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Regionales Marketing

Studie belegt: Südwestfalen ist ein starker Standort

Gute Wirtschaftskraft bescheinigt Südwestfalen besonderes Profil in NRW

Südwestfalen, 7. Oktober. Südwestfalen ist und bleibt ein wichtiger Eckpfeiler der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Das geht deutlich aus der Analyse der wirtschaftlichen Lage hervor, die NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin jetzt in Düsseldorf vorstellte. Die Südwestfalen Agentur sieht sich mit der Studie in ihrem Bestreben bestätigt, die Region mit einem akzentuierten Marketing und durchdachten Projekten im Bereich der regionalen Entwicklung zu stärken und wettbewerbsfähig zu positionieren.
Die Wirtschaft brummt, sinkender Bevölkerungszahlen zum Trotz. Das ist einer der Kernsätze der Untersuchung, die sowohl für die Region als auch für das Land insgesamt ein positives Bild zeichnet. Südwestfalen verzeichnet im Regionenvergleich den weitaus höchsten Anteil an Beschäftigten im so genannten Sekundären Sektor, also in der Industrie, im Bauwesen und Handwerk. Die Herstellung von Metallerzeugnissen sowie Metallerzeugung und –bearbeitung macht rund 46 Prozent der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe aus; womit Südwestfalen weit über dem Landesdurchschnitt von 25 Prozent liegt. Ebenfalls ein Top-Wert: die Herstellung von elektrischer Ausrüstung mit 7,5 Prozent – bei 4,9 Prozent im landesweiten Vergleich.
Kombiniert man die mit 5,7 Prozent relativ geringe Arbeitslosigkeit (NRW: 8,0 Prozent) im Jahr 2015 und die hohe Beschäftigungsquote von 53,2 Erwerbstätigen je 100 Einwohner, so erklärt dies mitunter auch die überdurchschnittliche Kaufkraft von 104 Indexpunkten je Haushalt (NRW = 100). Im Zehn-Jahres-Trend verzeichnet Südwestfalen einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 27,7 Prozent (NRW: 26,1 Prozent). Das BIP pro Einwohner stieg seit 2004 sogar um 36,5 Prozent (NRW: 29,9 Prozent).

Entsprechend der besonderen Stärke im Produzierenden Gewerbe liegt Südwestfalen nahezu in allen Dienstleistungszweigen hinter dem Landesdurchschnitt, obgleich auch hier je nach Branche ein deutlicher Aufwärtstrend zu sehen ist. Im Bereich Information und Kommunikation stieg der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit dem Jahr 2004 um 18,4 Prozent an, im Bereich Grundstücks- und Wohnwesen waren es 17,3 Prozent; bei der Erbringung freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen sogar 20,9 Prozent.

Deutlich wird in der Studie, der Daten des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ durch IT.NRW zugrunde liegt, allerdings auch der prognostizierte Bevölkerungsrückgang. Demnach wird die Einwohnerzahl Südwestfalens bis 2040 um 12,5 Prozent schrumpfen – NRW-weit lediglich um 0,8 Prozent. Dies betrifft vor allem die arbeitsfähige Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren, die dann mit 52,9 Prozent nur noch gut die Hälfte (2014: 62,1 Prozent) der Gesamtbevölkerung ausmacht. „Perspektivisch“, so heißt es in der Analyse des Ministeriums, „könnte das verringerte Arbeitskräfteangebot die weitere wirtschaftliche Entwicklung bremsen.“

Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, sieht die Untersuchungsergebnisse als Bestätigung der bisher geleisteten Arbeit, gleichzeitig mache sie aber auch die Herausforderungen sichtbar, vor denen die Region in den kommenden Jahren steht. „Südwestfalen hat aufgrund der Branchenspezialisierung in besonderem Maße von der Cluster- und Leitmarktstrategie des Landes profitiert, unter anderem mit dem Aufbau des Netzwerks Draht oder der Unterstützung des Kunststoffinstituts Lüdenscheid.“

Gerade die Bevölkerungsentwicklung mache aber deutlich, wie wichtig die Fortsetzung der im Rahmen der REGIONALE 2013 begonnenen Arbeit ist, und zwar mit gut durchdachten Projekten und einer auf breiter Basis angelegten Zukunftsstrategie. Deutlich werde in diesem Ergebnis auch, dass die Region nur im gemeinsamen Schulterschluss der fünf Kreise sowie der heimischen Wirtschaft erfolgreich sein kann. Dem Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ mit inzwischen knapp 230 Mitgliedsunternehmen als Träger des Regionalmarketings komme dabei eine besondere Bedeutung zu. „Immer mehr Unternehmer erkennen, wie wichtig es ist gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, erläutert Marie Ting, Leiterin Regionalmarketing und Kommunikation bei der Südwestfalen Agentur. Mit den vielfältigen Regionalmarketing-Maßnahmen im Rahmen der bekannten „Alles echt!-Kampagne“ sei Südwestfalen auf einem sehr guten Weg, das Bewusstsein für die starke Wirtschaftsregion, die attraktiven Arbeitgeber und die hervorragenden Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schärfen. Das klare Ziel des Regionalmarketings: „Wir möchten dafür Fach- und Führungskräfte mit ihren Familien für die Region begeistern, unserem Nachwuchs in Südwestfalen die Perspektiven aufzeigen und Menschen, die kommen, auch langfristig hier binden“, so Ting.

Aktuell entwickelt die Südwestfalen Agentur eine „Vision 2030“ und bereitet die Bewerbung Südwestfalens um die REGIONALE 2022 bzw. 2025 vor, um die Entwicklung der Region nachhaltig und mit der notwendigen Durchschlagskraft voranzutreiben.

(Redaktion)


 


 

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