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Konzentrierte Dosis Zeitkritik

Karikaturen von Gerhard Mester bis zum 28. Mai im Kreishaus-Foyer zu sehen

Frau Soldat wies darauf hin, dass es sich bereits um die fünfte Ausstellung der Reihe „Mit spitzer Feder“ handelt, die gemeinsam vom Kunstverein Kreis Soest und vom Kreis Soest ist Leben gerufen wurde. Die Reihe und der Titel der Ausstellung seien Programm. Gerhard Mester setze sich mit wachem Blick in seinen Werken kritisch mit Entwicklungen in Gesellschaft, Bildung, Umwelt und Politik auseinander.

Kreis Soest (kso.2010.05.04.195.-rn). Vizelandrätin Irmgard Soldat hat am Dienstag, 4. Mai 2010, im Foyer des Kreishauses die Ausstellung „Es kann nur besser werden“ mit 50 Karikaturen zum Zeitgeschehen von Gerhard Mester eröffnet. Sie freute sich, den Wiesbadener Künstler, der zu den zehn bedeutendsten Presse-Zeichnern in Deutschland gezählt wird, persönlich begrüßen zu können.

Frau Soldat wies darauf hin, dass es sich bereits um die fünfte Ausstellung der Reihe „Mit spitzer Feder“ handelt, die gemeinsam vom Kunstverein Kreis Soest und vom Kreis Soest ist Leben gerufen wurde. Die Reihe und der Titel der Ausstellung seien Programm. Gerhard Mester setze sich mit wachem Blick in seinen Werken kritisch mit Entwicklungen in Gesellschaft, Bildung, Umwelt und Politik auseinander. „Seine Karikaturen führen uns die Unzulänglichkeiten in Politik und Gesellschaft vor Augen. Die Bilder rütteln auf und fordern auch dazu auf, Verantwortung zu übernehmen.“

Antje Prager-Andresen, stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins Kreis Soest, würdigte Gerhard Mester als einen Karikaturisten, der sich von Jugend an immer wieder mit ethischen und sozialpolitischen Fragen auseinandergesetzt habe. Die Ausstellung zeige zusammengefasst, konzentriert und komprimiert seine Arbeit aus den vergangenen Jahren, die einer großen Öffentlichkeit in Abbildungen im politischen Teil der Zeitungen „in therapeutischen Dosen bereits verabreicht“ worden sei.

Ein Karikaturist sei ein zeichnender Moralist, der sein Handwerk perfekt beherrschen müsse, betonte Frau Prager-Andresen. Nur bei größter handwerklicher Perfektion und hohem künstlerischen Anspruch werde er Beachtung finden. Die „leichte Kunst“ sei schwer und der Grat zwischen Witz und Humor und Lächerlichkeit äußerst schmal. Daran knüpfte Gerhard Mester in einer kurzen Ansprache an. Sein moralisches Fundament – er habe eine strenge katholische Erziehung genossen – helfe ihm bei der Auseinandersetzung mit den wichtigen Themen. Leider setze die heutige Comedy nur auf Witz, statt auf bissigen Humor.

Dass Gerhard Mester trotz seiner Wurzeln auch die katholische Kirche mit seiner feinen Ironie ins Visier nimmt, das belegen einige der Karikaturen, die im Kreishaus-Foyer noch bis zum 28. Mai  sehen sind.

(Redaktion)


 


 

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