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Mit New Work zum Erfolg

Startup "Wilding Shoes" gewinnt Gründerpreis

Gummersbach. Wildling Shoes hat als Startup nicht nur Schuhe neu gedacht, sondern auch bei der Gestaltung der Zusammenarbeit in einem mittlerweile mehr als 50-köpfigen Team von Beginn an vieles einfach anders gemacht. Und das mit Erfolg – was nicht zuletzt mit dem nun verliehenen Gründerpreis NRW 2018 ausgezeichnet wurde.

Das von Anna und Ran Yona gegründete Startup hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Stück Freiheit in ein Paar Schuhe zu packen. Minimalschuh nennt sich das innovative Schuhkonzept, welches Kindern und Erwachsenen das ursprüngliche Barfußlaufen näher bringt. Die Idee des Startups war es, Mensch und Umwelt wieder zusammenzuführen. Die minimale Sohle in ihrer maximalen Flexibilität macht das Fühlen des Bodens möglich, die Bewegung wird zu einem Erlebnis.

Dabei ist das Unternehmen seit der Gründung 2015 nicht im klassischen Sinne gewachsen. “Für uns als Gründer sowie als Familie war das dezentrale Arbeiten von Anfang an eine natürliche und selbstverständliche Art der Zusammenarbeit. Dass dies auch in einem großen Team umsetzbar ist, erleben wir aktuell jeden Tag. Mittlerweile sind wir 51 Personen, die überall in Deutschland und auch über die Ländergrenzen hinweg im Wildling-Team arbeiten – zum größten Teil aus dem Home Office und in unterschiedlichen Zeitmodellen. Gerade für Elternteile ist das eine Möglichkeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf optimal zu meistern. Vermutlich ist dies mit ein Grund, warum wir bei Wildling fast 90 Prozent Frauen sind – ein Großteil davon Mütter mit kleinen Kindern”, erklärt Anna Yona, Gründerin von Wildling Shoes.

Eine Arbeitskultur des Miteinander

Wichtiger noch als ein flexibles Arbeitsmodell ist bei Wildling Shoes die Kultur des Miteinanders. Anstatt sich auf harte Zahlen und Wachstum zu konzentrieren, setzt das gesamte Team qualitative Maßstäbe. Es geht darum, Wildling Kunden naturnahes Laufen mit Barfußschuhen zu ermöglichen anstatt einen bestimmten Absatz durch den Verkauf von Schuhen zu erzielen. Dass eine gute Arbeitskultur viel mit der Frage zu tun hat, warum man etwas macht, spiegelt sich zudem in der Kommunikation wider.

“Wir arbeiten völlig transparent. Jeder im Team soll die Chance haben, genau zu wissen wie das, woran er gerade arbeitet, in das große Ganze bei Wildling passt. Dazu gehört auch, dass jeder selbstständig Entscheidungen treffen kann. Dafür braucht es natürlich Menschen, die diese Arbeitsweise leben. Aus diesem Grund gibt es bei Wildling viele Quereinsteiger, die sich ihren Arbeitsplatz selbst erschaffen und sich im Unternehmen dahin entwickeln, wo ihre Stärken liegen”, sagt Anna Yona.

Der Arbeitsalltag bei Wildling ist durch den Einsatz digitaler Tools geprägt. Dass das einer engen Verbundenheit im Team jedoch keinen Abbruch tut, zeigte sich auch während der Preisverleihung des Gründerpreises NRW 2018. “Die Kollegen vor Ort haben die Verleihung mit dem Handy gefilmt und in unsere große Chatgruppe gepostet – quasi eine Live-Berichterstattung des Events. Zu Hause haben alle Wildlinge ganz gespannt mitgefiebert. Darunter auch mein Ehemann Ran Yona, der am Abend leider nicht dabei sein konnte. Einer musste ja auf unsere drei Kinder aufpassen. Als der Sieger dann endlich bekannt war, sind neben echten auch digitale Freudentränen geflossen. Das war schon sehr emotional”, sagt die Mutter und Unternehmerin Anna Yona.

In Düsseldorf erhielt Anna Yona am Montagabend den mit 30.000 Euro dotierten ersten Gründerpreis NRW. Dieser diene in erster Linie dazu, mehr Sichtbarkeit zu schaffen und Gründern zu helfen, sich weiter am Markt zu etablieren.

(Redaktion)


 


 

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