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Lokale Wirtschaft

Unnaer Gewerbesteuerergebnis 2015 auf Höchststand

Spitzenwert erreicht fast 29 Mio. Euro

Kreisstadt Unna. Die Kreisstadt Unna kann für das Jahr 2015 ihr höchstes Gewerbesteueraufkommen verzeichnen. Die tatsächlich in der Stadtkasse vereinnahmte Gewerbesteuer beläuft sich zum 31.12.2015 auf insgesamt 28,9 Millionen Euro und liegt damit um 4,1 Millionen Euro oder 16,5% über dem Vorjahresaufkommen. Damit ist das Ergebnis deutlich besser ausgefallen als ursprünglich geplant.

"Das beste Gewerbesteuerergebnis in der Geschichte unserer Stadt kann einen Kämmerer nur positiv stimmen. Das sehr gute Steueraufkommen spiegelt die ordent­liche konjunkturelle Lage unserer Wirtschaft wieder. Nach den Vorgaben unseres Haushaltssicherungskonzeptes wandern die erzielten Steuermehreinnahmen 1:1 in den Schuldenabbau und helfen uns insofern bei der Beschleunigung unseres Ent­schuldungsprozesses“, so Unnas Erster Beigeordnete und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle.
Das Steuerergebnis wird durch hohe Gewerbesteuereinnahmen im ersten Halbjahr geprägt und war ursprünglich nicht so erwartet worden. Aufgrund der positiven Steu­erentwicklung konnte der Haushaltsplanansatz 2015 im ersten Nachtragshaushalts­plan von 22,5 Millionen € um 4 Millionen € auf 26,5 Millionen € angehoben werden. Das jetzige Steueraufkommen von fast 29 Millionen € liegt erfreulicherweise noch einmal deutlich über den Erwartungen der Kreisstadt Unna. Auf der Basis des jetzi­gen Ergebnisses wird eine Planfortschreibung allerdings nicht möglich sein, da im Jahr 2015 hohe einmalige Steuernachzahlungen verzeichnet werden konnten.

Jeweils 1/3 des Gesamtsteueraufkommens wurde von Betrieben erbracht, die ent­weder Zahlungen bis zu 50.000 € (871 Betriebe), bis zu 250.000 € (65 Betriebe) oder über 250.000 € (13 Betriebe) zu entrichten hatten. Die Anzahl der über 50.000 € zahlenden Betriebe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7 oder 10% auf nunmehr 78 Betriebe erhöht. Diese 78 Betriebe er­brachten rund zwei Drittel des gesamten Gewerbesteueraufkommens  Von den ins­gesamt 2.527 gewerbesteuerpflichtigen Betrieben mussten im letzten Jahr 1.578 Be­triebe oder 62,5% keine Gewerbesteuer zahlen.

„Unser hervorragendes  Gewerbesteueraufkommen wurde nahezu ausschließlich von mittelständischen Industrie-, Dienstleistungs-  und Handwerksunternehmen so­wie von unserer örtlichen Kaufmannschaft erbracht. Es stimmt mich immer noch un­endlich traurig, dass die international verflochtenen Großkonzerne ihre Steuerzah­lungen weiterhin legal in Steueroasen gestalten und minimieren können. Ich werde daher nicht müde immer wieder zu betonen, dass diese Ungerechtigkeiten im Steuer­system schnellstmöglich beseitigt werden müssen, da sie wie Gift auf unsere Gesell­schaft und die Finanzierung unserer staatlichen Aufgaben wirken“, so Mölle.

(Redaktion)


 


 

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