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REGIONALE 2025: Erste Projektideen ausgezeichnet

Für eine herausragende konzeptionelle Idee: Elf Projektideen erhalten vom REGIONALE-Ausschuss den ersten Stern

Soest/Südwestfalen. . Die REGIONALE 2025 wird greifbar: Der REGIONALE-Ausschuss hat im Kreishaus Soest bei seiner ersten Sitzung elf Projektvorhaben mit dem ersten Stern ausgezeichnet. Damit wird den Projektträgern eine herausragende konzeptionelle Idee für die Zukunft Südwestfalens bescheinigt. Darunter sind unter anderem Vorhaben aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Bildung sowie Wirtschaft und Arbeit.

"Es freut mich zu sehen, wie schnell Bewegung in den REGIONALE-Prozess gekommen ist", sagte die Soester Landrätin Eva Irrgang, aktuell Aufsichtsratsvorsitzende der Südwestfalen Agentur. "Man spürt, dass die Region die Chance nutzen will, Südwestfalen mit Hilfe der REGIONALE 2025 qualitativ weiterzuentwickeln. Bereits bei den ersten vom Ausschuss ausgezeichneten Projekten sieht man, wie vielseitig Digitalisierung gedacht werden kann und welche Möglichkeiten sie Bürgerinnen und Bürgern bietet."

Projektideen werden weiter gesucht - in allen Themenbereichen Die Südwestfalen-Beauftragten in den Kreisen und das REGIONALE-Team der Südwestfalen Agentur haben in den vergangenen Monaten mehrere Dutzend Beratungsgespräche geführt - mit Dörfern, Kommunen, Kreisen, Unternehmen, Fraktionen, Initiativen, Ehrenamtlern, Vereinen und vielen anderen. "Wir sind immer noch in der Aktivierungsphase", erläuterten Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur. "Man holt nicht einfach ein digitales, nachhaltiges und authentisches Projekt aus der Schublade. Da bedarf es guter Überlegungen mit strategischen Partnern. Es geht ja nicht um Schnelligkeit. Wir sind überzeugt, dass wir in den nächsten Monaten, in jedem der neun Themenbereiche der REGIONALE 2025 Projektideen erhalten." Noch mindestens bis Ende 2021 können Projektideen eingereicht werden. 

Der REGIONALE-Ausschuss, zu dem die fünf südwestfälischen Landräte gehören, der Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg sowie Vertreter aus den Kommunen und des Landes Nordrhein-Westfalen, haben nun elf Projekte mit dem ersten Stern ausgezeichnet.

Projekt "landmobil.2025 (Dorfmobilität der Zukunft)"

Die Projektidee "landmobil.2025 (Dorfmobilität der Zukunft)" der Stadtwerke Menden und Arnsberg kombiniert unterschiedliche Mobilitätsangebote und zielt auf die Entwicklung eines neuen multimodalen Mobilitätskonzeptes für den ländlichen Raum ab. Dabei wird das Projekt in Zusammenarbeit mit einem südwestfälischen Modelldorf unter anderem den Einsatz von automatisiert und vernetzt fahrenden E-Kleinbussen real und virtuell untersuchen.

Projekt "FH3 - der dritte Ort für Menschen in Warstein"

Die Projektidee des Vereins "We love Warstein" will das zum Verkauf stehende Gebäude "FH3" in Warstein einem Gesamtkonzept unterziehen. Die jungen Warsteiner wollen im Erdgeschoss eine kulturelle Begegnungsstätte etablieren und digitales Arbeiten und Lernen ermöglichen. Die mittlere Etage sieht ein modernes Hostel vor, die obere Wohnungen für junge Menschen.

Projekt "TeleZahnNet"

Das Projekt "TeleZahnNet" der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen im Märkischen Kreis soll dazu beitragen, in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft die Mundhygiene und den Erhalt der eigenen Zähne von pflegebedürftigen Menschen in Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe zu verbessern bzw. zu ermöglichen. Gelingen soll dies über sektorenübergreifende, innovative, digitale und telemedizinische Versorgungsstrukturen an ca. 15 Standorten in Südwestfalen.

Projekt "OptiPartal"

Das Projekt "OptiPartal" will die medizinische Versorgung von werdenden Müttern und jungen Familien verbessern, Hebammen und GynäkologInnen entlasten und durch den Einsatz digitaler Hilfsmittel Heilberufe attraktiver machen. "OptiPartal" verfolgt den Ansatz, in enger Zusammenarbeit mit Hebammen, GynäkologInnen, Kliniken und jungen Müttern eine technische Lösung zu entwickeln, die einen digitalen Mutterpass, eine elektronische Gesundheitsakte und eine Videokommunikationsplattform in einem System umfasst.

