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IHK Vollversammlung

Den Motor am Laufen halten: Regierungspräsidentin Ewert in Siegen

Regierungspräsidentin Diana Ewert betonte, dass sie ihre wichtigste Aufgabe darin sehe, die regionalen Stärken auszubauen.

Siegen, 17. Juni 2016 - „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die südwestfälischen Besonderheiten von Landschaft und Natur bei der Landesentwicklungsplanung besser berücksichtigt werden!“ Über diese Zusage freute sich IHK-Präsident Felix G. Hensel ebenso wie die Unternehmensvertreter, die Regierungspräsidentin Diana Ewert im Rahmen der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen begrüßten. „Wir wollen nicht zulassen, dass der prosperierende Wirtschaftsraum Südwestfalen in seiner Entwicklung behindert wird und unsere Stärken sich gegenseitig im Weg stehen“, unterstrich Ewert. Bei ihrem „Antrittsbesuch“ vor den Unternehmern aus Siegerland, Wittgenstein und Südsauerland spannte die Arnsberger Regierungspräsidentin einen weiten Bogen. Sie hob die gesunden mittelständischen Unternehmen, die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, die hohe Lebensqualität und die zweifelsfrei gegebene touristische Attraktivität als besondere regionale Stärken hervor, sprach aber ebenso die Risiken an, die sie vor allem in der Abwanderung junger Menschen und dem vielerorts erkennbaren Fachkräftemangel verortete. Daher müsse man auch in der Gewerbeflächenentwicklung neue Wege gehen, für die sie Offenheit signalisierte. Beispielhaft nannte Ewert die geplante Erweiterung des Siegener Industrie- und Gewerbegebietes Martinshardt, für die sie Unterstützung ankündigte. Zudem lobte sie ausdrücklich interkommunale Gewerbegebiete. Auch die Landesgrenzen überschreitende Zusammenarbeit sei sinnvoll, um ausreichend Flächen zur Verfügung zu haben.

Die Regierungspräsidentin ging zudem intensiv auf den vorliegenden Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes ein. Bei etlichen Straßenbauprojekten zwischen Burbach und Soest seien die Netzwirkungen von Ortsumgehungen nicht hinreichend in die Planungen eingeflossen. In diesem Zusammenhang nannte sie insbesondere die „Route 57“, bei der man auch in der Bezirksregierung auf die kürzlich in Berlin zugesagte Überprüfung des Zahlenwerks durch Staatssekretär Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium setze. Diana Ewert: „Die Verkehrsanbindung ist für die Weltmarktführer der Region existenziell. Das muss bei der jetzigen Weichenstellung für die Infrastruktur der Zukunft bedacht werden.“

Die Regierungspräsidentin betonte, dass sie ihre wichtigste Aufgabe darin sehe, die regionalen Stärken auszubauen. Dazu trage ihre Behörde mit Förderprojekten und einer möglichst reibungslosen Abwicklung von Amtsvorgängen ihr Möglichstes bei. Sie forderte die Unternehmer auf, sich an der regionalen Weiterentwicklung zu beteiligen und lud nachdrücklich zum Dialog ein. Sie stehe für eine Modernisierung der Verwaltung. „Der Mittelstand als Motor der Wirtschaft darf nicht ins Stocken geraten, er bedarf der gemeinsamen Pflege - meinen Teil dazu leiste ich gerne“, fasste Ewert ihr Anliegen zusammen.

(Redaktion)


 


 

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