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QASS-Erfinderwerkstatt erhält Auszeichnung als Talentwerkstatt

Das Konzept war so erfolgreich, dass der Verein Technikförderung Südwestfalen e.V. nun die Auszeichnung zur „Talentwerkstatt” an QASS überreicht.

Südwestfalen. Elektronische Schaltungen entwerfen, Programmieren, Schrauben, Löten: QASS hat mit den drei Erfinderwerkstätten in den Jahren 2014, 2015 und 2016 vielenl Kindern und Jugendlichen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis die Möglichkeit gegeben, Technik aus erster Hand zu erfahren – nämlich aus ihren eigenen Händen.

Das Konzept war so erfolgreich, dass der Verein Technikförderung Südwestfalen e.V. nun die Auszeichnung zur „Talentwerkstatt” an QASS überreicht. Damit will der Verein das nachhaltige Engagement des Unternehmens zur regionalen Fachkräftenachwuchsförderung würdigen. 

Der Verein Technikförderung Südwestfalen e.V., getragen durch 75 Unternehmen der Region, hat sich zur Aufgabe gemacht, Schüler mit begeisternden Angeboten aus der Region abzuholen und die Möglichkeiten einer der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland aufzuzeigen.

QASS engagiert sich seit Jahren nicht nur für den Wirtschaftsstandort, sondern auch für den Nachwuchs. Bei den QASS Erfinderwerkstätten haben jeweils rund 25 Kinder und Jugendliche unter fachkundiger Anleitung Roboter (2015, 2016) oder ein Windrad (2014) gebaut, und zwar in Kooperation mit dem zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr des Vereins Technikförderung Südwestfalen e.V. und mit Unterstützung der Agentur für Arbeit sowie des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.  

Jede Erfinderwerkstatt fand jeweils an fünf Tagen im Herbst statt, von 9 bis 15 Uhr – für die Kinder und Jugendlichen waren die Erfinderwerkstätten kostenfrei und mit Verpflegung. 

Die Erfinderwerkstätten im Überblick

2014 fand die erste QASS-Erfinderwerkstatt statt - das große Thema lautete „Strom aus erneuerbaren Quellen”, und die Kinder und Jugendlichen kamen selbst auf die Idee, ein Windrad zu bauen. Die Kids lernten Antworten auf Fragen wie: Was ist Aerodynamik? Wie könnten die Rotorblätter eines Windrades aussehen? Was ist überhaupt Strom? Und wie entsteht elektrische Energie durch ein Windrad? Am Ende der Erfinderwerkstatt 2014 stand die kleine Windkraftanlage auf dem Dach des QASS-Gebäudes und produzierte richtig Strom. Die Schüler hatten dabei nicht nur die Gelegenheit, handwerklich zu arbeiten, sondern sie konnten sich auch mit Elektrizität und Aerodynamik beschäftigen. 

2015 konstruierten und programmierten Kids aus Wetter und Umgebung autonome Roboter, die selbständig und erfolgreich einen Parcours durchfahren und eigenständig Hindernissen ausweichen konnten. Fünf Tage lang waren die Kids fleißig: Löten, Programmieren, Schrauben, Planen, Konstruieren. „Die Kinder waren wirklich sehr interessiert“, sagt QASS-Mitarbeiter Dirk Schulte, der die Erfinderwerkstatt 2015 geleitet hatte. „Jetzt fährt er endlich“, freute sich zum Beispiel die zehnjährige Kimberly zusammen mit ihrer Freundin Rebecca über ihren selbst gebauten Roboter. Im Gegensatz zur ersten QASS-Erfinderwerkstatt im Jahr 2014 waren nun beim Thema „Robotik” auch Mädchen mit von der Partie. Manche Roboter fuhren auf Ketten, manche auf Rädern. 

2016 ging es bei der QASS-Erfinderwerkstatt nach vielen positiven Rückmeldungen erneut um Robotik - „Roboter 2.0”. QASS wollte mit den Schülern den nächsten Level erreichen, im Jahr 2016 wurden die Roboter etwas komplexer als noch im Vorjahr. Es ging erneut darum, selbstfahrende oder gar selbst laufende Roboter zu bauen und zu programmieren. Die Konstrukte konnten sich zum Beispiel mit einer Art Kettenantrieb fortbewegen oder nach Art eines Käfers auf mehreren Beinen laufen. 

„Ich kann das. Ich kann einen Roboter erfinden.” 

Im Fokus der Erfinderwerkstätten lag weniger die schulische Vermittlung von Fakten, sondern der Freiraum für Kinder und Jugendliche, selbst Hand anlegen zu können: „Überlegen, Nachdenken, Ausprobieren, vielleicht Scheitern und dann besser machen“, so QASS-Geschäftsführer Ulrich Seuthe, „und dabei lernen: Ich kann das. Ich kann einen Roboter erfinden.“  

Christina Muzzu, Mutter eines zehnjährigen Erfinderwerkstatt-Teilnehmers: „Danke für das tolle Angebot, das QASS mit den Kindern realisiert hat, mein Sohn hat vieles in dieser Woche gelernt, das ihm hilfreich sein kann. Es war eine wundervolle Woche für die Kids, und ich finde die didaktische Seite der Arbeit sehr wertvoll.“

Begeisterung für technische Berufe

QASS ergreift mit den Erfinderwerkstätten die Gelegenheit, Kinder und Jugendliche aus der Region an den kreativen Umgang mit Wissenschaft und Technik heranzuführen.

(Redaktion)


 


 

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