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Förderung regenerativer Energien

Stadt Iserlohn steigt auf Öko-Strom um

Auch die Stadtwerke haben sich die Förderung klimafreundlicher Energieformen schon lange auf die Fahnen geschrieben. So liegt der Anteil von echtem Ökostrom im Strommix des heimischen Energieversorgers bereits heute schon bei rund 41 Prozent und damit deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt

Stadt Iserlohn steigt auf Öko-Strom um - Iserlohner Stadtwerke stellen kostenneutral um Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Iserlohn und der Stadtwerke Iserlohn GmbH

Iserlohn. Die Stadt Iserlohn meint es ernst mit der Förderung regenerativer Energien: Als erste Stadt im Märkischen Kreis steigt Iserlohn jetzt komplett auf Öko-Strom um. Sämtliche städtische Immobilien werden künftig ausschließlich mit grünem Strom versorgt. Allein pro Monat sind dies etwa 675.000 kWH Strom.

Nachdem schon seit längerem Gespräche zwischen Stadt und Stadtwerken Iserlohn zu diesem Thema stattgefunden haben, war der Auslöser für den kurzfristigen Umstieg ein Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen für die Sitzung des Rates am 12. April. Darin formulieren sie, dass die Verwaltung schnellstmöglich beauftragt werden solle, mit den Iserlohner Stadtwerken zu verhandeln, mit dem Ziel zukünftig nur noch regenerative Energie - Strom und Gas - für die städtischen Einrichtungen zu beziehen.

Was den Strom betrifft, kann die Stadt nun bereits Vollzug melden. Und - ein Kostenaufschlag fällt für den Öko-Strom nicht an. Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Klaus Weimer dazu: "Mit diesem Leuchtturmprojekt wollen wir in eine neue Strom-Ära starten. Spätestens durch die Ereignisse in Japan sollte wirklich jedem klar geworden sein, dass der Strom der Zukunft nur grün sein kann."

Aus Sicht der Stadt gibt es zur Umstellung auf Ökostrom keine vertretbare Alternative. "Unser erklärtes Ziel ist die Förderung regenerativer Energien. Da müssen wir als Stadtverwaltung auch mit gutem Beispiel vorangehen", erläutert Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Für die Stadt, die jährlich etwa 8,1 GWh Strom verbraucht, fallen durch die Umstellung keinerlei Mehrkosten an.

Im Gegenteil: Bürgermeister Dr. Ahrens ist sich sicher, dass auf diese Weise langfristig Ersparnisse erzielt werden: "Einen Teil des Strompreises reinvestieren die Stadtwerke Iserlohn direkt in den Ausbau erneuerbarer Energien in unserer Region. Das sichert unsere zukünftige Stromversorgung und garantiert damit auch langfristig Strompreise, die bezahlbar sind." Die Stadt Iserlohn hat sich bereits im Zuge der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans eindeutig zur regenerativen Energie - in diesem Falle Windenergie - bekannt.

Auch die Stadtwerke haben sich die Förderung klimafreundlicher Energieformen schon lange auf die Fahnen geschrieben. So liegt der Anteil von echtem Ökostrom im Strommix des heimischen Energieversorgers bereits heute schon bei rund 41 Prozent und damit deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt: In den Netzen der deutschen Versorger fließt in der Regel nur ein Stromanteil aus erneuerbaren Energien von 17 Prozent. "Wir haben uns nun entschlossen, unser Angebot an Ökostrom massiv auszuweiten - mittlerweile betreiben wir auch eigene Erzeugungsanlagen - und wollen damit auch die steigende Nachfrage vor dem Hintergrund der aktuellen Atomdiskussion bedienen", so SWI-Geschäftsführer Dr. Klaus Weimer. "Daher freuen wir uns, wenn die Stadtverwaltung hier als Zugpferd vorangeht."

Auch die Kunden der Stadtwerke Iserlohn können auf Ökostrom umsteigen. Eine Strompreiserhöhung wird es in diesem Zusammenhang nicht geben. Der heimische Energieversorger wird dazu in den kommenden Wochen noch gezielt per  Anschreiben informieren.

(Redaktion)


 


 

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