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Die Zukunft der Social Communities

Im Gespräch mit Sven Jan Arndt. Oder über die Suche nach dem Glück

Nach einer kurzweiligen Flaute sind sich Experten wieder einig: Die Zukunft liegt in der virtuellen Welt. Nirgends scheint es noch schneller, einfacher und neuerdings auch persönlicher zu gehen. Schon längst sind auch die sozialen Kontakte Online zu finden. „Social Communities stehen erst am Anfang“, ist sich Sven Jan Arndt sicher. business-on.de sprach mit dem Geschäftsführer Deutschlands größter Partnerbörse, www.Neu.de, über die Zukunft des crossmedialen Networkings.

Es ist eine außergewöhnliche Karriere, die Sven Jan Arndt bisher vorzuweisen hat: Nach mehr als drei Jahren als Finanzvorstand bei der Falk eSolutions AG und Geschäftsführer der NEW Media Management GmbH, hat er seine Dienste nun keiner geringeren Thematik als die der Liebe unterstellt. Als Geschäftsführer der erfolgreichen Social Community, Neu.de, Deutschlands größter Kontaktbörse, unterstützt er Millionen User auf der Suche nach dem passenden Pendant. Mit Business-On.de sprach der virtuelle Vernetzer über die Kunst des Dating, geschlechtliche und kulturelle Unterschiede und über die Zukunft der Social Community Branche.

business-on.de: Herr Arndt, das Internet ist für viele das Tor in eine Welt der unendlichen Möglichkeiten. Als Geschäftsführer verschiedener Online-Portale, u.a. auch der erfolgreichen Social Community Neu.de GmbH, können Sie gute Einblicke und eine langjährige Erfahrung vorweisen. Geht im Internet denn wirklich alles für jeden sofort?

Sven Jan Arndt: Alles muss gelernt werden, auch das Daten - besonders im Internet. Gerade Männer müssen oft erst das Schreiben lernen – Frauen sind auf der anderen Seite meistens zu gutgläubig.

Insgesamt müssen sich die Geschlechter anpassen. Während Männer viel Wert auf die Optik, sprich das präsentierte Foto, legen, verlieben sich Frauen schnell in Worte. Doch bereits jetzt ist ein Lernprozess innerhalb der verschiedenen Altersstrukturen zu erkennen: Die Frauen bis 30 werden zunehmend frecher und glauben nicht mehr alles. Zudem konnten wir einen Zuwachs von vier Prozent bei den Usern ab dem 40. Lebensjahr verzeichnen. Das spricht für mehr Offenheit für das neue Medium und für mehr Vielseitigkeit.

business-on.de: In den letzten Jahren konnte gerade Social Networking einen außerordentlichen Boom verzeichnen. Droht, als Folge der quantitativen Entwicklung, der einzelne User nicht unter den Millionen (fünf Millionen bei Neu.de selbst) zu versinken? Wie kann man trotz der ständig wachsenden Konkurrenz dennoch effizient neue Kontakte knüpfen?

Sven Jan Arndt: Mit der Masse lebt das Portal. Schließlich vergrößert sich durch die Reichweite auch die Chance, jemanden kennen zu lernen. Durch mehr Textfreiheiten und Individualität sowie ausgebaute Möglichkeiten für geprüfte User, also die, die uns eine Kopie ihres Personalausweises einschicken, vergrößern sich zudem noch die Chancen zur Differenzierung gegenüber anderen Usern. Viele müssen erst einmal lernen, ihr Profil zu generieren. Durch Fotos, einen ausgefallenen Nickname oder auch einen originellen Kurztext, kann man sich bereits gut von der Masse abheben. Man darf nur nicht still abwarten, bis der Traumpartner auf einen zukommt. Das funktioniert in der Kneipe auch nicht.

„Wer zu viel Zeit in der virtuellen Welt verbringt, ist später von der Realität oft enttäuscht“

business-on.de: Sie selbst haben bereits betont, dass ein Online-Profil einer Bewerbungsmappe gleichzusetzen sei. Worauf sollten User hier achten?

Sven Jan Arndt: Zu aller erst einmal auf die Wahrheit. Lügen fliegen irgendwann immer auf. Auch von einem verklärten Eigenbild ist abzuraten. Persönliche Macken machen eher interessant. Durch Ecken, Kanten und auch die Bekantgabe von Hobbies differenziert man sich vom Durchschnitt und grenzt somit auch diejenigen ein, die gut zu einem passen könnten. Insgesamt ist es also eine Frage der Selbstdarstellung. Daher rate ich auch immer zu einem schnellen persönlichen Treffen. Besonders Frauen neigen vorab dazu, sich zu starke Vorstellungen zu machen und sind dann meist von der Realität enttäuscht. Geruch, Gestik und die Stimme sind sehr wichtige Faktoren, die über das Internet nun mal leider nicht zu vermitteln sind.

business-on.de: Anfang des Jahres haben Sie mit Neu.de mehrere Änderungen vorgenommen. Unter anderem hieß es, durch den Relaunch im Februar, Neu.de zu mehr als „nur“ eine Single-Börse etablieren zu wollen. Inwieweit ist dies realisiert worden und welche Umgestaltungen sind sonst noch zu verzeichnen?

Sven Jan Arndt: Unser Event-Kalender freut sich großer Beliebtheit und ist in dieser komprimierten Form mittlerweile zu einem der größten Datenbanken Deutschlands gewachsen. Auch in Zukunft wollen wir den Community Aspekt weiter ausbauen. Ganz neu ist unsere Technologie des „Bee Tagg“, mit der die User auch crossmedial miteinander kommunizieren können.


 


 

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