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Energie für Höchstleistungen

Stressmanagement – von Spitzensportlern lernen!

Stresshormone nutzen ohne krank zu werden – Spitzensportler machen es vor

Es gibt wenige Berufsgruppen, die so stark äußerem Druck ausgesetzt sind, wie Spitzensportler und ihre Trainer. Allein die Tatsache, dass ihre Arbeit von jeweils Tausenden von Zuschauern vor Ort und manchmal Millionen an den Bildschirmen begutachtet und kommentiert wird, ist ein enormer Stressfaktor mit dem nur wenige Menschen konfrontiert sind. Für sie ist es von ganz unmittelbarer Bedeutung, dass sie einerseits lernen, den Stress zur Bündelung ihrer Kräfte zu nutzen und andererseits dafür sorgen, dass derselbe Stress nicht ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit angreift. So ist es kein Wunder, dass gerade bei Spitzensportlern einige der effektivsten Konzepte zur Stressbewältigung zur Anwendung kommen.

Der ganze Mensch ist gefordert

Wenn es um eine gesunde und effektive Nutzung des Stresses geht, ist der ganze Mensch, Körper und Geist, gefordert. Das gilt für jeden Menschen, nicht nur für Spitzensportler. Spitzensportler setzen diese Erkenntnis allerdings häufig sehr viel konsequenter um, als die Angehörigen anderer Berufsgruppen.

1. Spitzensportler bewegen sich
Klar, diese „Erkenntnis“ ist nun wirklich banal. Schließlich ist Spitzensport in der Regel vor allem körperliche Arbeit und der Körper somit auch das wichtigste Kapital des Spitzensportlers. Gerade die letzte Aussage gilt aber auch für alle anderen. Nicht nur, dass das Maß unserer Bewegung einen unmittelbaren Einfluss auch auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns hat. Es gibt wie schon erwähnt auch nach wie vor keine effektivere Möglichkeit, Stress abzubauen als Bewegung.

2. Spitzensportler erholen und entspannen sich
Kein Spitzensportler käme je auf die Idee, jahraus, jahrein mit der gleichen hohen Intensität zu trainieren und gleichzeitig auch noch jeden Tag einen Wettkampf zu bestreiten. Sie wissen: „Wer nicht regeneriert, verliert!“ Aber auch in keinem anderen Bereich sind Spitzenleistungen möglich ohne regelmäßige Regeneration. Und „regelmäßig“ heißt nicht in erster Linie „regelmäßig einmal im Jahr Urlaub“ sondern „regelmäßig genügend Schlaf“, „regelmäßige Pausen“ oder „regelmäßig einen arbeitsfreien Tag pro Woche“.

3. Spitzensportler achten auf ihre Gedanken
Stress entsteht nur in ganz seltenen Ausnahmefällen (z.B. Lebensgefahr) durch ein Ereignis „an sich“. Stress entwickelt sich erst in unseren Gedanken, durch die Art und Weise, wie wir ein Ereignis bewerten. Nicht nur deshalb aber auch deshalb achten Spitzensportler auf ihre Gedanken. Sie wissen: ihre Gedanken sind ihre wichtigsten Energiespender… können aber gleichzeitig auch die größten Energieräuber sein. Eine Hilfe dazu ist das mentale Training, das heute nicht nur Spitzensportler sondern auch Spitzenleister aus ganz anderen Bereichen anwenden (z.B. Chirurgen, Piloten oder Musiker).

4. Spitzensportler achten auf ihre Ernährung
Im Jahre 1999 hat das berühmte Robert-Koch-Institut in Berlin die Deutschen geschockt. In der Nationalen Verzehrstudie haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass die meisten Menschen in Deutschland einen dramatischen Mangel an unterschiedlichen Vitalstoffen aufweisen. In Stresssituationen macht sich dies besonders bemerkbar. So haben wir in „stressigen“ Zeiten z.B. einen stark erhöhten Bedarf an Vitamin C, verschiedenen Vitaminen der B-Gruppe oder auch an Magnesium. Wenn wir einen Mangel an diesen und anderen wichtigen Nahrungsbestandteilen haben, sinkt unsere Belastungsfähigkeit rapide und wir werden deutlich häufiger krank. Umgekehrt sind wir deutlich belastungsfähiger und können wesentlich mehr Stress aushalten, wenn unsere Energiespeicher entsprechend aufgefüllt sind.

 

Fazit
Die Stresshormone können uns helfen, unsere Grenzen zu erweitern, unsere Fähigkeiten zu entwickeln und in besonderen Situationen unsere Kräfte zu bündeln. Aber nur dann, wenn der Stress auch regelmäßig wieder abgebaut wird und wir dafür sorgen, dass unsere körperlichen und geistigen Ressourcen immer wieder aufgefüllt werden. Wenn wir das beachten, können wir auch lernen, den „Stress eines ausgefüllten Lebens zu genießen“, wie es der Vater der Stressforschung, der Österreich-Kanadier Hans Selye, einst formuliert hat.

(Markus Frey)


 


 

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