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Lippstadt

Preisverleihung für neues IQ - Innovation Quarter

Das Preisgericht hatte Mitte März die Sieger und die Anerkennungen für den Architekturwettbewerb für das neue Innovationzentrum in Lippstadt – das Innovation Quarter - bekannt gegeben.

Das Preisgericht hatte Mitte März die Sieger und die Anerkennungen für den Architekturwettbewerb für das neue Innovationzentrum in Lippstadt – das Innovation Quarter - bekannt gegeben. Nun begrüßte Johannes Althoff, Geschäftsführer der Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt mbH (GWL), als zukünftiger Bauherr zahlreiche Gäste zur Preisverleihung in der "Alten Kapelle" in der Stadtbücherei.

Einleitend rief er den besonderen Hintergrund des Projektes kurz in Erinnerung. Die GWL sei seit einigen Jahren Eigentümer des Grundstückes, des ehemaligen KU-Geländes gewesen. Gemeinsam mit der Stadt Lippstadt habe man für diese besondere Lage eine herausragende Nutzung angestrebt. Dies betonte auch Bürgermeister Sommer in seiner kurzen Ansprache.
Das nun entstandene gemeinsame Projekt, welches von den zukünftigen Hauptnutzern HELLA, HBPO und der Hochschule Hamm-Lippstadtmit forciert sei, biete genau diese Chance in besonderem Maße.

Mit Martin Schüler, Geschäftsführer der HBPO GmbH, und Matthias Wiehen, Executive Vice President der HELLA GmbH & Co. KGaA, waren auch zwei Vertreter der zukünftigen Hauptnutzer und Preisrichter zu Gast. Beide zeigten sich begeistert vom bisherigen Projektverlauf sowie von "der Art des kreativen und konstruktiven Austausches", so Martin Schüler. Begeistert habe auch, wie letztendlich in den vorgeschlagenen Entwürfen ihre speziellen Ansprüche an die Nutzungsart des Gebäudes umgesetzt wurden. Man sei sich der besonderen Herausforderungen an den Neubau sehr bewusst gewesen und wollte "für Lippstadt etwas Neues schaffen", betonte Matthias Wiehen.

Verantwortlich für die Wettbewerbsbetreuung war das Büro Drees & Huesmann aus Bielefeld. Inhaber Reinhard Drees gab einen kurzen Überblick über die gesamte Ausschreibung des Projektes, die europaweit erfolgen musste. Insgesamt 247 Bewerbungen habe es gegeben, was nach dem vorgeschriebenen Auswahlprozess letztendlich zu 14 Entwürfen verschiedener Büros geführt habe. Diesen zollte Drees höchsten Respekt, weil der vorgegebene Zeitrahmen extrem eng gewesen sei und die Teilnahme an einer solchen Ausschreibung ein Büro durchschnittlich 15.000 € bis 20.000 € koste. Ein Preisgericht werde immer überregional besetzt, daher sei es in diesem Fall umso schöner und überraschender, dass zwei Lippstädter Entwürfe in dem anonymisierten Verfahren die Spitzenpositionen eingenommen haben.

In der sich anschließenden Preisverleihung stellten die Gewinner ihre Ideen noch einmal selbst vor. Carsten Rinsdorf und Marei Ströcker von Rinsdorf Ströcker Architekten (RSA) betonten, dass sie mit sehr viel Leidenschaft eine offene zukunftsorientierte Arbeitsumgebung schaffen wollten, in der sie auch selbst gern arbeiten würden. "Wir haben einfach das geplant, was wir gut finden und uns dabei an die Vorgaben der Ausschreibung gehalten", schwärmte Carsten Rinsdorf. Ganz wichtig sei auch, dass man großzügige Flächen für Kommunikation schaffe, "das funktioniert nicht im Treppenhaus", war Rinsdorf überzeugt. Daher sei das Gebäude eingeschossig und habe einen "Market place". Marei Ströcker wies auf die besondere Qualität der grünen Lichthöfe hin: "So etwas braucht man einfach, wenn man gut arbeiten will, man kann entspannen und wieder auftanken."

Der zweite Preis ging an das Büro Eling Architekten, ebenfalls aus Lippstadt. Christian Eling betonte, dass man mit dem Entwurf ein Tor zu Lippstadt schaffen wolle und die Trilogie aus Lehre, Forschung und Entwicklung in eine Form gebracht habe. Das Zentrum der dreieckigen Grundform des Gebäudes bilde der Innenhof mit Bereichen für Kommunikation und Entspannung. Eine kreative Lamellenfassade aus Metall verleihe dem Entwurf einen besonderen modernen Charakter.

In den kommenden Wochen fänden nun eine Wirtschaftlichkeitsprüfung und intensive Abstimmungsgespräche der GWL mit den drei zukünftigen Hauptnutzern statt, damit die Umsetzung zügig starten könne, betonte Johannes Althoff abschließend im Gespräch. Hierbei könnten sich durchaus noch Änderungen ergeben und erst dann wisse man, was tatsächlich gebaut werde.

(Redaktion)


 


 

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