Sie sind hier: Startseite Südwestfalen Aktuell News
Weitere Artikel
Regionalentwicklung

Deutliche Kritik am überarbeiteten LEP-Entwurf

Ausschüsse Regionalentwicklung und Umwelt formulieren weitere Stellungnahme

Kreis Soest (kso.2016.01.15.018.-rn). In einer gemeinsamen Sitzung haben die Ausschüsse für  Regionalentwicklung und Umwelt am Mittwoch, 13. Januar, deutliche Kritik am überarbeiteten Entwurf des Landwicklungsplanes (LEP) geübt und mit großer Mehrheit fast genau nach einem Jahr wieder eine Stellungnahme nach Düsseldorf auf den Weg gegeben. Die Sondersitzung zu Beginn des Jahres war notwendig geworden, weil die Staatskanzlei eine Frist bis 15. Januar für erneute Einlassungen zu den geänderten Zielen und Grundsätzen eingeräumt hatte.

Die Politikerinnen und Politiker wollen vor der LEP-Neuaufstellung mit ihrer abermaligen Stellungnahme vor allem sicherstellen, dass Westfalen und insbesondere Südwestfalen von der Landesentwicklung nicht abgehängt werden, auch kleinere Dörfer noch Entwicklungsmöglichkeiten haben, den Kommunen noch Einflussmöglichkeiten auf Windkraftstandorte bleiben und der heimische Regionalflughafen Paderborn/Lippstadt nicht degradiert wird. So lässt sich die Kritik an der vorliegenden LEP-Fassung durch die beiden Gremien auf den Punkt bringen, die alleine von den Bündnisgrünen nicht geteilt wurde.

So rieben sich die meisten Mitglieder der Ausschüsse an die Aufnahme der Begrifflichkeiten Metropolregion Rheinland und Metropolregion Ruhr in den Abschnitt „Regionale und grenzübergreifende Zusammenarbeit“ des LEP-Textes. Sie schlossen sich dem Wortlaut des Vorstoßes der Regionalräte Südwestfalen, Münster und Detmold an, die mittelstandsorientierte Wachstumsregion Westfalen-Lippe explizit zu erwähnen. Die Entwicklungsmöglichkeiten kleiner Dörfer wollen die Kreispolitiker nicht bei einer Einwohnerzahl unter 2.000 einschränken, so dass sie diese Zahl strichen. Dagegen sollen die jeweiligen Verhältnisse bzw. dynamischen Entwicklungen vor Ort berücksichtigt werden.

Die Mehrheit der Ausschüsse bezweifelt die Sinnhaftigkeit detaillierter Vorgaben für die Größe von Windkraft-Vorrangflächen. Die Entscheidung müsse in den Kommunen fallen, hieß es. Eine Reihe von Gemeinden, namentlich Ense, Erwitte, Rüthen, Möhnesee und Werl, lieferten positive Beispiele und wiesen über reine Repowering-Projekte auch ohne Einfluss der Landesplanung zusätzliche Vorrangflächen in ihren Flächennutzungsplänen aus. Im Hinblick auf den Regionalflughafen Paderborn/Lippstadt als wichtigen Infrastruktur- und Wirtschaftsfaktor wiesen die Ausschüsse die überarbeitete LEP-Fassung als vollkommen inakzeptabel zurück. Zurzeit wird noch zwischen landes- und regionalbedeutsamen Flughäfen unterschieden und Paderborn/Lippstadt in die zweite Kategorie eingestuft. Die Ausschüsse forderten mit breiter Mehrheit gleiche Entwicklungsmöglichkeiten für alle Verkehrsflughäfen in NRW. Sie müssten einschließlich der Flächen für die Flughafeninfrastruktur und für flughafenaffines Gewerbe jeweils bedarfsgerecht entwickelt werden.

(Redaktion)


 


 

Ausschüsse
Entwicklungsmöglichkeiten
Mehrheit
Gemeinden
Entwurf
Kritik
Regionalflughafen Paderborn Lippstadt
Umwelt
Vorrangflächen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Ausschüsse" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: