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Neue Impulse für den Tourismus im Kreis Soest

Aufgaben seit Jahresanfang in der Koordinierungsstelle Regionalentwicklung gebündelt

Kreis Soest (kso.2017.03.14.107.-rn). Der Tourismus im Kreis Soest generiert nach Schätzungen einen jährlichen Bruttoumsatz von 432 Mio. Euro und umfasst fast 7.000 Arbeitsverhältnisse. Allein diese wirtschaftlichen Effekte liefern gute Gründe, die Anstrengungen rund ums Thema zu bündeln. Genau das hat der Kreis Soest getan und Anfang des Jahres alle touristischen Aufgaben in der Koordinierungsstelle Regionalentwicklung vereint. „Wir wollen neue Impulse und Anstöße geben“, gibt Abteilungsleiter Dr. Jürgen Wutschka als Devise aus.

Zusammengefasst im Zuständigkeitsbereich der Koordinierungsstelle Regionalentwickung sind seit Januar im Einzelnen das bisher von der Wirtschaftsförderung betreute Tourismusmarketing, die Radverkehrsförderung (früher Abteilung Straßenwesen) und der Naturpark Arnsberger Wald (bislang Abteilung Umwelt). „Im Moment beschäftigen uns besonders Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung“, berichtet Dr. Wutschka. Der Kreisplaner verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es in diesem Jahre gelte, die Nachzertifizierung des Naturparks Arnsberger Wald als Qualitätsnaturpark zu stemmen. Der Naturpark hatte 2012 die Auszeichnung erlangt und wird nach fünf Jahren erneut unter die Lupe genommen.

Eine übergreifende Qualitätsoffensive durch Marketingmaßnahmen will das Team der Regionalentwicklung zur Unterstützung der touristischen Fachstellen im Kreis Soest anstoßen. Außerdem haben die Experten rund um den Kreisplaner die Klassifizierung von Ferienwohnungen, Bett- und-Bike-Betrieben sowie von Qualitätsgastgebern „Wanderbares Deutschland“ im Blick. Von Schulungen für Bauhofmitarbeiter soll der Radverkehr profitieren, für den Naturpark sollen Naturparkführer ausgebildet werden. Außerdem ist geplant, Klassifizierer für Ferienwohnungen zu qualifizieren und das Online-Marketing durch EDV-Schulungen zu unterstützen.

Auf das Online-Marketing will die Regionalmarketing einen ersten Schwerpunkt setzen. „Passgenaue digitale Informationen der Zielgruppen zu touristischen Kernthemen sind das Ziel“, erläutert Dr. Wutschka. So ist zum einen ein Relaunch der Webite www.tourismus-kreis-Soest.de geplant. Bestehende Datenbanken, Karten und Buchungsplattformen der Kooperationspartner www.sauerland.com sowie www.suedwestfalen.de werden eingebunden. Zum anderen soll eine „FreizeitAPP“ für den Kreis Soest entwickelt werden. Neben der Nutzung bestehender Daten, die aus der „SauerlandAPP“ generiert werden, ist eine innovative Vernetzung mit den Daten der Projekte „BusGuide“ und „Guide4Blind“ vorgesehen. Die App soll ein „Routing“ von Wander- bzw. Fahrradwegen im Kreis Soest ermöglichen. „Außerdem wollen wir weitere touristische Themen implementieren“, berichtet der Chef der Regionalentwicklung und nennt als Beispiele „Lieblingsplätze im Kreis Soest“ und „Highlightveranstaltungen“ wie Allerheiligenkirmes oder Montgolfiade.

Nach Ansicht von Dr. Wutschka bringt das Bündeln der touristischen Aufgaben in seiner Abteilung nicht nur direkte Synergieeffekte mit sich. „Es eröffnen sich auch zahlreiche Verknüpfungsmöglichkeiten mit den weiteren Zuständigkeiten der Koordinierungsstelle Regionalentwicklung“, ist der Kreisplaner sicher. „Der Bereich Tourismus kann auf dem kleinen Dienstweg in Projekte des ÖPNV und des Klimaschutzes eingebunden werden.“

(Redaktion)


 


 

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