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Mit Sonne Strom sparen - Solarpotenzialkataster für Iserlohn

Solarpotenzialkataster sind interaktive Karten für das Internet, auf denen für jedes Gebäude einer Stadt verzeichnet ist, wie geeignet es für das Gewinnen von Sonnenenergie ist.

Iserlohn. Die Stadt Iserlohn hat in Kooperation mit der Sparkasse und den Stadtwerken ein Solarpotenzialkataster für das Gebiet der Stadt Iserlohn erstellen lassen. 

Solarpotenzialkataster sind interaktive Karten für das Internet, auf denen für jedes Gebäude einer Stadt verzeichnet ist, wie geeignet es für das Gewinnen von Sonnenenergie ist. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Sparkassendirektor Dr. Christoph Krämer und Stadtwerkegeschäftsführer Dr. Klaus Weimer unterzeichneten am 7. Dezember eine entsprechende Kooperationsvereinbarung im Iserlohner Rathaus.

Mit dem Solarpotenzialkataster kann jeder Iserlohner kostenlos unter www.solare-stadt.de/iserlohn eine genaue Analyse darüber bekommen, ob und wie das Dach seines Hauses für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet ist. Zudem kann er sich ausrechnen lassen, wie viel er investieren muss und wie lange es dauert, bis sich der Kapitaleinsatz amortisiert hat. Auch die CO2-Einsparung wird angezeigt.

Für die Berechnung des Solarpotenzials hat die mit der Erstellung beauftragte tetraeder.solar GmbH (Dortmund) eine eigene Software entwickelt. In die Erhebungsdaten floss zum Beispiel ein, ob eine Dachfläche bis hin zu ihren Teilflächen direkter Sonne oder bei Verschattung, etwa durch Bäume, diffuser Einstrahlung ausgesetzt ist. Danach bemisst sich dann ihre Einstufung von "gut" bis "nicht geeignet".

Insgesamt sind in Iserlohn rund 40.000 Gebäude untersucht worden, von denen etwa die Hälfte mindestens eine Dachfläche aufweist, die für den wirtschaftlichen Betrieb einer Photovoltaikanlage geeignet ist. Nach Aussage von tetraeder ergibt sich daraus ein Potenzial für die Stromgewinnung aus Sonnenenergie, das ausreicht, um die Privathaushalte in Iserlohn, die etwa 140 Mio. kWh Strom pro Jahr verbrauchen, bilanziell vollständig zu versorgen. Dies entspräche einer CO2-Einsparung von ca. 98.000 t pro Jahr.

Tatsächlich sind zurzeit in Iserlohn Photovoltaik-Module mit einer Nennleistung von zirka 5,5 MWp installiert. Dies entspricht etwa 2,75 Prozent des Potenzials. Bei Ausnutzung des vollständigen Installationspotenzials in Iserlohn entstünde ein Wertschöpfungsvolumen bei den örtlichen Handwerksbetrieben von rund 50 Mio. Euro, so die Berechnungen von tetraeder. "Dies entspräche einem gewaltigen Konjunkturprogramm mit positiven Auswirkungen für die Umwelt und Nutzen für die nachfolgenden Generationen. Wir sind sicher, mit dem Solarpotenzialkataster eine wertvolle Informationsgrundlage für diesen Weg anbieten zu können und ich hoffe, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aber auch Unternehmen dieses Angebot annehmen werden”, warb Dr. Peter Paul Ahrens für die Idee.

Als ideale Kooperationspartner bieten sich da die Sparkasse und die Stadtwerke an. Ohne ihre Unterstützung wäre die Realisierung des Solarpotenzialkatasters für Iserlohn nicht möglich gewesen. Beide Partner verfügen bereits über großes Know-How, was die Umsetzung von großen und kleinen Klimaprojekten angeht. "Aus unserer Sicht ist das Solarpotenzialkataster ein motivationsförderndes Instrument zum Erreichen der Klimaziele hier vor Ort. Als Sparkasse sind wir gerne bei der Finanzierung behilflich und bieten unsere kompetente fachliche Beratung an”, so Dr. Christoph Krämer beim Pressegespräch. Auf der Internet-Seite des Solarpotenzialkatasters stellt die Sparkasse einen Wirtschaftslichkeitsrechner zur Verfügung, der es ermöglicht, direkt den Ertrag und falls gewünscht ein Finanzierungsmodell für die Photovoltaikanlage zu berechnen.

Während die Sparkasse für die finanzielle Seite steht, stehen die Stadtwerke als zentraler Ansprechpartner und Berater vor Ort für die praktische Umsetzung der Solaranlagen zur Verfügung, nicht zuletzt, indem sie den erzeugten Strom einspeisen und die Vergütung realisieren. "Für uns wäre auch eine Anpachtung von privaten und industriellen Dachflächen denkbar. Zukünftig könnte dies auch zu der Gründung einer Genossenschaft führen, an der die Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind”, stellte Dr. Weimer in Aussicht und ergänzt "Wir bieten den Nutzern des Solarkatasters nicht nur die Erstberatung an, sondern kümmern uns bis hin zur Errichtung der PV-Anlagen und stellen dabei unsere langjährige Erfahrung zur Verfügung."

(Redaktion)


 


 

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