Weitere Artikel
Medienseminar

Sollten Unternehmen sich „wegducken oder Gesicht zeigen“?

Zwischen Unternehmern und Journalisten bestehen in aller Regel unterschiedliche Auffassungen über die Art der Berichterstattung. Dies ist eine logische Folge ihrer unterschiedlichen Interessen“, so Hans-Jürgen Bartsch.

Siegen, 13. Januar 2016 - „Zwischen Unternehmern und Journalisten bestehen in aller Regel unterschiedliche Auffassungen über die Art der Berichterstattung. Dies ist eine logische Folge ihrer unterschiedlichen Interessen“, so Hans-Jürgen Bartsch. Der freie Journalist für SWR, WDR, Deutsche Welle und Deutschlandradio ging bei einem Medienseminar der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) ins Detail. Sein Thema: „Wegducken oder Gesicht zeigen“.

Was tun, wenn die WDR-Lokalzeit ganz plötzlich ein Statement vor Mikrofon und Kamera haben möchte? Kann ich als Unternehmer schnell reagieren oder bekomme ich es plötzlich mit der Angst zu tun? Welche Chancen sollte ich nutzen? Und was kann passieren, wenn ich nicht in die Bresche springe? Fragen, die Hans-Jürgen Bartsch im IHK-Seminar beantwortete. Denn: Jeden Tag verspielen im deutschen Fernsehen unzählige Firmen Riesenchancen, weil sie sich wegducken. Dem wollte der Referent entgegenwirken und Mut machen – mit Mikrofon sowie Kamera.

„Journalisten sind auf der Suche nach aktuellen Geschichten“, so der Fachmann. Sie müssen neu sein und verständlich geschrieben. „Die Meldung ,Hund beißt Mann‘ ist da natürlich nicht von allgemeinem öffentlichen Interesse. ,Mann beißt Hund‘ klingt schon viel spannender.“ Und: Es gebe zahlreiche interessante Themen in den Betrieben, die auch für die Medien relevant seien. Sie lägen quasi „auf der Straße“ und müssten nur aufbereitet werden. „Ein Beispiel von vielen: Im Siegerland haben mehrere Unternehmen bisher noch nicht daran gedacht, vielleicht einmal Flüchtlinge einzustellen. Wenn Sie aber bereits ein Projekt laufen haben, in das Flüchtlinge reinschnuppern können und Sie bei dieser Gelegenheit feststellen, auf welchem Level sich deren Ausbildungsstand befindet“, so Hans-Jürgen Bartsch, „ist das eine gute Möglichkeit, sich als Unternehmer bei einem Statement als Vorreiter zu präsentieren. Mehr noch: Wenn die Journalisten die Arbeit mit Ihrem Betrieb als leichtgängig empfunden haben, werden sie bei nächster Gelegenheit mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder anrufen, bevor sie woanders stundenlang Absagen kassieren.“

(Redaktion)


 


 

Hans-Jürgen Bartsch
Journalist
Geschichten
Interesse
Art
Auffassungen
Statement
Siegerland

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Hans-Jürgen Bartsch" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: