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Industrie 4.0

Exkursion zur Demofabrik an die RWTH Aachen

Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0 – konkret“ hat die Wirtschaftsförderung Lippstadt für interessierte TeilnehmerInnen eine Reise zur Demofabrik an der RWTH Aachen angeboten.

Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0 – konkret“ hat die Wirtschaftsförderung Lippstadt für interessierte TeilnehmerInnen eine Reise zur Demofabrik an der RWTH Aachen angeboten. Prof. Volker Stich, Geschäftsführer des FIR an der RWTH, hatte bei seinem Vortrag im März in Lippstadt schon Teile dieser Forschungs- uns Entwicklungskapazitäten in Aachen vorgestellt.

Da am FIR (Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V.) in Aachen die „Kollaboration mit Unternehmen und die Lösung relevanter Probleme der Industrie“ im Vordergrund stehen, war das Interesse der „Praktiker“ aus Lippstadt an einem Besuch des Instituts groß. 25 Unternehmer und Führungskräfte aus den verschiedensten Branchen und Hochschulangehörige machten sich gemeinsam auf den Weg nach Aachen.

Dort zeigte Prof. Stich sich in seiner Begrüßung sichtlich beeindruckt vom Interesse der „Westfalen“ an den neu errichteten Produktions- und Testflächen der Demofabrik. Das neue Gebäude stelle 18 000 m2 Fläche zur Verfügung, wovon 4 000 m2 vom FIR selbst genutzt würden. Die restlichen 14 000 m2 würden von sog. „Immatrikulanten“ genutzt. Das sind aktuell 35 Firmen, die sich zu Forschungs- und Entwicklungszwecken für einen längeren Zeitraum eingemietet hätten und gemeinsam mit anderen Unternehmen und den FIR-Mitarbeitern an Lösungsansätzen für die verschiedensten Probleme arbeiteten. So sei ein Hauptthema die digitale Vernetzung der diversen ERP-Systeme (Produktionsplanungssysteme) unterschiedlicher Hersteller. Überhaupt bedeute die Umsetzung von Industrie 4.0 weniger die Digitalisierung eines Unternehmens - die habe in vielen Bereichen schon stattgefunden. Vielmehr sei die Vernetzung und intelligente Nutzung der entstehenden Daten der entscheidende Fortschritt von Industrie 4.0, so Prof. Stich.

Im zweiten Teil des Tages führten Ralf Bigge, Leiter der Business Development Group EICe und Carsten Schmidt, Geschäftsführer der myOpenFactory die Gruppe durch die Produktionsflächen der der Demofabrik. Auch hier gab es, wie im gesamten Verlauf des Tages immer wieder Gelegenheit zu Fragen und Gesprächen der Teilnehmer untereinander. Auch Prof. Stich begleitete die Gruppe.
Den Abschluss des Tages bildete ein Vortrag von Carsten Schmidt, der die Differenzierungen hin zu Industrie 4.01 verdeutlichte. Vor jedem Schritt, müssten entsprechende „Hausaufgaben“ erledigt werden und die jeweils aktuellen technischen Möglichkeiten der Digitalisierung ausgeschöpft werden. So müsse das Produktionssystem vom „transparenten Produktionssystem“ also einem digitalen Abbild der Produktion zu einem „prognosefähigen“ (exakte Vorhersage zukünftiger Verfügbarkeiten und Bedarfe auf Basis aufgezeichneter Daten) werden. Die nächste Stufe ist dann das „regelungsfähige“ System, in dem echte Regelung die mittelwertbasierte Planungslogik ersetzt. Die höchste Stufe “Industrie 4.0“ bezeichne ein selbstoptimierendes Produktionssystem. Es beschreibt ein lernendes Produktionssystem, welches die idealen Abläufe und Betriebspunkte eigenständig definiert und Sollwert-Korridore und Zielsysteme dynamisch anpasst, so Schmidt.

Dr. Ingo Lübben, Geschäftsführer der WFL, freute sich über das große Interesse an der Exkursion und die vielen Gespräche und intensiven Kontakte, die sich so ergeben haben. Er lud alle TeilnehmerInnen zu der nächsten Veranstaltung der Reihe „Industrie 4.0 –konkret“ zum Thema „IT-Sicherheit“ am 8. November 2016 ins CARTEC ein.

(Redaktion)


 


 

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