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Hewitt-Studie

Lufthansa, SAP und BMW sind Deutschlands attraktivste Managementschmieden

Die Managementberatung Hewitt Associates hat zum dritten Mal die attraktivsten Arbeitgeber für Führungskräfte in Europa ermittelt. Lufthansa, SAP und BMW sind Deutschlands Beste unter den Top Ten der europäischen „Top Companies for Leaders 2007“. Die Liste der attraktivsten Arbeitgeber Europas wird angeführt von dem finnischen Unternehmen Nokia Corporation, gefolgt von der Großbank BBVA und dem Textilkonzern Inditex, beide aus Spanien. Erstmals wurde auch ein weltweites Ranking erstellt. Den weltweiten Vergleich führt General Electric an, gefolgt von Procter & Gamble und Nokia Corporation.

Hewitt Associates hat in Kooperation mit der RBL Group (gegründet von HR-Vordenker Dave Ulrich) und dem Fortune-Magazin 540 Unternehmen weltweit hinsichtlich ihrer Führungskultur, -strategien und -prozesse im Bereich der Führungskräfteentwicklung analysiert und bewertet, darunter 22 Unternehmen aus Deutschland. Neben einem ausführlichen Fragebogen wurden persönliche Interviews eingesetzt. Die Endauswahl der besten Unternehmen traf eine unabhängige Jury von europäischen Führungsexperten aus Wissenschaft und Praxis.

Führungsstrategie sollte zur Unternehmensstrategie passen Zwischen den Spitzenunternehmen und dem Rest gibt es signifikante Unterschiede. So richten 80 Prozent der Top-Unternehmen ihre Führungskräfteentwicklung an der Unternehmensstrategie aus, während dies nur 32 Prozent der übrigen Unternehmen tun. „Top Companies for Leaders in Europa verfolgen zum Beispiel mit der Besetzung von Führungspositionen und der Entwicklung von Nachwuchsführungskräften immer strategische Ziele. Neben einer wesentlich höheren Retention-Quote schafft diese Führungskultur deutliche Wettbewerbsvorteile“, so Nicole Dornhöfer, Projektleiterin der Hewitt-Studie in Deutschland.

Erfolgreiche Netzwerke durch verantwortungsvolle Führung Die Führungskräfte der besten Unternehmen sind in einem Punkt deutlich besser: sie nehmen die Verantwortung für die Entwicklung ihrer Top-Talente selbst in die Hand. Sie pflegen einen aktiven, direkten und verantwortungsvollen Führungsstil, investieren bis zu 50 Prozent ihrer Zeit in die Führung ihrer Mitarbeiter und suchen kontinuierlich den Kontakt zu den Talenten im Unternehmen. Persönliche Netzwerke und richtige Beziehungen werden immer wichtiger. 80 Prozent der europäischen Top-Unternehmen bieten High-Potentials die Chance, geschäftskritische Spitzenprojekte mit dem Vorstand zu erarbeiten. Lediglich 42 Prozent der übrigen Unternehmen offerieren diese Möglichkeit zum direkten Austausch mit der obersten Managementebene.

Den richtigen Führungsstil fordern und fördern Die attraktivsten Unternehmen für Führungskräfte fordern von ihren Spitzenkräften den gewünschten Führungsstil und messen das jeweilige Führungsverhalten. Zusätzlich fördern sie Führungsriege und Top-Talente durch spezielle Entwicklungsmöglichkeiten in einem ganzheitlichen Talent-Managementprozess und nutzen Vergütungssysteme, die unter anderem auch den Führungsstil berücksichtigen. „Die Top-Manager der besten Unternehmen kümmern sich persönlich um die Nachwuchskräfteentwicklung und bieten ihnen so eine längerfristige Perspektive. Dies kann vom informellen gemeinsamen Mittagessen bis hin zu einem Coaching oder Mentoringprogramm reichen“, sagt Nicole Dornhöfer.

Ohne Messbarkeit keine Verbesserung Während in allen Unternehmen das Geschäftsergebnis eine wichtige Messgröße darstellt, nutzen 90 Prozent der Top Companies for Leaders weitere Bewertungskriterien, um die Effektivität ihrer Führungskräfte zu messen. Zum Beispiel wird die Fähigkeit bewertet, wichtige Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden oder durch optimales Nachfolgemanagement offene Schlüsselfunktionen mit eigenen Mitarbeitern neu zu besetzen. Als weiteres Messkriterium wird die Fähigkeit genannt, Top Kandidaten am Arbeitsmarkt für das Unternehmen zu begeistern. „Unternehmen stehen immer größer und komplexer werdenden Herausforderungen gegenüber. Unsere Studienergebnisse zeigen deutlich, Erfolg ist dann möglich, wenn die entscheidenden Funktionsträger im Unternehmen die Führungsstrategie und die Methoden der Führungskräfteentwicklung verinnerlicht haben und das Thema Führung eng an alle relevanten Geschäftsprozessen geknüpft wird“, so Nicole Dornhöfer.

(Redaktion)


 


 

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