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Integration

Effektiv mitarbeiten im Integrationsrat

Integrationszentrum lud neue Mitglieder zu Weiterbildung ein

Kreis Soest (kso.2014.06.30.298.lk/-rn). Was genau ist meine Aufgabe im Integrationsrat? Welche Entscheidungswege müssen eingehalten werden? Wie kann ich mich in den Gremien der Stadt beteiligen? Was muss ich dabei beachten? Antworten auf diese Fragen erhielten neu gewählte Mitglieder der Integrationsräte bei einer Schulung, die das Kommunale Integrationszentrum Kreis Soest in der Stadthalle Soest anbot.

Im Januar hatte das Integrationszentrum auf Wunsch der damaligen Integrationsgremien die Vizevorsitzende des Landesintegrationsrates, Ksenija Sakelšek, ins Kreishaus eingeladen, um über die gesetzlichen Änderungen zu informieren. Die Migrantenvertreterinnen und -vertreter zeigten sich bei dieser Gelegenheit interessiert an einer Qualifizierung für die Arbeit in den Integrationsräten und Informationen über die Strukturen und rechtlichen Grundlagen der Kommunalverwaltungen. Diesem Bedarf kam das Kommunale Integrationszentrum mit der Weiterbildung am 28. Juni nach. Insgesamt 20 neugewählte Mitglieder der Integrationsräte der Städte Lippstadt, Soest und Werl nahmen teil. Referentin Ksenija Sakelšek informierte sie ausführlich über ihre bevorstehenden Aufgaben.

„Die Integrationsräte vertreten auf kommunaler Ebene die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund“, bringt es Linda Kratzel, stellvertretende Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Soest, auf den Punkt. „Sie beraten die Stadträte und die Ausschüsse über die Probleme und Belange der Migrantinnen und Migranten. In dieser Funktion sind sie wichtige Akteure vor Ort und auch für uns als Kommunales Integrationszentrum ein unerlässlicher Ansprechpartner.“ Die Zusammenarbeit mit den Integrationsgremien sei bisher sehr konstruktiv verlaufen. Dabei hätten die Migrantenvertreterinnen und -vertreter immer wieder berichtet, dass ihnen im Vergleich zu den Ratsmitgliedern sehr viele Informationen über die Strukturen einer Verwaltung fehlen. Dies sei allerdings eine wichtige Voraussetzung für die gleichberechtigte Beteiligung. Linda Kratzel: „Aus diesem Grund sind wir froh, dass wir diese Qualifizierung genau jetzt am Anfang ihrer Tätigkeit anbieten konnten.“ Sie verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Integrationsräte auch  im Netzwerk „Teilhabe und Integration“ zur Umsetzung des Integrationskonzeptes „Zuhause im Kreis Soest“ vertreten seien.

Am 25. Mai fanden die Wahlen der Integrationsräte zum ersten Mal zusammen mit den Kommunalwahlen statt. Die Zusammenlegung war eine der Änderungen im Paragraph 27 der Gemeindeordnung, die im Dezember 2013 vom Landtag NRW verabschiedet worden war. Eine weitere wesentliche Neuerung ist die Abschaffung der Integrationsausschüsse. Somit bleiben die Integrationsräte die alleinigen Gremien der Migrantenvertretung auf kommunale Ebene. Im Kreis Soest haben die Städte Lippstadt, Soest und Werl einen Integrationsrat.

(Redaktion)


 


 

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