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In der Stadthalle Schmallenberg

„Auf der Suche nach Sinn und Werten“

Zum Nachdenken und Innehalten anregender Vortrag von Wolf von Lojewski beim erstmals stattfindenden Volksbank-Forum in der Stadthalle Schmallenberg

Schmallenberg. Die Stimme klingt nach wie vor sehr vertraut. Seine bis Anfang 2003 währende Zeit als Leiter und Moderator vom ZDf-„heute journal“ haben sie einem Millionenpublikum ins Gedächtnis gebrannt. Der Bereich, zu dem er am Mittwochabend (21. September) vor den rund 400 Zuhörern, die sich auf Einladung der Volksbank Bigge-Lenne in der Stadthalle Schmallenberg versammelt hatten, das Wort ergriff, behandelte allerdings nicht die bunte Nachrichtenlage für eine tägliche Fernsehsendung, sondern war eher schwere Kost. „Auf der Suche nach Sinn und Werten“, so lautete das Thema von Wolf von Lojewski beim erstmals stattfindenden Volksbank-Forum.

Nicht belehren oder aufklären wolle er sein Publikum, stellte Wolf von Lojewski nach den einleitenden Worten von Bankvorstand Andreas Ermecke klar. Vielmehr seinen Standpunkt verdeutlichen und zur Diskussion stellen. „Was ist denn eigentlich der Sinn des Ganzen?“ „Was sind denn nun die Werte, Gutes zu tun?“ Diese Fragen bewegten ihn von Jugend an, verriet der preisgekrönte Journalist („Hans Joachim Friedrich Preis“) und mehrfache Buchautor. 

Die Antworten fallen in den Ländern dieser Welt unterschiedlich aus, verdeutlichte der weit gereiste von Lojewski. In Deutschland gäbe es eine starke Orientierung zum Geld. Ebenso in den USA. Hier sei es jedoch im Gegensatz zu Deutschland ziemlich egal, wo und wie es verdient würde. In England sei dagegen eher die Individualität der Maßstab für das Ansehen einer Person und nicht der Beruf. 

Stichwort Beruf: Drei Berufsgruppen griff von Lojewski beispielhaft heraus: Politiker, Journalisten und Banker. Mit letzten verbinde ihn angesichts der Finanzmarktkrise und der unrühmlichen Rolle der Investmentbanker eine „enttäuschte Liebe“, auch wenn er zeitlebens bei seiner Altonaer Volksbank „beste Erfahrungen“ gemacht habe und sich freue, dass auch die Volksbank Bigge-Lenne „Werte schaffen“ will. Journalisten und Politiker hätten zwar vor, gut zu sein und Wertvolles zu tun, ständen aber vor dem „riesigen Problem“ des wachsenden Zeitdrucks sowie der immer komplexer werdenden Welt, und seien heute eher Getriebene ihrer Berufe. Sein Tipp: „Mittags mal `ne halbe Stunde die Tür zumachen“, so wie er es als junger Volontär beim alten Adenauer erlebt habe.

Gerade im Berufsleben sollten die Werte nicht ausschließlich an den Bilanzen ausgerichtet werden, so von Lojewskis Forderung, mit der er bei den Zuhöreren auf einhellige Zustimmung traf. Die Freude an der Arbeit sowie die Rückbesinnung auf traditionelle Tugenden und Werte seien viel wichtiger. Hier gelte es in der Gesellschaft anzusetzen. „Dabei kann nur jeder bei sich selbst anfangen“, brachte es Bankvorstand Andreas Ermecke nach der abschließenden Diskussion auf den Punkt.

(Redaktion)


 


 

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