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Iserlohn

Stadt Iserlohn erteilt BSP Betriebserlaubnis unter strengen Auflagen

Unter strengen Auflagen hat die Stadt Iserlohn heute der Firma BSP Silikon-Profile GmbH die bauordnungsrechtliche Erlaubnis zur betrieblichen Nutzung eines Teiles des neu errichteten Gebäudes im Gewerbegebiet Kalthof Zollhaus erteilt.

Iserlohn. Unter strengen Auflagen hat die Stadt Iserlohn heute der Firma BSP Silikon-Profile GmbH die bauordnungsrechtliche Erlaubnis zur betrieblichen Nutzung eines Teiles des neu errichteten Gebäudes im Gewerbegebiet Kalthof Zollhaus erteilt. Grundlage dafür ist unter anderem eine fachliche Einschätzung des Märkischen Kreises als zuständige Immissionsschutzbehörde. Die Stadt Iserlohn hatte um diese Beurteilung gebeten, um bei ihrer Erlaubnis sichergehen zu können, dass von diesem Betrieb keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgehen wird. Hintergrund ist die Diskussion um eine anhaltende PCB-Problematik in Ennepetal, wo das Unternehmen ebenfalls einen Betrieb unterhält. Durch die Untersuchung von Ausflockungen, die von dem Betrieb stammen, hat sich dort herausgestellt, dass damit PCB 47 in die Umgebung gelangt ist. Fest steht mittlerweile, dass das gesundheitsgefährdende PCB 47 dadurch entsteht, dass die silikonverarbeitende Firma bei ihrer Produktion Chlor als sogenannten Vernetzer einsetzt.

Die wichtigste Auflage, die der Betrieb in Iserlohn einzuhalten hat, ist, dass ausschließlich chlorfreie Vernetzer eingesetzt werden dürfen. Damit ist ein Entstehen von PCB im Produktionsprozess nach fachlicher Einschätzung ausgeschlossen. Außerdem hat die Firma weitere Auflagen zu erfüllen, die sich auf Hallenluft und Staubkonzentrationen beziehen. Das Einhalten der Auflagen muss durch regelmäßige Messungen nachgewiesen werden, die den zuständigen Behörden vorzulegen sind. Die Stadt Iserlohn beabsichtigt, zusätzlich zu den vom Unternehmen beauftragten Messungen, eigene Untersuchungen durchzuführen.

Zum Hintergrund: Der Grundstücksverkauf an die BSP Silikon-Profile GmbH fand im Februar 2019 statt. Zu diesem Zeitpunkt war der Stadt Iserlohn die PCB-Problematik des Unternehmensstandortes Ennepetal nicht bekannt. Die Baugenehmigung wurde im Juli 2019 erteilt. Erstmalig ist die Stadt Iserlohn im Dezember 2019 durch einen Hinweis des Märkischen Kreises auf die PCB-Problematik in Ennepetal aufmerksam geworden. Seitdem steht die Stadt Iserlohn in enger Abstimmung mit dem Märkischen Kreis als Untere Immissionsschutzbehörde und der Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Arbeitsschutzbehörde.Die Firma BSP Silikon-Profile GmbH gehört zu dem mittelständischen Unternehmen BIW, das sich auf Dichtungs- und Schutzsysteme spezialisiert hat. Es gilt als Weltmarktführer in seiner Branche. Am Standort Iserlohn sollen durch die neue Produktion 40 Arbeitsplätze geschaffen werden.

(Redaktion)


 


 

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