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Wanderausstellung

Ausstellung des VdK im Kreishaus

VdK-Bezirksgeschäftsführer Bernd Scherer überraschte die Gäste der Ausstellungseröffnung mit der Aussage: „Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es weltweit gesehen nur 42 Tage Frieden.

„Was heißt hier Frieden?!“ So lautet der Titel der Wanderausstellung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. (VdK), die Landrat Thomas Gemke am Mittwoch, 19. Mai 2010, im Lüdenscheider Kreishaus eröffnete. Arbeit für den Frieden sei, Stichwort Afghanistan, heute noch genauso aktuell wie zur Zeit der Gründung des Volksbundes vor mehr als 90 Jahren, so der Landrat. „Dort sterben auch deutsche Soldaten. In Deutschland trauern wieder Menschen um ihre Angehörigen.“ Für ihn sei es ein Glücksfall, in seinen 52 Lebensjahren nur Frieden erlebt zu haben.

Die Ausstellung, die sich insbesondere an junge Menschen richte, wolle dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und für gegenseitiges Verständnis zu werben. „Gewalt, Intoleranz und Diskriminierung gibt es nicht nur in Kriegen“, verdeutlichte Landrat Gemke, der auch Vorsitzender des Volksbund-Kreisverbandes Märkischer Kreis ist.

VdK-Bezirksgeschäftsführer Bernd Scherer überraschte die Gäste der Ausstellungseröffnung mit der Aussage: „Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs  gab es weltweit gesehen nur 42 Tage Frieden.“ Der Erste Weltkrieg, quasi die Ur-Katastrophe, habe 17 Millionen Menschenleben gekostet. Der Zweite Weltkrieg sogar 55 Millionen. Scherer: „Keine Familie, die nicht von Verlust von Angehörigen betroffen war.“ Noch immer würden jährlich zwischen 35.000 und 40.000 Kriegstote geborgen und auf Kriegsgräberstätten beigesetzt.

„Vorurteile abbauen“, „Gemeinsam gegen Krieg und Gewalt“ sowie „Erinnern für die Zukunft“: Das seien die drei Elemente der Ausstellung, so der VdK-Bezirksgeschäftsführer. Sie umfasse insgesamt 48 Schautafeln. Bernd Scherer: „Wir wollen mit der Ausstellung Schüler und Lehrer anregen, sich mit den Themen Gewalt, Krieg, Gedenken, Versöhnung und Verständigung auseinander zu setzen.“

Die Ausstellung „Was heißt hier Frieden?!“ ist noch bis zum 1. Juni zu den üblichen Öffnungszeiten im Bürgerbüro des Märkischen Kreises im Lüdenscheider Kreishaus zu sehen.

(Redaktion)


 


 

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