Projekt "Digitale Modellregion Gesundheit Südwestfalen"

In sechs Teilprojekten des Forschungskollegs Siegen (FoKoS) sollen pilothaft zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden, um die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum perspektivisch sicherzustellen und zu vereinfachen. Je drei Projekte fallen in die Bereiche Telemonitoring/mobile health und Virtual Reality/Prävention. So sollen Autisten bei der Emotionserkennung unterstützt, eine Virtual-Reality-Ernährungstherapie entwickelt und beispielsweise für Demenzkranke eine Kommunikationsunterstützung erforscht werden, die ihnen eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. In den anderen Teilprojekten geht es um Prophylaxe im Sport, kürzere Genesungsphasen in der Reha, eine einfachere Datenerfassung und -übertragung für Patienten mit Immundefekt und eine bessere Diagnose und Therapie für Patienten mit Refluxkrankheit.

Projekt Zeit.Raum Siegen

In dem Projekt der Stadt Siegen geht es um neue Formen der Vermittlung von kultureller Bildung. Das Siegerlandmuseum soll erweitert werden und Stadtgeschichte digital erfahrbar machen. Dafür ist auch der Umbau eines ehemaligen leerstehenden Bunkers geplant. Dort soll unter anderem ein Ort zum Lernen und Lehren entstehen sowie über eine virtuelle Oberfläche Geschichte von Stadt und Region dargestellt werden.

Projekt "Institut für Mensch-Technik-Interaktion zur Unterstützung digitalisierter Arbeit 

Das Projekt des ZDW Südwestfalen "Institut für angewandte Mensch-Technik-Interaktion zur Unterstützung digitalisierter Arbeit (AID)" mit dem Standort in Siegen soll den "digitalen Wirtschaftsstandort" Siegen-Wittgenstein bzw. Südwestfalen stärken. Vorhandene AkteurInnen und bestehende Forschungsarbeiten und -projekte sollen gebündelt werden, um Digitalisierung sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu gestalten und regionale Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen.

Projekt "Denkfabrik Digital"

In dem Projekt der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH soll die Denkfabrik in Lüdenscheid weiterentwickelt werden. Die ansässigen Institutionen sollen in die Lage versetzt werden, künftig klein- und mittelständische Unternehmen gezielt zu unterstützten. Das Projekt spezialisiert sich dabei auf die Bereiche "Digitale Kunststofftechnik", "Digitale Gebäudetechnik" und "Digitale Umformtechnik".

Projekt "Campus für digitale Kreativität"

Der "Campus für digitale Kreativität" soll ein zentraler Ort werden, der zur Entwicklung von Ideen und Projekten einlädt, Digitalisierung nutzt, Partner vernetzt und Ergebnisse bündelt. Verortet wird dieser Campus auf dem historischen Gelände des Gut Rödinghausen in Menden - aus der Tradition heraus ein Ort für Kunst und Kultur. Das Ziel ist die Entwicklung eines Modellvorhabens, in dem Industrie und Handwerk sowie berufliche (Weiter-)Bildung und Kunst und Kultur über verschiedene Formate wie Think Tanks oder Creative Tanks zusammengeführt werden.

Projekt "Digital Arena Südwestfalen"

Das Gemeinschaftsprojekt der Fachhochschulen Südwestfalen und Hamm-Lippstadt will vor Ort und über eine Plattform Unternehmen und Menschen der Region helfen, Herausforderungen der Digitalisierung anzunehmen und den digitalen Wandel aktiv mitgestalten zu können. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, eine digitale regionale Plattform zu schaffen, die einen bedarfsorientierten Transfer von Wissen, Methoden und Tools sowie Technologien aus den Fachhochschulen und innovativen Unternehmen in die Industrie und Gesellschaft sicherstellt.

Projekt "DigiMath4Edu" 

Systematisch und nachhaltig soll im Mathematikunterricht der Umgang mit digitalen Werkzeugen (z.B. 3-D-Druck, VR etc.) erlebbar gemacht werden, um auf natürliche Weise das Interesse an MINT-Fächern zu wecken. Das Projekt Lehrerinnen und Lehrer sollen nicht nur an der Universität entwickelte Unterrichtsvorschläge erhalten, sondern auch geschulte Unterrichtsassistenten zur Seite gestellt bekommen, die sie beim Einsatz neuer digitaler Medien unterstützen. Das Projekt des Instituts für Mathematikdidaktik der Universität Siegen startet an Schulen in Siegen-Wittgenstein, dem Kreis Olpe und dem Märkischen Kreis und sieht auch die systematische Einbindung von Unternehmen aus der Region vor, um den Praxisbezug zu erhöhen.

Weitere Informationen zu den bislang ausgezeichneten Projekten finden Interessierte auf www.suedwestfalen-agentur.com/regionale-2025/projekte/

Alle Projektträger können nun die nächsten Schritte angehen, ihr Konzept verfeinern, weitere Unterstützer sammeln und an der Realisierbarkeit arbeiten. Am Ende dieses Prozesses steht - je nach Entscheidung des Ausschusses - der dritte Stern. Dann kann ein Vorhaben umgesetzt werden.

(Redaktion)


 


 

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