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Lokaler Handel

Bad Laasphe bleibt erreichbar

Händler sammelten Ideen, um die Zeit der Vollsperrung der B62 zu überbrücken

Siegen. Ideen gibt es zu Genüge. Und die braucht es nach Meinung der Bad Laaspher Händlerschaft auch, um die Kunden trotz der vierwöchigen Vollsperrung der B62 zwischen Bad Laasphe und Niederlaasphe in die Lahnstadt zu lotsen. Der Zeitraum, in dem diese Ideen greifen müssen, sei aber deutlich größer als besagte vier Wochen, darin waren sich die Händler einig, die zum von der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) einberufenen Ideen-Workshop erschienen waren. Bereits im Vorfeld hatte die IHK zu zwei Veranstaltungen eingeladen, um die Öffentlichkeit über die Baumaßnahme zu informieren. 

Wegen der Baustelle hätten zahlreiche Kunden generell den Eindruck erhalten, sie müssten um Bad Laasphe einen Bogen machen, fürchteten nicht wenige der anwesenden Händler einen generellen Imageschaden. Das habe bereits mit der halbseitigen Sperrung der B62 begonnen. „Eine Ampelphase dauert zwei Minuten“, hatte Kerstin Blöcher von der gleichnamigen Buchhandlung bereits die Stoppuhr bemüht. Sie pflichtete ihren Vorrednern bei: „Aufgrund der vorgeschlagenen Umfahrung werden wir zumindest in der Zeit der Vollsperrung deutlich mehr Verkehr auch aus Richtung Bad Berleburg bekommen.“ Und dieses vermehrte Verkehrsaufkommen könnte auch Kunden aus Richtung Westen abschrecken, so das Credo der Händler. Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz in der Kommunikation seien daher unabdingbar. 

Schließlich reichten die Ideen von Hinweistafeln bereits jetzt während der halbseitigen Sperrung entlang der Baustelle, um die Vollsperrung und die Umfahrung zu erläutern, über bildliche Darstellungen auf anzumietenden Plakatwänden im angrenzenden Hessen bis zur Erstattung der Fahrtkosten für Kunden, die mit der Bahn aus Richtung Biedenkopf anreisten. Auch Gutscheine für eine Tasse Kaffee, um die Wartezeit auf den Zug zurück nach Hessen zu verkürzen, die verstärkte Nutzung des Radweges entlang der B62 für Radfahrer sowie Hinweise auf die Baustelle auf Brot- und Brötchentüten wurden notiert. „Die Botschaft muss in jedem Fall sein: Bad Laasphe ist und bleibt erreichbar“, sagte Fotohändler Martin Achatzi. 

Um diese Botschaft zu verbreiten, werden ab sofort sämtliche die Baustelle betreffenden Informationen auf www.stadt-badlaasphe.de unter „Aktuelles“ ebenso wie auf der städtischen Facebook-Seite ( https://www.facebook.com/laasphe/ ) aufgelistet, sagte Jürgen Pospichal, Leiter des städtischen Fachbereichs Zentrale Dienste, Sicherheit und Ordnung, zu. Auch werde ein städtischer Mitarbeiter im ständigen Kontakt mit dem Bauleiter der Straßenbaumaßnahme sein, um umgehend neue Informationen weitergeben zu können. Last but not least werde die Stadt den Kontakt mit Straßen NRW aufgreifen, um die Machbarkeit der den Bauträger betreffenden Ideen zu überprüfen. 

Den Händlern bleibe in der derzeitigen Situation nicht anderes übrig, als den Sachverhalt offensiv anzunehmen, äußerte sich Marco Butz, Handelsreferent der IHK Siegen, abschließend. „Nur kreative Lösungen können die verständlicherweise unbefriedigende Lage überbrücken.“ Bei der Ideenfindung stehe die IHK den Betroffenen gern zur Seite.

(Redaktion)


 


 

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