Natur und Verkehr
„LenneSchiene“: Attraktivität gemeinsam steigern
Südwestfalen. Die „LenneSchiene“ hat große Bedeutung für die Region: wirtschaftlich, touristisch, ökologisch, kulturell und historisch. Doch die Probleme, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen Fluss und Bahn, Landschaft und Ortschaften sowie Industrie und Natur ergeben haben, sind heute an vielen Stellen sichtbar.
Neun Kommunen aus drei Kreisen treten gemeinsam für das Projekt
„LenneSchiene“ ein. Verbunden sind sie durch Natur und Verkehr: Der Fluss Lenne und die Bahnlinie führen als durchgehende Achse von Iserlohn-Letmathe bis nach Schmallenberg und Kirchhundem.
Südwestfalen, 8. Dezember 2009. Die „LenneSchiene“ hat große Bedeutung für die Region: wirtschaftlich, touristisch, ökologisch, kulturell und historisch. Doch die Probleme, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen Fluss und Bahn, Landschaft und Ortschaften sowie Industrie und Natur ergeben haben, sind heute an vielen Stellen sichtbar.
Deshalb sind die neun Anrainer-Kommunen - die Gemeinden Kirchhundem, Finnentrop und Nachrodt-Wiblingwerde sowie die Städte Iserlohn, Altena, Werdohl, Plettenberg, Lennestadt und Schmallenberg – gemeinsam angetreten, die Lebensqualität entlang der „LenneSchiene“ zu verbessern.
Dies ist auch dringend notwendig. Dank der Bahnlinie entstanden viele Industrie-Unternehmen im Lennetal. Die Eisenbahn brachte wirtschaftlichen Aufschwung.
Viele der alten Produktionsgebäude sind heute jedoch verlassen und verfallen.
Entlang der Lenne und der Bahnschienen reihen sich Industrie-Ruinen aneinander. Das Projekt will dies nun ändern. Gearbeitet werden soll in mehreren Bereichen: Infrastruktur, Städtebau, Landschaft und Gewässer.
Für Touristen soll das Lennetal wieder ein Anziehungspunkt sein, indem vorhandene „Schätze“ wie Burgen oder Industriedenkmäler in einem Gesamtkonzept attraktiv vermarktet werden.
Auch die Abstimmung von kommunalen Einzelprojekten wie zum Beispiel beim Städtebau ist geplant. Orts- und Stadtkerne müssen attraktiver gestaltet, Landschaften verschönert und die Lenne an vielen Stellen freigelegt werden.
Das Lennetal soll somit für Besucher und Einwohner der Städte an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen. Die Kommunen wollen ihre Gemeinsamkeiten herausarbeiten und verwirklichen, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren.
Damit besitzt das Projekt auch Modellcharakter für andere Regionen. Ziel ist es, die „LenneSchiene“ wieder zu einer lebendigen Achse werden zu lassen – quer durch Südwestfalen.
„Die neun Kommunen haben erkannt, dass sie mit einem Konzept über Kreisgrenzen hinweg mehr erreichen können. Gemeinsam können sie sich den Herausforderungen besser stellen“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
Vom REGIONALE Ausschuss erhielt das Projekt „LenneSchiene“ jetzt den ersten Stern verliehen und ist damit für den weiteren Qualifizierungs- und Wettbewerbsprozess zugelassen.
Hintergrund
Die Südwestfalen Agentur GmbH steuert im Auftrag der fünf Kreise und der 59 Städte und Gemeinden die REGIONALE 2013. Die Agentur wurde im April 2008 gegründet und setzt die Prozesse und Aufgaben der Regionale operativ um.
Die REGIONALE 2013 ist ein Strukturförderwettbewerb des Landes NRW, der im Rhythmus von drei Jahren einer Region die Chance bietet, sich zu profilieren und Potentiale stärker zu kommunizieren.
(Redaktion)
Tags:- Dirk Glaser
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