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Schneechaos im Märkischen Kreis Krisenstab übt im Kreishaus

Eingestürzte Dächer, verendete Tiere, Stromausfälle in Altena, Neuenrade, Herscheid und Nachrodt-Wiblingwerde. Von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaften, 18 vermisste Personen. Der Öffentliche Personennahverkehr bricht zusammen. In Veserde müssen 300 Menschen evakuiert und in einem Hotel untergebracht werden.

Schneechaos im Märkischen Kreis. Tagelange Schneefälle, Neuschnee bis zu 80 Zentimeter über Nacht. Der Verkehr bricht in weiten Teilen des südlichen Kreisgebietes völlig zusammen. Vier Tote und mehr als 40 Verletzte bei Verkehrsunfällen, zwei erfrorene Nichtsesshafte in Iserlohn. Auf der Autobahn und der Bundesstraße 54 stecken mehrere Hundert Autofahrer in ihren Fahrzeugen fest. Eingestürzte Dächer, verendete Tiere, Stromausfälle in Altena, Neuenrade, Herscheid und Nachrodt-Wiblingwerde. Von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaften, 18 vermisste Personen. Der Öffentliche Personennahverkehr bricht zusammen. In Veserde müssen 300 Menschen evakuiert und in einem Hotel untergebracht werden.

Ein Schreckensszenario, das so niemand erwartet hat. Glücklicherweise ist alles nur eine Übung für den Krisenstab des Märkischen Kreises sowie die Einsatzkräfte des. Fast 15 Stunden lang herrschte am Freitag und Samstag im Katastrophenschutz- und Lagezentrum des Lüdenscheider Kreishauses Hochbetrieb. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Institutionen und Hilfsorganisationen übten den Ernstfall. Mit dabei Vertreter der Feuerwehr, der Polizei, des DRK, des THW, der Deutschen Bahn AG, der MVG, der Bundeswehr, des Energieversorgers, der Telekom, Landwirtschaftskammer, des Landesbetriebs Straßen NRW, der Stadt Lüdenscheid, der Gemeinden Herscheid und Schalksmühle sowie der Kreisverwaltung.

Vom Einsatz der Hilfskräfte über die Beschaffung von Lebens- und Streumitteln, der Versorgung von Eingeschlossenen bis hin zur Einrichtung von Bürgertelefon, Personenauskunftsstelle und die Medienarbeit hatten die Übungsteilnehmer alle Koordinierungs- und Lenkungsaufgaben für ein solches Großschadensereignis zu erfüllen. Sie steuerten insgesamt 2.410 virtuelle Einsatzkräfte – unter anderem 1.790 von der Feuerwehr, 300 vom DRK, 250 vom THW. Weitere 2.400 Helfer wurden bei der Bezirksregierung in Arnsberg angefordert.

Aufmerksam und kritisch begleitet wurden alle getroffenen Entscheidungen und Maßnahmen von „firmitas“, dem Institut für Wirtschafts- und Sicherheitsstudien in Witten. Prof. Dr. Volker Schmidtchen und Dr. Hans-Walter Borries werden die Übung jetzt auswerten und ihre Ergebnisse in einigen Wochen den Mitgliedern des Krisenstabes vorstellen.

(Redaktion)


 


 

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