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Promi-Faktor

Erfolgsstrategie: Entdecken Sie Ihren Promi-Faktor

Königsmacher Medien

Austauschbarkeit ist der größte Feind der Prominenz. Daher gilt es, aktiv für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen und das öffentliche Interesse auf die eigene Person zu richten, mit Hilfe der Medien. Sie adeln mit Prominenz, wie einst erfolgreiche Eroberer durch die Überlassung von Lehen in den Adelsstand erhoben werden konnten.

„In the future everybody will be famous for fifteen minutes“, charakterisierte Andy Warhol einen Effekt der wachsenden Medienvielfalt. Recht hat er, und wer es geschickt deichselt, für den dauert die Famous-Phase auch länger als eine Viertelstunde. Wichtigste Regel: Medien ziehen personalisierte Informationen abstrakten Inhalten vor. Deshalb haben vor allem Bereiche, in denen einzelne, exponierte Köpfe an der Spitze stehen, beste Chance, aus ihren Reihen Prominente zu stellen.

Um den eigenen Namen zum festen Begriff – zumindest in der eigenen Branche – zu machen, müssen die (Fach-) Medien mit gezielten Erfolgsinformationen über die eigene Person versorgt werden. Eine Möglichkeit sind regelmäßige Pressemitteilungen. Sie müssen allerdings gut formuliert und aktuell sein und – daran hakt es meistens – einen echten Nachrichtenwert, einen „Aufhänger“ haben. Dass im Raum Köln nun die 34. Karriereberatung für Frauen entstanden ist, mag für die Gründerinnen selbst die Sensation des Jahres sein. Wirklichen Ereignischarakter für bundesrepublikanische Öffentlichkeit hat es allerdings nicht gerade. Etwas anderes dagegen ist es, wenn die Nachricht von der Firmengründung ungefähr so daherkommt: „Top-Personalexpertin berät Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfängerinnen.“

Die Show muss stimmen

Medien lieben keine biederen Beckenrandschwimmer, sondern Querdenker und Regelbrecher – ganz einfach deshalb, weil sie damit wiederum ihren Kampf um Aufmerksamkeit beim Publikum gewinnen können. Daher kommt es bei Ihrem Selbstmarketing nicht alleine auf Wissen und Können, Wahrheit, Triftigkeit oder Relevanz an. Leistung schmeckt umso besser, wenn Sie mit Witz, Provokation, Verblüffung und Ironie serviert wird. Es gibt viele ausgezeichnete Literaturkritiker, aber es gibt nur einen, der vermutlich auch für die Rezension des Kassler Telefonbuchs Applaus kriegen würde: Marcel Reich-Ranicki. Sein Markenzeichen: nicht immer fair, nicht immer feinsinnig in der Wortwahl, aber niemals langweilig.

Natürlich reicht es nicht aus, Medien und Publikum in einmaliges Staunen und Raunen zu versetzen. Ideal deshalb das PR-Instrument „Buch“. Es macht den Autor zum Experten, und zwar dauerhaft. Die Aussage „Autorität kommt von Autor!“ stimmt. Anders als Fachartikel sichern Bücher langfristig Aufmerksamkeit. Und wer immer wieder neue Bücher schreibt – wie etwa die Literaturprofessorin und Managementberaterin Gertrud Höhler – kann durch Rezensionen, Rundfunk- und Fernsehauftritte am eigenen Renommee feilen. Haben sie die PR-Erfolge verstetigt, tritt ein besonderer Effekt ein: der Promi-Bonus. Ab einem gewissen Berühmtheitsgrad verselbstständigt sich der Prozess. Eine Person findet Beachtung, gerade weil sie schon bekannt ist. Sie muss dann gar nicht mehr viel tun, sondern – siehe George Clooney oder Heidi Klum – nur noch sein!

Die wichtigsten Spielregeln für VIP-Willige

  • Definieren Sie Ihr eigenes Produktdesign: Kleidung, Mimik, Gestik und Sprache müssen zum Image passen.
  • Betreiben Sie Impressionsmanagement als Imagestrategie: Selektieren, kontrollieren und steuern Sie die Informationen über Sie, die andere erhalten und weitergeben.
  • Sorgen Sie für ein klares Profil nach außen.
  • Machen Sie Ihren Namen zum festen Begriff in der Branche.
  • Treten Sie regelmäßig als Fachautor, Referent, Informant in Erscheinung.
  • Veröffentlichen Sie Artikel und mindestens ein halbwegs kluges Buch.
  • Intensivieren Sie die Kontakte zu Redakteuren und Journalisten.
  • Lieber Ärger erregen als gar keine Aufmerksamkeit. Brechen Sie die Regeln – denn brave Menschen werden nicht berühmt!

Leserservice: Experten, die ein Buch schreiben möchten, können auf der Website www.gestmann-partner.de kostenfrei eine Checkliste mit Tipps anfordern, wie sie den richtigen Verlag für ihr Buchvorhaben finden.

(Dr. Michael Gestmann)


 


 

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