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Sauerland-Seen

Erfolgreiche Kooperation - und Schulterschluss für neue Perspektiven

Meschede. Ein Rückblick auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit - und ein Ausblick, um weitere Ziele in den Blick zu nehmen: In Meschede hat sich jetzt die Lenkungsgruppe der „Sauerland-Seen“ getroffen. Der Zusammenschluss umfasst Bigge-/Listersee, Möhnesee, Sorpesee, Hennesee, Diemelsee und Twistesee. Neben einer Analyse der bisherigen Zusammenarbeit richteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Augenmerk auch auf die weiteren Perspektiven.

Denn gemeinsam kann man mehr erreichen - unter diesem Vorzeichen schlossen sich im Jahr 2013 die fünf größten Seen des Sauerlandes ganz offiziell zur Kooperation „Sauerland-Seen“ zusammen. Insbesondere im Rahmen des Strukturförderprogramms REGIONALE 2013 hat sich diese Zusammenarbeit hervorragend bewährt. Zahlreiche Projekte an den Seen tragen zu einer deutlichen Aufwertung des öffentlichen Raumes bei - zum Beispiel der See-Park in Körbecke, die Uferpromenade in Amecke, die Himmelstreppe in Meschede oder der Biggeblick in Attendorn.

Aber haben diese Projekte der REGIONALE 2013 auch zu Folgeinvestitionen geführt? Dieser Frage geht die Kooperation aktuell mit Unterstützung des Büros ift aus Köln im Rahmen einer umfassenden Analyse nach - und das sogar in Form einer länderübergreifenden Zusammenarbeit, da sowohl der Diemelsee als auch der Twistesee aus Nordhessen mit dabei sind.

Auch wenn die endgültige Fassung der Studie noch in Arbeit ist, haben sich jetzt die Beteiligten zum offiziellen Abschluss des Projektes in Meschede getroffen. Die ersten Ergebnisse, die Jan Kobernuß vom Büro ift den Bürgermeistern präsentieren konnte, zeichneten ein durchweg positives Bild: So ist schon heute ersichtlich, dass an den meisten Seen die Übernachtungszahlen spürbar angestiegen sind. Am Möhnesee bedeutet das sogar ein Plus von über 60 Prozent gegenüber dem Ausgangsjahr 2009. Dies deckt sich mit der Erkenntnis, dass der Gesamtumsatz für alle Sauerland-Seen zusammen im Bereich Übernachtungs- und Tagestouristen zwischen den Jahren 2011 und 2018 um 30 Mio. Euro auf 194 Mio. Euro gestiegen ist.

Allerdings: Bei allen positiven Zahlen gibt es auch Verbesserungsbedarf. So wurden beispielsweise der Ausbau des gastronomischen Angebotes sowie die stärkere Einbindung des Themas Natur als wichtiger Punkt angesehen.

Die aktuellen Ergebnisse sollen jedoch nicht nur zum Rückblick dienen. Sie sind gleichzeitig eine hilfreiche Basis für die zukünftige Entwicklung der Seen im Sauerland. Zu einer Plattform für weitere wegweisende Projekte soll dabei die REGIONALE 2025 werden. Die Lenkungsgruppe war sich jedoch einig, dass zunächst herausgearbeitet werden muss, wohin „die Reise“ der Seen mittel- bis langfristig gehen soll. Dies kann nach Ansicht der Beteiligten am besten durch ein gemeinsames Konzept erreicht werden, das die zukünftige Rolle der Seen neu definiert.

Insbesondere wird dabei die Bedeutung der Seen als Standortfaktor für die gesamte Region neu beleuchtet. Neben globalen Trends wie der Digitalisierung stehen dabei auch Lösungen für ganz konkrete Zukunftsfragen der Region im Fokus - zum Beispiel den Fachkräftemangel. Die Verantwortlichen waren sich einig, dass das entsprechende Konzept möglichst zügig angegangen werden soll, um frühzeitig die Weichen für eine erfolgreiche REGIONALE 2025 an den Seen im Sauerland stellen zu können.

(Redaktion)


 


 

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