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TV interessiert - Internet informiert

Reality-TV zum Thema Überschuldung erfreut sich hoher Beliebtheit

Die aktuelle Umfrage der Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum) und dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Identitätsarbeit unter Druck“ an der Universität Duisburg-Essen zeigt die große Bedeutung verschiedener Medienangebote zum Thema Schulden und Überschuldung für deutsche Verbraucher. Die Befragung basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Online-Umfrage bei Personen zwischen 18 und 69 Jahren.

Über die Hälfte der deutschen Verbraucher (55 Prozent) geben an, ausgewählte Medienangebote aus Internet und Fernsehen zu den Themenbereichen Schulden und Überschuldung zu nutzen. Insbesondere Verbraucher, die einen Kredit beanspruchen, oder beabsichtigen einen Kredit aufzunehmen, nutzen diese Medienangebote.

TV interessiert - Internet informiert

Die beliebtesten Sendeformate bei Verbrauchern sind Doku-Soaps und Sozial -Dokus (40 Prozent). Nur ein Drittel der Mediennutzer schauen sich Dokumentationen oder Ratgebersendungen zum Thema Überschuldung im Fernsehen an (34 Prozent). Informationen aus dem Internet (16 Prozent) oder Internetforen (9 Prozent) werden deutlich weniger genutzt. „Die Beliebtheit des Fernsehens, insbesondere des Reality-TVs, liegt in der unterhaltungsorientierten Nutzung des Fernsehens begründet. Das Internet wird hingegen eher bedarfsorientiert genutzt“, sagt Frau Donath von der Universität Duisburg-Essen. Informationen aus dem Web werden gegenüber dem Reality-TV als tendenziell hilfreicher erlebt. 

Verbraucher mit finanziellen Problemen bewerten kritischer 

Die Umfrage zeigt, dass Verbraucher, die ihre wirtschaftliche Lage positiv einschätzen und auch subjektiv keinen Schuldenstress empfinden, Medienangebote im Internet und Dokumentationen im Fernsehen tendenziell positiv bewerten. Anders bei Verbrauchern, die sich finanziell nicht als leistungsfähig empfinden oder unzufrieden sind und subjektiv Schuldenstress empfinden. Diese Personengruppe bewertet die Medienangebote tendenziell eher negativ. „Aus unserer jährlichen Analyse zum SchuldnerAtlas wissen wir, dass Überschuldung immer jünger wird. Neben den Medienangeboten sind daher weitere präventive Informations- und Bildungsangebote nötig, um gerade auch jungen Verbrauchern den Weg in die Schuldenspirale zu ersparen“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Boniversum.

Über Boniversum:

„Wissen schafft Fairplay. Das ist unsere Maxime für eine faire Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten.“

(Redaktion)


 


 

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