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McDonald´s Ausbildungsstudie

Deutschlands Azubis sind optimistisch und wollen Spaß bei der Arbeit

McDonald´s hat gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) den deutschen Ausbildungsmarkt untersucht. Die Studie zeigt, dass Jugendliche sehr optimistisch in ihre berufliche Zukunft blicken. Sie erwarten Spaß bei der Arbeit und eine gute Work-Life-Balance. Unternehmen müssen ihnen dies bieten, wollen sie im "war for talents" nicht leer ausgehen.

Der Ausbildungsmarkt in Deutschland bietet aktuell so viele Chancen wie lange nicht mehr. Trotzdem klagen viele Unternehmen in diesen Tagen wieder über nicht besetzte Ausbildungsplätze, trotz intensiver Bemühungen.

Was erhoffen sich eigentlich die potenziellen Bewerber von ihrer beruflichen Ausbildung? Antworten liefert die McDonald's Ausbildungsstudie mit dem Titel "Pragmatisch glücklich: Azubis zwischen Couch und Karriere".

Die erstmals veröffentlichte, repräsentative Studie beschäftigt sich ausführlich mit den Wünschen, Erwartungen und Erfahrungen junger Menschen und Azubis vor, während und nach einer beruflichen Ausbildung. Die junge Generation ist optimistisch und leistungsbereit, nur die Gruppe der so genannten "Statusfatalisten" fällt weiter zurück.

Jugendliche und Azubis überraschen mit Optimismus und Pragmatismus

Während Europas Jugend um ihre berufliche Zukunft bangt, blicken Jugendliche in Deutschland optimistisch nach vorne (71 Prozent). "Die Zufriedenheit und der Optimismus der jungen Generation in Deutschland zeigen, dass sie im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern zurzeit eine ungleich bessere Ausgangslage hat. Trotzdem ist das Sicherheitsbedürfnis dieser jungen Generation bemerkenswert groß", erläutert Prof. Dr. Renate Köcher vom IfD die Ergebnisse.

Dieser Optimismus ist zudem eng mit der eigenen wirtschaftlichen Lage und damit mit der sozialen Schicht der Jugendlichen verknüpft: Jugendliche, die in einer guten wirtschaftlichen Situation leben, vertrauen mit überwältigender Mehrheit auf eine gute berufliche Zukunft (81 Prozent).

Jugendliche in angespannter wirtschaftlicher Situation blicken eher mit Befürchtungen in ihre Zukunft (38 Prozent).

Aufstiegschancen sind eine Frage der Schichtzugehörigkeit

Auch die Einschätzung der individuellen Aufstiegschancen ist in hohem Maße schichtgebunden, insgesamt werden diese aber als überwiegend positiv bewertet (59 Prozent). "Dieser Optimismus prägt jedoch in erster Linie Jugendliche aus der Mittel- und Oberschicht, während Jugendliche aus den unteren Sozialschichten, für die das Aufstiegsthema besonders wichtig ist, die Gesellschaft als zu wenig durchlässig empfinden" schildert Köcher.

70 Prozent der Jugendlichen mit hohem gesellschaftlich-wirtschaftlichem Status bewerten die Aufstiegschancen positiv, 53 Prozent der unteren Sozialschichten sind eher skeptisch, dass sie es in Deutschland zu etwas bringen können.

"Leistungsschwächere Jugendliche müssen gezielt gefördert werden, und zwar nicht nur durch rein schulische Angebote. Wir benötigen in Deutschland mehr wirkungsvolle Modelle der Berufsorientierung und -vorbereitung", mahnt Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance und wissenschaftlicher Berater der Studie.

Junge Menschen mit Migrationshintergrund schätzen dabei die Durchlässigkeit der deutschen Gesellschaft nicht signifikant anders ein als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund.

"Der Migrationshintergrund ist heute für die Beurteilung der eigenen Aufstiegschancen nicht ausschlaggebend, sondern vor allem die Schichtzugehörigkeit", kommentiert Köcher.

Eltern als Ratgeber Nr. 1 und Erwartungen an den Beruf

In Zeiten des Informationsüberflusses fühlen sich 58 Prozent der Schüler ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert. Allerdings überraschen die Antworten auf die Frage nach der am häufigsten genutzten Informationsquelle.

Während soziale Netzwerke (25 Prozent), Informationstage in Unternehmen (22 Prozent) und an Universitäten (18 Prozent) weniger häufig zu Rate gezogen werden, sind Eltern heute die am häufigsten genutzte Informationsquelle (83 Prozent) und werden auch als die hilfreichste eingestuft (44 Prozent).

"Die Eltern sind für die junge Generation der wichtigste Ratgeber und Unterstützer - emotional wie materiell. Der Generationenkonflikt, der früher häufiger die Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen prägte, spielt keine große Rolle mehr", unterstreicht Köcher.

Keine Impulse erwarten die Befragten vom Ausgang der Bundestagswahl, denn nur 15 Prozent glauben, dass diese Einfluss auf ihre persönliche Situation nehmen wird.

Jugendliche erwarten heute von ihrem Beruf, dass er vor allem Spaß macht (71 Prozent), den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entspricht - aber auch Sicherheit bietet. Die junge Generation denkt auch intensiv über Work-Life-Balance nach und wünscht sich einen Beruf, der sich gut mit dem Privatleben und einer Familie vereinbaren lässt.

"Karriere ja, aber nach eigenen Vorstellungen", so Köcher.

Studie wird Einstellung von Auszubildenden langfristig untersuchen

Zunehmend verschärft sich in Deutschland der Wettbewerb um Auszubildende. "Um auch zukünftig attraktiv für Auszubildende zu bleiben, müssen wir uns mit ihnen noch intensiver auseinandersetzen. Mit der Studie wollen wir umfassende Einblicke in die Gemütslage von Jugendlichen und Azubis zum Thema Ausbildung erhalten. Wir wollen erfahren, was Jugendlichen heute in Bezug auf eine Ausbildung wichtig ist und warum Wunsch und Realität nicht immer zusammenpassen", erklärt Philipp Wachholz, Unternehmenssprecher McDonald's Deutschland.

"Studienerkenntnisse werden wir in die Weiterentwicklung unserer Ausbildungsmaßnahmen einfließen lassen. Grundsätzlich können alle Unternehmen, die ausbilden, von der Studie profitieren", so Wachholz.

Befragt wurden rund 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren; durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Demoskopie Allensbach (IfD).

Download-Link zur McDonald's Ausbildungsstudie 2013

(Quelle: ots)


 


 

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