede

Speziell die Entwicklung in Mönchengladbach hat mit einem Umsatzrück- gang von 26 Prozent dazu beigetragen, dass die niederrheinische Industrie für das zweite Quartal schlechtere Zahlen meldet als im Landesdurchschnitt. Dies lag vor allem an den Auslandsumsätzen, die um 39 Prozent im Ver- gleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen sind. Dagegen hat Krefeld das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr leicht übertroffen (+0,6 Prozent). Deut- lich bessere Erträge hatten die Industrieunternehmen im Rhein-Kreis Neuss (+4,2 Prozent) und im Kreis Viersen (+5,3 Prozent).

Auch in den Branchen gibt es Unterschiede

Ein überdurchschnittlich starkes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahres- zeitraum erzielten insbesondere die Hersteller von Gummi- und Kunststoff- waren (+18 Prozent), das Ernährungsgewerbe (+12 Prozent) und die Textil- industrie (+10 Prozent). Die für die Region sehr bedeutende Chemische Industrie verzeichnete dagegen nur ein geringes Umsatzwachstum von 2,5 Prozent.

Wenig positiv ist die Entwicklung im Maschinenbau, bei der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Alle drei Branchen verzeichneten Umsatzeinbußen zwischen 13 und 18 Pro- zent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

(Redaktion)


 


 

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