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Menden bekommt eine "Innenstadt der Zukunft"

784.555 € Fördermittel für die Belebung der Fußgängerzone

Die Bagger und Bauarbeiter sind längst verschwunden und die Mendener Fußgängerzone erstrahlt in neuem Glanz. Getrübt wird das schöne Neue durch zahlreiche Leerstände, die auch immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern kritisiert werden. Das soll sich jetzt ändern.

Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Menden, dem Fachbereich „Umwelt, Planen und Bauen“ und dem Bürgermeisterbüro hat die Stadtverwaltung eine Förderung beantragt, um genau diese Probleme in der Innenstadt anzugehen. Jetzt kam die Zusage aus Düsseldorf, so dass aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen 2020“ des „Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen“ stolze 784.555 € nach Menden fließen. Unter dem Motto „Zukunft Innenstadt Nordrhein-Westfalen“ fördert das Ministerium 129 Kommunen im Land mit insgesamt 40 Mio. Euro.
Inhaltlich werden mit diesem Geld drei große Teilprojekte umgesetzt werden:
• Anmietungen: die Stadt wird Ladenlokale anmieten und stark subventioniert, also zu einem günstigeren Kurs weitervermieten. Beschränkt auf zwei Jahr können so nicht nur Gewerbetreibende oder Gründer, sondern unter anderem auch Vereine in der Innenstadt günstig mieten. Möglich werden so nahezu alle denkbaren Nutzungen wie z.B. Popupstores, Gastronomie-Startups oder andere kreative Konzepte.

Neuvermietungen von Leerständen in der Innenstadt sollen außerdem einfacher werden. Dazu wird es eine Online-Plattform geben, auf der Interessierte unkompliziert passende Ladenlokale finden und Kontakt zum Vermieter aufnehmen können. Interessierte Vermieter können sich ab 23. November 2020 bei der Wirtschaftsförderin melden. Ausführliche Informationen werden bis zum kommenden Montag auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung (www.wsg-menden.de) veröffentlicht.

  • Unterstützungspaket Einzelhandelsgroßimmobilien: bei diesem Teil geht es konkret um den leerstehenden Dieler-Komplex. In diesem Teilprojekt geht es um weitere konzeptionelle Erarbeitung von Gebäude und Fläche inklusive des Umfeldes am Nordwall.

  • Anstoß Zentrenmanagement: Initiierung eines innovativen Zentrenmanagements mit unterschiedlichen Bestandteilen. Ein solches Management soll als Moderator, Entwickler und Unterstützer zwischen allen Beteiligten fungieren, um leerstehende Geschäftsräume zu vermitteln oder neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das Zentrenmanagement soll gezielt Interessenten vermitteln und die Leerstände mit Anmietungen füllen.
Wirtschaftsförderung und Stadtverwaltung wollen so gemeinsam die Rahmenbedingungen schaffen, um es den unterschiedlichen Akteuren zu ermöglichen, die neue Fußgängerzone mit Leben zu füllen. So können z.B. potentielle Mieter und Vermieter, Bürger oder Vereine künftig einfacher zusammenfinden und Mendens Innenstadt gemeinsam in eine „Innenstadt der Zukunft“ umwandeln.Dass diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigt sich bereits jetzt durch den erfolgreichen, gemeinsamen Förderantrag.Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auch 872.000 €, von denen 90% gefördert werden.

(Redaktion)


 


 

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