26.03.2010  11:27 Uhr

Demographische Veränderung
Genna: Endlich die Potentiale nutzen

Südwestfalen. In Genna sind die Auswirkungen demographischer Veränderungen und des wirtschaftlichen Strukturwandels zu spüren: Wohnungs- und Gewerbeleerstände, Arbeitslosigkeit und soziale Missstände.

Wie viele Tallagen in Südwestfalen ist der Iserlohner Stadtteil Genna stark durch seine industrielle Geschichte geprägt. In der Historie nutzten zahlreiche Unternehmen die Standortvorteile des Flusstals: die gute Erreichbarkeit und vor allem die Wasserkraft. In den engen Flusstälern entstanden über die Jahrhunderte pulsierende Gemengelagen aus Gewerbe und Wohnen. Mit gestiegener Mobilität undenergiewirtschaftlicher Entwicklung sind diese Qualitäten in der Form nicht mehr gefragt. Geblieben sind wie in Genna viele städtebauliche und soziale Probleme. Aber auch einige Potentiale.

Iserlohn/Südwestfalen, 8. Dezember 2009. In Genna sind die Auswirkungen demographischer Veränderungen und des wirtschaftlichen Strukturwandels zu spüren: Wohnungs- und Gewerbeleerstände, Arbeitslosigkeit und soziale Missstände.

Mit dem Projekt „Stadtumbau West – Genna“ will Iserlohn nun die Probleme angehen. Exemplarisch für die zahlreichen anderen Standorte, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, will Iserlohn die vorhandenen Potentiale des Talraums nutzen und eine Zukunft für Genna entwickeln.

Die Maßnahmen für Genna waren zunächst zusammen mit dem Stadtumbau Südliche Innenstadt/Obere Mühle in einem Projekt „Iserlohn – die soziale Stadt“ zusammengefasst. Mittlerweile sind hieraus jedoch zwei separate Projekte entstanden.

Für beide Projekte hat die Stadt Iserlohn einen Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt, da mit den ersten Maßnahmen bereits 2010 begonnen werden soll. Aus den umfangreichen Ansätzen für den Stadtumbau in Genna soll sich im Rahmen der REGIONALE auf zwei Schwerpunktbereiche konzentriert werden:

  • Die Neustrukturierung des Mischgebiets Genna / Umbau eines Gewerbegebietes im laufenden Betrieb
  • Umnutzung des Bahnhofsgebäudes Letmathe zu einem Kultur- und Bürgerbahnhof

Für diese Ansätze wurden bereits Maßnahmen-, Zeit- und Finanzierungspläne erarbeitet.

Ein wichtiges Element ist dabei die Einbeziehung der Menschen vor Ort. Sie sollen sich aktiv in den Stadtumbauprozess in Genna einbringen „Iserlohn leistet damit auch einen Ansatz zum regionalen Wissenstransfer.

Die Stadt hat die Probleme erkannt und will mit dem Projekt nun die Lebensqualität steigern und vorhandene Potentiale wecken, die in Genna ohne Zweifel vorhanden sind“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Hintergrund
Die Südwestfalen Agentur GmbH steuert im Auftrag der fünf Kreise und der 59 Städte und Gemeinden die REGIONALE 2013. Die Agentur wurde im April 2008 gegründet und setzt die Prozesse und Aufgaben der Regionale operativ um.

Die REGIONALE 2013 ist ein Strukturförderwettbewerb des Landes NRW, der im Rhythmus von drei Jahren einer Region die Chance bietet, sich zu profilieren und Potentiale stärker zu kommunizieren.


 

(Redaktion)

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