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Industrie 4.0 – konkret: Digitalisierung als Voraussetzung von Industrie 4.0

Veranstaltung im CARTEC mit Prof. Volker Stich, RWTH Aachen und Dominik Jürgens, MPDV

Zwei Abkürzungen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Lippstadt (WFL). ERP - Enterprise Resource Planning und MES - Manufacturing Execution System sind Begriffe, die die elektronische Abbildung von Produktionsprozessen zum Ziel haben. Dr. Ingo Lübben, Geschäftsführer der WFL, und Christian Grotebrune von der UNITY AG konnten über 90 interessierte Gäste aus Lippstadt und der Region im CARTEC begrüßen.

„ERP-Systeme helfen, die Unternehmensressourcen so zu koordinieren, dass ein effizienter betrieblicher Wertschöpfungsprozess sowie eine stetig optimierte Steuerung der unternehmerischen und betrieblichen Abläufe über alle Ebenen und Schnittstellen des Unternehmens gewährleistet werden“, definierte Prof. Volker Stich, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen.

Im Privatleben sei es für viele Menschen völlig selbstverständlich Smartphones und andere digitale Geräte zu benutzen. So entstehe quasi ein digitales Abbild der Aktionen des jeweiligen Nutzers – ein digitaler Schatten. Diesen Prozess müsse man auch auf Produktionsprozesse übertragen. Die tatsächlichen Vorgänge im Unternehmen müssten dokumentiert, analysiert und optimiert werden mit Hilfe  der aktuell verfügbaren Kommunikationstechnik. Das Unternehmen muss zu einer „lernenden Fabrik“ werden.
Diesen Prozess beschreibe das Schlagwort „Industrie 4.0“ – und jeder einzelne Schritt zur Optimierung vom Realzustand zum „idealen Betriebszustand“ sei wichtig und unerlässlich, wenn das Unternehmen nicht den Anschluss an internationale Entwicklungen verpassen wolle. Eine leistungsfähige und durchgängige Ressourcenplanung sei heutzutage nur mit Hilfe von verschiedenen betrieblichen Anwendungssystemen auf Basis der jeweils aktuellen technischen Möglichkeiten der Digitalisierung realisierbar.

Genau an diesem Punkt setzte Dominik Jürgens, von der MPDV Mikrolab GmbH an. Er zeichnete das Bild einer „alten“ und „neuen“ Fabrik. In Unternehmen geschehe die Arbeitszeiten- und Maschinenplanung vielfach noch mit Hilfe einer großen Tafel, auf der die Aufträge als Karten eingestellt werden. Aufträge werden durch verschiedenste Laufzettel begleitet und der jeweilige Fertigstellungszustand dokumentiert.  Andere Unternehmen hätten schon die verschiedensten digitalen Systeme im Einsatz, jedoch würden die Daten nicht zusammen geführt und intelligent vernetzt und ausgewertet. Nahezu jedes Unternehmen befinde sich in einem anderen Digitalisierungszustand. Daher sei vor der Einführung eines Fertigungsmanagementsystems (MES) immer die Analyse des Istzustandes notwendig.

Die Veranstaltung am 9. März 2016 war die vierte in der Reihe „Industrie 4.0 – konkret“ zu der die Wirtschaftsförderung Lippstadt eingeladen hatte. Folgen werden Besuche von Einsatzbeispielen für Industrie 4.0 in Produktionsstätten und auch eine weitere Veranstaltung im Herbst unter dem Themenkomplex „IT-Sicherheit“.

(Redaktion)


 


 

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