Wichtige Rohstoffe
„Steine und Mehr“: Innovative Ideen zum Steinabbau
Südwestfalen. Gemeinsam möchten sie Lösungen und Konzepte erarbeiten, wie die Landschaft, die durch den oberirdischen Steinabbau entstanden ist, nutzbar gemacht werden könnte. Innovative Ideen sind vorhanden: Erholungsgebiete, Freizeit-, Sport und Kulturflächen oder die Ansiedlung von neuen Gewerben.
Sie liefern wichtige Rohstoffe, sind ein wichtiger Arbeitgeber der Region und bieten doch Konfliktpotential: Steinbrüche in Südwestfalen. Was soll mit ehemaligen Abbaugebieten passieren, die nun brach liegen? Das Projekt „Steine und Mehr“ soll jetzt Lösungen aufzeigen.
Südwestfalen, 8. Dezember 2009. Projektträger sind fünf Kommunen aus dem Kreis Soest, in denen der Steinabbau eine große wirtschaftliche und historische Bedeutung hat: die Städte Erwitte, Geseke, Rüthen, Warstein und die Gemeinde Anröchte.
Gemeinsam möchten sie Lösungen und Konzepte erarbeiten, wie die Landschaft, die durch den oberirdischen Steinabbau entstanden ist, nutzbar gemacht werden könnte. Innovative Ideen sind vorhanden: Erholungsgebiete, Freizeit-, Sport und Kulturflächen oder die Ansiedlung von neuen Gewerben.
Das Potential der Steinabbau-Flächen wird bisher kaum genutzt.
Die Wiederbesiedlung könnte auch das Konfliktpotential mindern, das der Steinabbau zwangsläufig hervorruft. Staub, Lärm, Sprengungen und wasserwirtschaftliche Eingriffe sind Belastungen, denen sich Anwohner vielerorts ausgesetzt sehen.
Mit innovativen Ideen könnte jedoch das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Bevölkerung verbessert werden. Dieses Vorhaben soll nicht nur auf den Kreis Soest begrenzt sein. In Südwestfalen gibt es mehr als 50 Abgrabungsbereiche, Kooperationen mit anderen Kommunen werden angestrebt.
Bevölkerung, Steinindustrie, Naturschutzverbände, Wasserwirtschaft und Kommunen – alle betroffenen Akteure sollen in den Prozess eingebunden werden und profitieren. „Das Projekt beinhaltet einen neuen, modellhaften Umgang mit Konflikten.
Es wird nach Lösungen gesucht, von denen alle Parteien profitieren können. Nur so kann eine beispielhafte Wirkung für den Umgang mit Steinabbau-Gebieten für Südwestfalen und darüber hinaus erzielt werden“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
Der Projektvorschlag „Steine und Mehr“ hat jetzt vom REGIONALE-Ausschuss den ersten Stern verliehen bekommen und ist somit für den weiteren Qualifizierungs- und Wettbewerbsprozess zugelassen.
Hintergrund
Die Südwestfalen Agentur GmbH steuert im Auftrag der fünf Kreise und der 59 Städte und Gemeinden die REGIONALE 2013. Die Agentur wurde im April 2008 gegründet und setzt die Prozesse und Aufgaben der Regionale operativ um.
Die REGIONALE 2013 ist ein Strukturförderwettbewerb des Landes NRW, der im Rhythmus von drei Jahren einer Region die Chance bietet, sich zu profilieren und Potentiale stärker zu kommunizieren.
(Redaktion)
Tags:- Dirk Glaser
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