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Integriertes Handlungskonzept

Startschuss für Umsetzung des Masterplanes A 45

In einem bundesweit einmaligen Schulterschluss haben hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft jetzt den Startschuss für den „Masterplan A45“ gegeben.

Südwestfalen. Der dringend notwendige sechsspurige Ausbau der Autobahn samt Neubau aller 38 Talbrücken bis zur hessischen Landesgrenze stellt dabei ein Bauprojekt dar, das es in dieser Art in Deutschland noch nicht gegeben hat. Hier setzt der Masterplan an: In einem integrierten Handlungskonzept hatte die heimische Wirtschaft, unterstützt durch die Universität Siegen und die drei Industrie- und Handelskammern (IHK) Dortmund, Hagen und Siegen ein Bündel an Vorschlägen und Maßnahmen formuliert, um die Arbeiten zu unterstützen und die Gesamtbauzeit möglichst kurz zu gestalten. Insbesondere soll die breite Öffentlichkeit frühzeitig über die einzelnen Bauabschnitte informiert und für das Projekt gewonnen werden.

Anliegerkommunen, Wirtschaft und auch Anwohner profitieren gleichermaßen durch eine intensivere Kommunikation, eine bessere Koordination und Umsetzung der Baumaßnahme.

„Die Arbeiten werden voraussichtlich mehr als 20 Jahre dauern. Wir begrüßen, dass diese wichtige Nord-Süd-Verbindung jetzt in Angriff genommen wird. Wenn nicht gebaut wird, würde die A45 schon in Kürze zu einem Nadelöhr, insbesondere für die Logistikbranche. Deshalb erwarten wir, dass für die Gesamtachse der A45 jetzt grünes Licht im Bundesverkehrswegeplan gegeben wird“, so Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, der für die drei Industrie- und Handelskammern Mitglied im neu gegründeten Beirat ist. Er erinnerte daran, dass der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, bereits im Mai 2015 in einer Veranstaltung zum Masterplan A 45 bei der SIHK zu Hagen öffentlich angekündigt hatte, die Maßnahme werde in der derzeit anstehenden Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes vollständig berücksichtigt und auch die Finanzierung zugesichert.

Mit dem gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Steinbrecher von der Universität Siegen entwickelten Masterplan A45 habe die Region schon frühzeitig sehr deutlich gemacht, dass sie diesen Prozess wolle, hinter ihm stehe und ihn zu unterstützen bereit sei, betonte Hermann-Josef Droege, stv. Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen, der die Moderation übernommen hat. Den heimischen Unternehmen liegt dieses Projekt derart am Herzen, dass sie mit der Unternehmerinitiative A 45 eine eigene Initiative ins Leben gerufen haben. Marc Simon, Vorsitzender des SIHK-Verkehrsausschusses und Vorsitzender der Unternehmerinitiative A45: „Die Sauerlandlinie ist DIE verkehrliche Lebensader für unseren Raum. Die Bauarbeiten werden mit erheblichen Einschränkungen verbunden sein. Deshalb müssen jetzt die Planer freie Fahrt haben und unnötige bürokratische Prozesse vermieden werden. Je früher uns diese Straße wieder in voller Leistungsfähigkeit zur Verfügung steht, desto besser - für alle!“

Der jetzt gegründete Beirat, dem Abgeordnete, Landräte, Vertreter der Unternehmen und der Universität Siegen sowie leitende Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW angehören, wird die Aktivitäten im Rahmen des Masterplans künftig öffentlichkeitswirksam begleiten. Aus erster Hand informierten sich die Mitglieder in ihrer konstituierenden Sitzung über die aktuellen Planungsstände und die technischen Details zum Projekt. Der Projektgruppenleiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Karl-Hermann Metz, hob dabei hervor, wie wichtig eine Beteiligung der Öffentlichkeit im Planungsprozess sein kann: „Die Planungen für mehrere Talbrücken konnten bereits ohne förmliche Planfeststellungsverfahren vorbereitet werden. Das spart wertvolle Zeit und Ressourcen!“

Die Lennetalbrücke befindet sich bereits im Neubau. Derzeit werden die Vorbereitungen für die Erneuerung der Talbrücken Kattenohl und Brunsbecke (Hagen) sowie die Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach (Wilnsdorf) getroffen.

Die nun gestartete zusätzliche Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Masterplans wird eng mit der bereits sehr weitgehenden Informationsarbeit des Landesbetriebs abgestimmt. Sie richtet sich an die breite Öffentlichkeit und soll Interesse wecken und Unterstützung für das Mammutprojekt einwerben. Ergänzend zum Kommunikationskonzept des Landesbetriebs sollen hierzu unter anderem, abhängig vom Baufortschritt, orts- und baustellenbezogene Arbeitsgruppen mit Bürgermeistern und Planern eingerichtet werden. Im Verlauf dieses Jahres wird mit einer eigenen Homepage ein zusätzliches Informationsangebot im Internet geschaffen, das den Planungs- und Baufortschritt aktuell wiedergibt und über alle begleitenden Aktivitäten berichtet. Für alle Fragen zum Masterplan A45 wurde bei der IHK Siegen eine Kontaktstelle eingerichtet. Ansprechpartner ist Hans-Peter Langer, Tel. 0271 3302-313, E-mail: [email protected]

Im Beirat Masterplan A45 wirken mit: die Landräte Frank Beckehoff und Thomas Gemke, die Bundestagsabgeordneten Willi Brase und Matthias Heider, die Landtagsabgeordneten Gordan Dudas und Thorsten Schick, der stv. Bundesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Klaus Brunsmeier, der Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, Stefan Schreiber, der Vorsitzende der Unternehmerinitiative A45, Marc Simon, Prof. Dr. Jürgen Steinbrecher (Universität Siegen), Thomas Westphal (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund), die Verkehrsreferenten der IHKs Dortmund, Hagen und Siegen, sowie vom Landesbetrieb Straßenbau NRW Thomas Rensing (Regionalleiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW), Ludger Siebert (Leiter der Niederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßenbau NRW) sowie Karl-Hermann Metz (Projektgruppenleiter A45).

(Redaktion)


 


 

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