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Konjunktur

IHK Siegen: Industrieumsätze ziehen deutlich an

Der Industrieumsatz hat im März 2017 einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Im ersten Quartal verzeichneten die Betriebe ab 50 Beschäftigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein sattes Plus von 12,5 %

Siegen/Olpe. Der Industrieumsatz hat im März 2017 einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Im ersten Quartal verzeichneten die Betriebe ab 50 Beschäftigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein sattes Plus von 12,5 %. Während der Inlandsumsatz „nur“ um 5 % kletterte, zog der Export um 23,8 % an. Das ergibt die aktuelle Auswertung der amtlichen Umsatzdaten im Verarbeitenden Gewerbe, die die Industrie- und Handelskammer Siegen nun vorlegte. „Im Januar entwickelte sich der Umsatz noch eher verhalten. Im Februar und dann vor allem im März gewann er bemerkenswerte Dynamik. Aktuell verzeichnen alle wichtigen Industriebranchen in beiden Kreisen Zuwächse. Dass sowohl Inlands- als auch Auslandsumsätze so deutlich anziehen, ist außerordentlich erfreulich“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener die aktuelle Entwicklung. Damit untermauern die Industrieumsätze nun auch die gute Stimmung, die die regionalen Unternehmen in der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage vermittelten: Im April stieg der Konjunkturklimaindex gegenüber dem Jahresbeginn um weitere acht Zähler auf 128 Punkte an. Dieses Niveau erreichte er zuletzt im März 2007. 

„Dennoch warnen wir vor zu viel Euphorie. Bei den Investitionen spüren wir immer noch teils erhebliche Zurückhaltung. Etlichen Unternehmen fehlt offenbar nach wie vor das Zutrauen. Zu zahlreich sind die fast täglich vernehmbaren Krisenmeldungen, zu ausgeprägt erscheinen vielen die geopolitischen Unsicherheiten“, betont IHK-Konjunkturexperte Stephan Jäger. Auch sei die gute Konjunkturentwicklung von positiven Sonderfaktoren begünstigt worden, die nicht von Dauer sein müssten: Keiner wisse, wie lange sich der für Exporte günstige niedrige Außenwert des Euros, die niedrigen Zinsen und der relativ niedrige Ölpreis auf Dauer so hielten. Wie unkalkulierbar die Verhältnisse seien, erkenne man nicht zuletzt daran, dass der Euro in den vergangenen Wochen spürbar an Wert gegenüber dem Dollar gewonnen habe.
Beim regionalen Maschinenbau bleibt der Inlandsumsatz mit einem Minus von 22,2 % zudem ein Schwachpunkt. Da aber der Export in dieser Branche mit einem Zuwachs von 45,3 % außerordentlich gut verlief, wuchs der Gesamtumsatz um 6,8 %. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen, hierunter fallen sehr viele Autozulieferer der Region, stieg der Umsatz insgesamt um 10,9 %. Inlands- (+ 10,0 %) und Auslandsumsatz (+12,4 %) trugen etwa im gleichen Maße dazu bei. Die Metallerzeuger und -bearbeiter, darunter etwa die hiesigen Rohrhersteller und Gießereien, steigerten ihre Umsätze insgesamt um 19,6 %. Vor allem das Inlandsgeschäft zog hier um 23,1 % an. Der Export der Branche legte um 15,1 % zu. Klaus Gräbener: „Für die Rohrhersteller und die Gießereien ist dies ein Hoffnungsschimmer, zum ersten Mal seit etlichen Monaten. Die Unternehmen dieser Wirtschaftszweige haben lange auf positive Impulse gewartet. Hoffentlich trägt die Entwicklung.“

(Redaktion)


 


 

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