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Kreis Soest

Zusätzliche tragfähige Säule der Abfallwirtschaft

Abfallverbrennungsanlage Bielefeld entsorgt künftig 12.000 Tonnen Abfall aus dem Kreis

Kreis Soest (kso.2016.12.19.542.-rn). Die MVA Bielefeld Herford GmbH entsorgt ab 2018 in ihrer Abfallverbrennungsanlage im Bielefelder Stadtteil Heepen jährlich ein Abfallkontingent aus dem Kreis Soest in Höhe von 8.000 bis 12.000 Tonnen. Einen Vertrag über eine entsprechende Lieferung mit einer Laufzeit von fünf Jahren haben in Gegenwart von Landrätin Eva Irrgang im Soester Kreishaus Jürgen Schrewe, Geschäftsführer der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG), und MVA-Geschäftsführer Rainer Müller unterschrieben.

„Das ist ein wichtiger Baustein für die heimische Abfallwirtschaft ab 2018 und ein entscheidender Beitrag für die Entsorgungssicherheit und die Gebührenstabilität in den nächsten Jahren“, freut sich Landrätin Eva Irrgang. Die Verwaltungschefin ist Mitglied des Aufsichtsrates der Eissportverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Kreises Soest (EVB), die zu 58 Prozent an der ESG beteiligt ist.

Derzeit werden ca. 23.000 Tonnen in der Müllverbrennungsanlage Hamm behandelt. Der Liefervertrag läuft Ende 2017 aus. Jedoch wird darüber hinaus eine Anlieferung von rund 11.000 Tonnen in Hamm möglich sein, da der Kreis Soest über die EVB ab 2018 Gesellschaftsanteile am MVA-Hamm-Verbund in Höhe von 5,05 Prozent übernimmt. Diese Menge ist langfristig abgesichert. „Die EVB hat die Vertragsverhandlungen zum Beitritt am MVA-Hamm-Verbund im laufenden Jahr geführt und an der Gestaltung der Verträge mitgewirkt. Wir freuen uns, zukünftig auch auf betriebliche Belange Einfluss nehmen zu können“, blickt Jürgen Schrewe, der in Personalunion auch EVB-Geschäftsführer ist, optimistisch nach vorn.

Für die ab 2018 notwendige Differenzmenge von ca. 12.000 Tonnen habe die EVB eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, aus der die Anlage Bielefeld als bester Bieter hervorging. Zur MVA Bielefeld bestünden schon über eine Tochtergesellschaft der ESG (BRG) seit längerem gute und verlässliche Vertragsbeziehungen.

Mit dem neuen Vertrag verfüge die Abfallwirtschaft im Kreis Soest mit der Bielefelder Anlage (neben der MVA Hamm) nun über eine zusätzliche tragfähige Säule. Auch eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung an der MVA Bielefeld Herford GmbH werde derzeit geprüft. Schrewe weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass ein wichtiges Standbein der regionalen Abfallwirtschaft nach wie vor die mechanische Aufbereitungsanlage der Zementwerke Wittekind zur Gewinnung von Brennstoff aus Müll (BRAM) ist. Sie erzeuge pro Jahr 20.000 Tonnen an Sekundärbrennstoffen, die als Kohleersatz im Zementwerk als Brennstoff eingesetzt werden. Jürgen Schrewe: „Bei Stillstand der mechanischen Aufbereitung ist eine Ausweitung der vertraglich neu geregelten Kapazitäten möglich, so dass auch in dieser Hinsicht ein Plus an Entsorgungssicherheit für den Kreis Soest geschaffen wurde.“

Auch wirtschaftlich seien die beiden neuen Kontingente interessant. „Auf mehreren Beinen zu stehen, ist in Zeiten von Revisionen, schwankenden Abfallmengen und Stillständen wichtig für die Entsorgungssicherheit der kommunalen Abfälle“, bringt der Geschäftsführer von ESG und EVB die Vorteile der vorgenommenen Weichenstellungen auf den Punkt.

(Redaktion)


 


 

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