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Recruiting

Bunte Einhörner und „Lactosefreies“

Mit dem 1. Siegener Recruiting Slam begeistert die IHK Studenten und Schüler

Siegen.  Mit ungläubigem Staunen und gebanntem Blick verfolgen 240 Augenpaare, wie sich die leere Bühne des Apollo-Theaters in eine grüne Landschaft verwandelt, über die ein Einhorn springt. Möglich macht das eine hochmoderne Technik der pmdtechnologies AG mit Sitz in Siegen, deren Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Bernd Buxbaum mit dieser Inszenierung zeigt, was angehende Fachkräfte in seinem Unternehmen erwartet. 

Mit dem 1. Siegener Recruiting Slam ist die IHK Siegen ein Experiment eingegangen, das vollständig aufging. „Wir wollten junge Menschen mit einem Unterhaltungsformat erreichen und mit unseren leistungsstarken Unternehmen zusammenbringen. Dies ist uns gelungen. Daher gilt: Fortsetzung folgt!“ zeigte sich IHK-Präsident Felix G. Hensel nach der Veranstaltung zufrieden. 

Zuvor hatten Personalleiter und Geschäftsführer von insgesamt acht heimischen Unternehmen sich, ihr Unternehmen und die Erwartungen an neue Fachkräfte in einem jeweils fünfminütigen Slam auf der Bühne des Siegener Apollo-Theaters präsentiert. Keine leichte Aufgabe, denn eine Publikumsjury bewertete anschließend, angeleitet durch die Moderatorin Dr. Christine Tretow, jeden der Auftritte. Auf ganz unterschiedlichen Wegen erreichten die Firmenvertreter dabei die Herzen und fesselten das Interesse der zahlreichen Schul- und Studienabsolventen. Viele junge Besucher nutzten die Gelegenheit zu einem Vieraugengespräch mit dem Personalleiter im Anschluss an die Veranstaltung. 

In Abwandlung einer erfolgreichen Quizsendung ermittelten Mandy Wörder und Mario Hecken von der EMG Automation GmbH auf der Bühne den idealen Mitarbeiter für den Wendener Weltmarktführer in der Regelungs- und Antriebstechnik. Er erhielt einen fiktiven Arbeitsvertrag, weil er sich vorher unter anderem über die zahlreichen Angebote zur Gesundheitsvorsorge und der Familienfreundlichkeit informiert hatte. 

Begleitet von den schweren Klängen der Carmina Burana schritt Ulf Lück (conception Kommunikationsagentur GmbH) zur Bühne, um zu verkünden: „Werbung ist tot!“. Den Beleg lieferte er mit in einer Parade entsprechender Werbebeispielen, u.a. eines Baden-Württembergischen Müsli-Herstellers. Die Zukunft liege in der Vermittlung von Erlebnissen. Neben Strategen, Designer und Textern seien vor allem Programmierer bei ihm hochwillkommen. 

Unter dem Titel „Warum Dr. Dr. Sheldon Cooper und John-Boy Walton Freunde sein könnten“, zeigte Holger Grafe von der Gustav Hensel GmbH & Co. KG. authentisch und eindrucksvoll auf, wie nicht nur Fernsehgenerationen, sondern auch Generationen innerhalb eines Betriebes zusammenfinden und –wachsen können, um gemeinsam etwas zu bewegen. 

„Lebenslänglich“ gibt es für die Kunden der Sparkasse Siegen, wenn auch nicht im strafrechtlichen Sinne. Personalleiter Dirk Schöps zeigte auf, dass die Sparkasse zu den wenigen Unternehmen gehöre, die Menschen ihr ganzes Leben begleite. Kein Verständnis zeigte er für Jugendliche, die ständig am Handy spielten – nur um just in diesem Moment durch das Bimmeln des eigenen Geräts unterbrochen zu werden: „Hallo? Ist gerade ganz schlecht. Was? Ja. Bringe ich mit. Lactosefrei. Natürlich.“ 

Im Kopf geblieben dürfte den meisten Zuschauern die Buchstabenfolge „AB“ sein. Phillip Ebach von der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG präsentierte, eingeleitet durch einen eigens produzierten Rap-Song, das renommiere Siegerländer Unternehmen und seine mitarbeiterbezogenen Angebote ganz unter der Marke „AB“. Die ideale Fachkraft müsse vor allem „Mensch“ sein. 

Andreas Lang von der EJOT GmbH & Co. KG, Marktführer in der Verbindungstechnik mit weltweit mehr als 2.600 Mitarbeitern, stellte dar, wie das Verbindende bei EJOT auch abseits der Produktion von Schrauben gelebt wird. Zahlreiche innerbetriebliche Angebote zielten darauf ab, für die Mitarbeiter da zu sein und das Team zu stärken. 

Unter dem Titel „Hidden Champion“ sucht „Hidden Champions“ präsentierte schließlich Fabian Kapp, Geschäftsführer der Graebener Maschinentechnik GmbH & Co. KG, die Stärken des Netpher Unternehmens und zeichnete mit einem Augenzwinkern ein Profil des idealtypischen, neuen Mitarbeiters: „Abgeschlossenes Studium, anschließende Ausbildung, mindestens fünf Sprachen fließend, Auslandserfahrung, höchstens 20 Jahre alt!“ 

Den Sieg trug am Ende Dr. Bernd Buxbaum davon, die übrigen Kandidaten folgten in geringen Abständen. 

(Redaktion)


 


 

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