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Teilzeitausbildung

Ausbildung in Teilzeit ebnet Weg zur Festanstellung

Informationsveranstaltung in Hattingen am 26. Februar

(pen) „Flexibel, leistungsfähig, sehr einsatzfreudig - Bianca Bott hat uns mehr als überzeugt. Wir sind froh, sie in unserem Team zu haben.“ Elisabeth Heuser vom gleichnamigen Gevelsberger Schmuckladen sieht keinen Grund, ihre Entscheidung, der jungen Mutter eine Ausbildung in Teilzeit zu ermöglichen, zu bereuen. Ganz im Gegenteil. Die 29-jährige Alleinerziehende wurde nach erfolgreicher und guter Abschlussprüfung zur Kauffrau im Einzelhandel übernommen, hat einen 30-Stunden Vertrag in der Tasche.

Ausbildung in Teilzeit - diese Variante für den Berufseinstieg ist grundsätzlich bei allen betrieblichen Ausbildungen möglich. Während die Berufsschule wie gewohnt besucht wird, können die Stunden im Betrieb reduziert werden. Wann die Auszubildenden dann anwesend sind, stimmen die Beteiligten untereinander ab.

Wie sinnvoll dies beispielsweise für junge Mütter ist, die den qualifizierten Einstieg in eine Beschäftigung suchen, zeigt das Zusammenspiel zwischen Bott und Heuser. So wurde es zum Beispiel möglich, dass die Auszubildende morgens mit ihrem Sohn gemeinsam aus dem Haus ging und nachmittags gemeinsam wieder heimkam. „Das passte perfekt. Wäre im Rahmen einer Ausbildung in Vollzeit aber kaum denkbar gewesen“, berichtet Bott. Darüber hinaus war es in besonderen Fällen, etwa bei Krankheit des Sohnes, auch möglich, kurzfristig den Arbeitsplatz zu verlassen. „Das ist aber natürlich ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Dafür hat sie dann am Wochenende ausgeholfen“, berichtet Heuser.

Allen, für die aus welchen Gründen auch immer eine Ausbildung in Vollzeit kaum infrage kommt, empfiehlt Bott sich nach den Möglichkeiten in Teilzeit zu erkundigen. „Bis heute bin ich froh, dass ich vom Jobcenter EN auf diese Variante hingewiesen worden bin. Natürlich ist das kein Freibrief in Sachen Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie. Insbesondere dann, wenn Unterricht in Berufsschule und Studieninstitut auf dem Plan stehen. Dennoch macht diese Form des Lernens einiges vom dem leichter was sonst unüberwindbar zu sein scheint.“

Von ihrer in der Ausbildung gezeigten Flexibilität und Einsatzfreude profitiert sie bis heute. „Erfreulicherweise läuft unser Laden sehr gut, die Arbeit ist mehr geworden. Es lag also nahe, Bianca Bott zu übernehmen. Das haben wir gerne gemacht. Erstens, weil beide Seiten sehr gut mit einer Teilzeitbeschäftigung leben konnten und zweitens, weil wir sie und ihre Fähigkeiten kennen und sie um uns und unsere Anforderungen weiß“, sagt Heuser.

Wer sich über das Thema Teilzeitausbildung interessiert, der sollte sich Donnerstag, 26. Februar vormerken. Im HAZ - Arbeit und Zukunft in Hattingen (Am Walzwerk 19) bietet das Bündnis für Teilzeitausbildung EN von 10 bis 11 Uhr eine kompakte Informationsveranstaltung mit Frühstück an. Thematisiert werden rechtliche und praktische Aspekte. Anmeldungen nimmt Cordula Buchgeister, Tel.: 02324/591 195, Email: [email protected] entgegen.

Stichwort Bündnis Teilzeitausbildung Ennepe-Ruhr

Das Bündnis für Teilzeitausbildung im Ennepe-Ruhr-Kreis wirbt seit acht Jahren für diese Form des Berufseinstiegs. Die Beteiligten wollen helfen, familiären Pflichten und die Herausforderung einer Ausbildung unter einen Hut bringen zu können. Insbesondere für junge Mütter steigen damit die Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die zukünftigen Schwierigkeiten für Unternehmen, Auszubildende zu finden, gilt das Teilzeitmodell für sie auch als Pluspunkt, wenn es darum geht, für den Nachwuchs attraktiv zu sein und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen. Neben anderen bietet auch die Kreisverwaltung inzwischen einen Ausbildungsplatz in Teilzeit an.

Zum Bündnis zählen SIHK zu Hagen, IHK Mittleres Ruhrgebiet, Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer Dortmund, AWO, HAZ Arbeit+Zukunft, VHS Ennepe-Ruhr-Süd, QuaBed, Agentur für Arbeit, Jobcenter EN, Kompetenzzentrum Frau& Beruf Märkische Region, Netzwerk W(iedereinstieg) EN, Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Gevelsberg. Fragen beantwortet Cordula Buchgeister vom HAZ Arbeit+Zukunft unter 02324/59 11 95.

(Redaktion)


 


 

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