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Auswege aus der Zwickmühle

KGSt-Tagung im Kreishaus

Der Kreis Soest setzt dagegen verstärkt auf Ausbildung. Das erläuterte Ulrike Burkert, Personalentwicklerin in der Zentralen Steuerungsunterstützung des Kreises Soest den KGSt-Gutachtern, als sie über das aktuelle Projekt „Demografischer Wandel und Personalmanagement“ referierte. Sie machte an der Altersstruktur der Kreiserwaltung Soest deutlich, wie sich Zurückhaltung bei Ausbildung rächt.

KGSt-Tagung im Kreishaus: Auswege aus der Zwickmühle Gutachter diskutierten über Haushaltskonsolidierung und Personalmanagement

Kreis Soest (kso.2010.05.05.190.-rn). Auf der einen Seite haben die Kommunen den Zwang zu sparen, auf der anderen Seite gebietet die demographische Entwicklung und das abzusehende Altern der Gesellschaft, eine zielgerichtete Personalentwicklung zu betreiben.

Wie kann das gelingen?
Mit dieser Frage beschäftigte sich der KGSt-Gutachterausschuss Personalmanagement, dem Kreisdirektor Dirk Lönnecke angehört, während einer zweitägigen Tagung im Soester Kreishaus.
Ein Ausweg auf der Zwickmühle zu finden, die sich aus dem Spagat zwischen Konsolidierungsbemühungen und Personalmanagement ergibt, scheint vor allem für die Kommunen unmöglich, deren Nothaushalte externe Einstellungen, Beförderungen oder Höhergruppierungen bei Versetzungen unmöglich machen. Ruhrgebietsstädte können sogar schon nicht mehr ausbilden, um gegenzusteuern.

Der Kreis Soest setzt dagegen verstärkt auf Ausbildung. Das erläuterte Ulrike Burkert, Personalentwicklerin in der Zentralen Steuerungsunterstützung des Kreises Soest den KGSt-Gutachtern, als sie über das aktuelle Projekt „Demografischer Wandel und Personalmanagement“ referierte. Sie machte an der Altersstruktur der Kreiserwaltung Soest deutlich, wie sich Zurückhaltung bei Ausbildung rächt. Das derzeitige Durchschnittsalter liegt bereits bei 43,7 Jahren. Vor allem die 30- bis 40-Jährigen sind unterrepräsentiert. Eine Folge davon, dass in den 1980er Jahren zu wenig ausgebildet wurde. „Wir wollen uns deshalb heute auf dem Arbeitsmarkt und bei allen Jugendlichen der Region als attraktiver Arbeitgeber bekanntmachen und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch attraktive Arbeitsplätze gewinnen und halten“, erläuterte Ulrike Burkert die aktuellen Zielsetzungen.

Im Hinblick auf die Personalentwicklung würden lebenslanges Lernen gefördert, gezielte Maßnahmen für Assistenzkräfte angeboten und Fachkarrieren entwickelt. Ein gezieltes Gesundheitsmanagement solle der Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienen.

Der Ausschuss behandelte eine Fülle weiterer Themen. So befassten sich die Mitglieder unter anderem mit der Technisierung von Arbeitsprozessen und deren Auswirkungen auf die Anforderungsprofile von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Veränderungen der Arbeitszeitformen und Arbeitsorte angesichts des demographischen Wandels. Außerdem ging es um kommunale Organisationspolitik, interkulturelles Personalmanagement und betriebliches Eingliederungsmanagement.

Die 1949 in Köln gegründete Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ist das von Städten, Gemeinden und Kreisen gemeinsam getragene Entwicklungszentrum des kommunalen Managements. Über 1.650 Kommunalverwaltungen und Träger öffentlicher Aufgaben arbeiten in der KGSt zusammen. Neben dem kleinen Stab von zurzeit etwa 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KGSt-Geschäftsstelle erstellen über 300 „Gutachter“, alle ehrenamtlich tätige und erfahrene Praktiker aus Kommunalverwaltungen, die KGSt-Empfehlungen.

(Redaktion)


 


 

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