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Recruiting Slam

Naturtalente, Widerstände und ein Survival-Kit

„Ich weiß, was du letzten Sommer gekauft hast“ – mit diesem Titel seines Vortrags zog Dr. Alexander Hoffmann das Publikum im Apollo-Theater in seinen Bann.

Siegen. „Ich weiß, was du letzten Sommer gekauft hast“ – mit diesem Titel seines Vortrags zog Dr. Alexander Hoffmann das Publikum im Apollo-Theater in seinen Bann. Der Geschäftsführer der statmath GmbH sicherte sich mit seinem Beitrag den 1. Platz beim Siegener Recruiting Slam. Bereits zum dritten Mal hatte die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) dazu Personalleiter und Geschäftsführer der regionalen Betriebe unter dem Motto „Unternehmen bewerben sich bei DIR!“ aufgerufen. Rund 360 Gäste waren der Einladung gefolgt und ließen sich von Naturtalenten, einem „Survival-Kit für den Karrieredschungel“ und von Widerständen begeistern. 

In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels wird es für die Unternehmen immer schwerer, Personal zu finden. Der Recruiting Slam dreht das klassische Bewerbungsgespräch um. Unternehmen und IHK gehen bewusst diesen etwas anderen Weg der Personalrekrutierung. Dieses Mal zeigten neun Personalleiter und Geschäftsführer Mut und präsentierten ihr Unternehmen sowie ihr Ausbildungs- und Berufsangebot in einem siebenminütigen Slam auf der Bühne. Ganz nach dem Motto „Unternehmenserfolg kennt kein Mitleid“, das Moderatorin Dr. Christine Tretow von der IHK Siegen ihnen mit auf den Weg gab, stellten sich die Teilnehmer anschließend dem Urteil einer zehnköpfigen Publikumsjury. 

Den ersten Auftritt des Abends legten Jessica Becker (Personalleiterin) und Melissa Saßmannshausen (Marketingleiterin) von der Erndtebrücker Eisenwerk GmbH & Co. KG hin. Sie traten allerdings außer Konkurrenz an, da sie zu zweit vortrugen. Die beiden Powerfrauen verdeutlichten in ihrem Vortrag, dass sich auch Frauen in einer Männerdomäne durchsetzen können, und präsentierten den Besuchern ihr „Survival-Kit für den Karrieredschungel“: eine Pistole für Mut und Risikobereitschaft, einen USB-Stick zum Netzwerken und ein Schokoherz für die notwendige Leidenschaft. 

Auf die Spuren der Zukunft begab sich anschließend Peter Langner, Personalleiter bei der SMS group GmbH aus Hilchenbach, der zur Titelmusik von James Bond einmarschierte und „nicht im Dienste Ihrer Majestät, sondern im Dienste des Unternehmens“ slammte. Langner machte sich auf die Suche nach „Agenten 4.0 für die Mission digital“, die die digitale Zukunft des Spezialisten für Hütten- und Walzwerktechnik mitgestalten möchten. 

Thomas Kleb, Personal- und Marketingleiter sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei der Heinrich Georg GmbH in Kreuztal, teilte seine Erfahrungen als „Familienmanager“ mit dem Publikum. „Bleib suchend in deinen Zeiten, lass dich vom Innersten leiten, teile Respekt und Vertrauen, darauf kannst du bei Georg bauen“, gab er den potenziellen Berufseinsteigern mit auf den Weg. Er unterstrich vor allem die gute Work-Life-Balance beim Weltmarktführer. So sei es Georg besonders wichtig, Leistung und Familie zusammenzubringen. Die Maschinenfabrik überzeuge zudem durch ihre positive Unternehmenskultur. 

Von „Dornseifers Schlaraffenland“ berichtete Peter Dornseifer, Geschäftsführer der Friedhelm Dornseifer GmbH & Co. KG, der bereits als Siebenjähriger die Schlüssel einer neuen Filiale seines Vaters umdrehte und so frühzeitig den Weg in den Einzelhandel fand. Er hatte zwar Lampenfieber und „wäre stattdessen an der Theke lieber“, dennoch präsentierte er die Aufstiegs- und Karrierechancen seines Unternehmens in einem kurzweiligen Vortrag. Die Menschen bei Dornseifer zeichne es besonders aus, dass sie sich gegenseitig achten, respektieren und vertrauen, um gemeinsam als Team ihre Ziele zu erreichen. 

Dass Naturtalente nicht auf Bäumen, sondern an ihren Aufgaben wachsen, demonstrierte Alexander Kremer. Der Geschäftsführer der Garten-Center Kremer GmbH aus Lennestadt setze in seinem Unternehmen auf flache Hierarchien und Teamwork. Für sein Unternehmen suche er Naturtalente, die zu 100 % ihr Bestes geben und 100 % Liebe fürs Detail sowie für das große Ganze zeigen. Wer Freude daran habe, den Alltag schöner zu machen, und gerne „Danke durch die Blume“ sage, sei bei Kremer richtig aufgehoben. Den grünen Daumen könne man schließlich auch lernen. 

Begleitet von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie teilte Teresa Mason-Hermann, Personalleiterin bei der KRAH Unternehmensgruppe in Drolshagen, mit dem Publikum ihre Freude am Widerstand. Im Zusammenspiel mit den Gästen zeigte sie, dass eine Autofahrt ohne Widerstand unkomfortabel wäre und eine Fahrt mit dem Aufzug vermutlich schmerzvoll wäre. Wer gerne für seine Überzeugung streite und mit eigener Meinung für Fortschritt sorge, sei vielleicht die „Krähe“, die das Unternehmen noch suche, sagte Mason-Hermann.
„We are family“ – so lautet der Slogan der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG in Kirchhundem, den Techniker Daniel Schulte singend und tanzend sowie im Zusammenspiel mit dem Firmenvideo auf der Bühne präsentierte. Beim Weltmarktführer aus dem Sauerland, der eine Ausbildungsquote von 10 % hat, seien soziale Kompetenzen wichtig und der Mensch stehe im Mittelpunkt. Wichtig sei es dem Unternehmen auch, Veränderungen zuzulassen und Geschaffenes weiterzugeben, indem man die Erfahrungen der älteren sowie die Motivation der jungen Mitarbeiter miteinander verknüpfe. 

Zum krönenden Abschluss trat dann Dr. Alexander Hoffmann von der statmath GmbH auf die Bühne und zeigte, dass er über das Kaufverhalten der Gesellschaft sehr gut informiert ist. Um die Begriffe „Big Data“ und „Data Science“ zu erklären, führte er mit dem Publikum ein kleines Quiz durch und belegte anhand vorliegender Daten, dass Salate immer mittags gekauft werden und Chips umso häufiger über die Ladentheke gehen, je später der Abend wird. Wer „Bock auf Zahlen“ habe und Mathe „geil“ finde, sei bei dem Siegener Unternehmen gut aufgehoben.

(Redaktion)


 


 

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