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Ressourceneffizienz

Unternehmen informierten sich zu Querschnittstechnologien

Netzwerk fester Bestandteil der Klimaschutzstrategie

Zweimal pro Jahr findet das Netzwerktreffen des Burbacher Unternehmensnetzwerk für Ressourceneffizienz, kurz BUfRE, unter Federführung der Gemeinde Burbach statt. „Im Vordergrund steht der Austausch der Unternehmen. Ziele sind das voneinander Lernen und die Erschließung von Synergieeffekten. Wir erhoffen uns das Zustandekommen gemeinsamer Projekte, die dem Klima- und Umweltschutz zugutekommen und für unsere Unternehmen Senkungen bei den Betriebskosten ermöglichen“, erläutert Bürgermeister Christoph Ewers den Gedanken des Netzwerkes.

Anfang April trafen sich wieder zahlreiche Interessierte aus der heimischen Wirtschaft sowie der Beratungsbranche im Sitzungssaal des Rathauses. Verschiedene Referenten stellten neue technische Möglichkeiten, Einsparpotenziale und Fördermöglichkeiten effizienter Querschnittstechnologien, zum Beispiel Druckluftnutzung, vor.

Ob als Transport-, Trocknungs- oder Reinigungsmedium, ob in pneumatischen Zylindern, Motoren oder Ventilen: Druckluft ist eine Querschnittstechnologie, mit der fast alle Unternehmen arbeiten. Sie verursacht hohe Kosten und hat sich daher in den vergangenen Jahren hinsichtlich Energieeffizienz enorm weiterentwickelt. Heiner Debus von der Firma Kaeser Kompressoren SE stellte Optimierungsmöglichkeiten der Druckluftverteilung vor. Er erläuterte an konkreten Beispielen unter anderem, wie Druckluftleitungen dimensioniert werden müssen, wie Leckagen geortet und Druckabfälle vermieden werden können.

Dr. Gerhard Saller (Saller GmbH) erklärte, wie mit technischem Know-How, naturwissenschaftlichem Hintergrund und messtechnischem Equipment Einsparpotenziale aufgedeckt werden können, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. „Bei den elektrischen Motoren und Antrieben, Umwälzpumpen, Ventilatoren, und raumlufttechnischen Anlagen ist eine Steigerung der Energieeffizienz beispielsweise durch Drehzahlregelung und Wärmerückgewinnung möglich.“

In Sachen Förderung gab es Informationen aus erster Hand durch Remzi Sungur vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, der sich auch den kritischen Fragen des interessierten Publikums stellte.

Klimamanagerin Carolin Vomhof-Kettner hatte neben informativen Vorträgen ein Speeddating organisiert, bei dem sich die Teilnehmer besser kennenlernen konnten. Hier wurden verschiedene Fragen diskutiert und Erfahrungen zum Thema ausgetauscht. Als Ergebnis konnten schon konkrete Themen für das nächste BUfRE-Treffen am 26. Oktober vereinbart werden.  Dann geht es um Nah- und Abwärme sowie Energieeinkaufsgemeinschaften.

Die Wirtschaft in Siegen-Wittgenstein hat mit 56 % einen bedeutenden Anteil an den Treibhausgasemissionen, wie Gunter Stegemann, Klimaschutzmanager des Kreises, zu Beginn des Treffens erläuterte. Auch für Burbach lässt sich das festhalten. Hier liegt der Anteil bei rund 50 %.  Etwas höher als im Gesamtkreis liegt der Anteil, der durch die Mobilität verursacht wird: sie ist für 29 % der Emissionen verantwortlich. Im Schnitt werden durch die Aktivitäten eines Burbacher Bürgers 16 Tonnen CO2 produziert, im Kreisschnitt sind es nur 12 Tonnen. „Wir müssen daran arbeiten, dass sich der Wert senkt, denn als Masterplankommune 100 % Klimaschutz wollen wir 2050 fast CO2-frei sein“, erklärte Klimamanagerin Carolin Vomhof-Kettner. „Hier setzen unsere vielfältigen Aktivitäten an. Unter anderem die beiden Wettbewerbe für Unternehmen, deren Teilnahmebedingungen Ende Mai auf der Gemeindehomepage veröffentlicht werden. Zu gewinnen gibt es Zuschüsse zur Mobilitäts- oder Energieberatung mit Schwerpunkt Kraft-Wärme-Kopplung. „Gerade im Unternehmensverbund lassen sich hier große Effekte erzielen“, erläuterte Wirtschaftsförderer Christian Feigs. „Ökologisches Engagement am Wirtschaftsstandort dient dem Imagegewinn eines Unternehmens“. Er wirbt gemeinsam mit Carolin Vomhof-Kettner für die Teilnahme an den Wettbewerben.

(Redaktion)


 


 

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