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Kemper in Olpe beeindruckt mit Ausbildungsleistung

Siegen/Olpe. Die Firma Kemper in Olpe setzte im Jahr 2006 rund 175 Millionen Euro um, wobei der Exportanteil bei rund 30 Prozent lag. „Das Unternehmen liegt stabil im Markt und dies ist nicht zuletzt unseren erheblichen Aktivitäten in der Personalentwicklung sowie der Erstausbildung zuzuschreiben.“ Mit diesen Worten beschrieb Geschäftsführer Rupprecht Kemper vor den Mitgliedern des Berufsbildungsausschusses der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) die Wettbewerbssituation der Gebr. Kemper GmbH & Co. KG in Olpe.

Intensiver Wettbewerb erfordert bestens geschultes Personal

Das Unternehmen entwickele, produziere und vertreibe Sanitärarmaturen für die Trinkwasserinstallation, anspruchsvolle Gussteile sowie gewalzte Bänder aus Bronze und anderen Kupferlegierungen für die Automobil- und Kommunikationsindustrie.
Der Wettbewerb sei wesentlich intensiver und nur mit einer hoch motivierten Mannschaft, mit ständigen Produkt- und Verfahrensinnovationen sowie mit ausgeprägter Flexibilität zu bestehen. Der Berufsbildungsausschuss, der unter Leitung seines Vorsitzenden Willi Brase (MdB) zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen kam, war beeindruckt von der Intensität, mit der Kemper insbesondere die Personalentwicklung betreibt.
Bei 560 Mitarbeitern werde seit Jahren regelmäßig eine Ausbildungsquote von rund neun Prozent erreicht. „Beispielhaft und nachahmenswert“ nannte Brase diese Ausbildungsleistung des Familienunternehmens.
Inhaltlich befassten sich die Mitglieder des Ausschusses mit der gegenwärtigen Lehrstellenlage in Siegen-Wittgenstein und Olpe. Dabei würdigten sie, dass die Unternehmen in Industrie und Handel die Zahl der Lehrverträge im vergangenen Jahr um satte 9,1 Prozent gesteigert hätten. Dennoch bleibe auch in den kommenden Jahren viel zu tun. Vor allem Hauptschüler hätten mittlerweile erhebliche Schwierigkeiten, Lehrstellen zu erhalten. Lediglich knapp ein Drittel schaffe diesen Übergang reibungslos. Noch dramatischer sei die Situation der Förderschüler.
IHK-Geschäftsführer Klaus Gräbener betonte, dass gerade vor diesem Hintergrund die derzeitige Lage trotz der erfreulichen Zuwächse nach wie vor ernsthaften Anlass zur Sorge biete. Er informierte den Ausschuss über den Umsetzungsstand einiger Projekte und Programme, die Perspektiven für junge Menschen schaffen sollen. Dabei stand die vom Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen entwickelte und in diesen Wochen gestartete Lehrgangsinitiative „Haus der Berufsvorbereitung“ im Mittelpunkt der Erörterungen. Sie soll in den nächsten drei Schuljahren für bis zu 360 Schüler eine konkrete Ausbildungsperspektive in Siegen-Wittgenstein schaffen. Gräbener: „Wir wollen mit dieser Initiative alle die fördern, die sich bereits in der zehnten Klasse fordern lassen.“

(Redaktion)


 


 

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