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Masterplan Schwergut und Allgemeine Spediteurbedingungen

Hohes Interesse im Arbeitskreis Verkehrswirtschaft der IHK

Siegen/Olpe, 18. Mai 2016 - „Für Schwertransporte gibt es heute kaum noch freie Strecken. Jahrzehntelang hat man nicht wahrhaben wollen, wie wichtig der Erhalt der Verkehrsinfrastruktur für die deutsche Wirtschaft ist!“, so Wolfgang Draaf in der gut besuchten Sitzung des Arbeitskreises Verkehrswirtschaft der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK).

Der Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Schwertransport und Kranarbeiten (BSK) zeichnet mitverantwortlich für den „Masterplan Schwergut“. Der Plan zeigt auf, wie wichtig Großraum- und Schwertransporte für die Wirtschaft sind und wo die besonderen Probleme liegen. So sei die politisch geforderte Energiewende ohne Schwertransporte nicht umsetzbar. „Wir brauchen eine nachhaltige Erhöhung der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und schnellere, einfachere Genehmigungsverfahren durch geschultes Personal“, forderte Draaf vor den 45 Besuchern im Haus der Siegerländer Wirtschaft. Wichtig sei zudem, dass Schwerlastrouten für alle Verkehrsträger festgelegt und Bauprojekte entlang der Schwerlastkorridore vorrangig bearbeitet würden.
„Für uns im Siegerland ist das Thema höchst drängend. Zwar hat das Land nach intensiven Bemühungen der regionalen Unternehmen eine Schwerlastroute zu zwei Binnenhäfen bestimmt. Bis diese aber auch von sehr schweren Transporten verlässlich genutzt werden kann, werden noch Jahre vergehen“, ergänzte Michael Kröhl, Logistikleiter der Krombacher Brauerei und zugleich Leiter des Arbeitskreises Verkehrswirtschaft. Es werde weiter notwendig sein, öffentlich auf die Probleme hinzuweisen.   

Weiteres Schwerpunktthema waren die neuen Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen. Jürgen Weihermann, stv. Geschäftsführer des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V., brachte den Zuhörern die wesentlichen Änderungen in dem 30 Klauseln umfassenden Regelwerk näher. Die Änderungen waren unter anderem aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen notwendig und sollen zur Vereinfachung beitragen. So seien nun auch elektronische Dokumente anerkannt und eine Standgeldregelung aufgenommen worden. Praktisch auswirken werden sich die Neuerungen im Bereich der Haftungsklauseln: Mit einer Anhebung der in den Spediteurbedingungen 2016 verankerten Grundhaftung von 5 Euro/kg auf 8,33 SZR/kg (circa 10,50 Euro/kg) wurde diese Haftungshöchstsumme mehr als verdoppelt.

(Redaktion)


 


 

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