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Zukunftsatlas: Ennepe-Ruhr-Kreis kann Position verbessern, Platz 1 im Ruhrgebiet

Wir werden als Kreis mit einem ausgeglichenen Chancen-Risiko-Mix bewertet und konnten uns im Vergleich zur letzten Untersuchung um mehr als dreißig Plätze auf Rang 221 verbessern.

Wir sind in der Metropole Ruhr auf Platz 1 und im südwestfälischen Vergleich liegen nur die Kreise Olpe und Soest vor uns.“ Beim Blick in den Ende letzter Woche veröffentlichten Prognos Zukunftsatlas findet Landrat Olaf Schade eine Vielzahl erfreulicher und hoffnungsmachender Aspekte.

Der Prognos Zukunftsatlas bewertet die Chancen und Risiken aller 402 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Unter die Lupe genommen werden wesentliche Wachstumsparameter. Aus den Kategorien Demografie, Arbeitsmarkt, Wohlstand, Wettbewerb und Innovation fließen insgesamt 29 Indikatoren in die Untersuchung ein. Der Atlas erscheint seit 2004 alle drei Jahre und ist das einzig deutschlandweite Ranking, das regionale Entwicklungen über mehr als zehn Jahre sichtbar macht. Rang 221 bedeutet für den Ennepe-Ruhr-Kreis im Vergleich zu den früheren Ausgaben die bisher beste Platzierung. 2004 hatte Prognos den Kreis auf Rang 264 gesehen, 2007 und 2010 jeweils auf Rang 282 und 2013 auf 254.

„Der Trend ist also durchaus positiv und der Vergleich mit dem Umfeld zeigt, dass wir bei vergleichbaren Rahmenbedingungen und Herausforderungen ein stückweit optimistischer in die Zukunft blicken dürfen. Auch wenn Städte und Kreise im Süden Deutschlands wie in der Vergangenheit klar vor uns liegen sollten wir den Ennepe-Ruhr-Kreis und seine Städte nicht unnötig schwach reden“, unterstreicht Schade.

Gleichzeitig warnt er ebenso deutlich vor den Tatsachen und Entwicklungen, die auch an Ennepe und Ruhr die Zukunftsaussichten deutlich verschlechtern könnten. In den kommunalen Kassen fehlt nach wie vor viel Geld. Geld für die Aufgaben, die Bund und Land in den letzten Jahren nach unten übertragen haben, Geld für stetig steigende Ausgaben für soziale Leistungen und Geld für die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge.

Trotz der einen oder anderen Änderung seien Kreise und Städte nach wie vor strukturell unterfinanziert. „Kommt es hier nicht zu weiteren spürbaren Verbesserungen auf der Einnahmeseite und ein Plus an Handlungsspielraum, ist das Gift für die Lebensqualität vor Ort und eine Triebfeder für weitere lokale Steuererhöhungen samt einer Vielzahl von unerfreulichen Nebenwirkungen für Bürger und Unternehmen“, warnt Schade.

Nicht aus dem Auge verlieren dürfe man zudem die Frage, welche Perspektiven man Unternehmen bieten könne. „Diesen hängen natürlich mit verfügbaren Flächen für Industrie- und Gewerbe zusammen, Hier hat der Kreis mit seinem Gutachten für interkommunale Gewerbegebiete wichtige Vorarbeiten geleistet. Dies gelte es zu nutzen.“

Handlungsbedarf sieht der Landrat auch mit Blick auf den im Prognos Zukunftsatlas erstmals dargestellten Digitalisierungskompass. Es soll zeigen, wie gut die lokale Wirtschaft für den digitalen Wandel aufgestellt ist. „Zwei von fünf möglichen Sternen stehen hier für ´weniger gute Chancen´. Daran sollten wir arbeiten.“ Gemacht werde dies bereits in Sachen schnelles Internet. Hier habe die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr im Auftrag des Kreises und der Städte in den letzten Monaten bereits wichtige Erfolge für Bevölkerung und Wirtschaft verbuchen können.

(Redaktion)


 


 

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