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Verkehrsinfrastruktur

Maßnahmen für den Bundesverkehrswegeplan

IHK macht sich in Berlin für „Ruhr-Sieg-Strecke“, „Sieg-Strecke“ und bessere Verkehrserschließung Wittgensteins durch „Route 57“ stark

Siegen/Olpe, 1. Juni 2015 - Die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) setzt sich mit Nachdruck für den zügigen Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen-Gießen), der Sieg-Stecke (Siegen-Köln) sowie für die Route 57 ein. In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt unterstreichen IHK-Präsident Felix G. Hensel und Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener die enorme Bedeutung sowohl der beiden Bahnstrecken als auch der Straßenbaumaßnahme. Zugleich fordern sie, die drei Vorhaben „vorrangig“ im Bundesverkehrswegeplan 2015 zu verankern. „Sowohl die verbesserte Anbindung für den Schienengüterverkehr als auch die Ortsumgehungskette von Kreuztal bis Erndtebrück/Schameder liegen im zentralen Interesse der südwestfälischen Wirtschaft“, so Felix G. Hensel.Der marode Zustand der Autobahnbrücken an der A1 und der A45 erschwere seit einiger Zeit den Güterverkehr von und nach Südwestfalen erheblich. Viele Unternehmen seien sehr interessiert an besseren Möglichkeiten, den Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Hierfür seien bessere Anbindungen an die Rheinhäfen in Köln und Richtung Ruhrgebiet unerlässlich. Bei entsprechendem Ausbau, etwa mit einem stärkeren Gleisprofil und der Herstellung der Zweigleisigkeit, könnten beide Bahnverbindungen zudem die Bahnstrecken im Mittelrheintal entlasten. Dies habe eine Studie des Bundesverkehrsministers aktuell klar gezeigt, betonte der IHK-Präsident: „Verbessert man die Verbindung Troisdorf-Siegen für den schweren und kombinierten Güterverkehr, bindet man dadurch die heimische Wirtschaft nicht nur punktgenauer an die Wirtschaftsräume an Rhein und Ruhr an, auch die Autobahnen könnten spürbar entlastet werden. Bestehende Umladeeinrichtungen, wie der Containerterminal Kreuztal, könnten diese Kapazitäten aufnehmen“, so Felix G. Hensel. Beide Bahnverbindungen stünden in einem funktionalen Zusammenhang. Ihr Ausbau sollte daher mit höchstmöglicher Priorität in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. 

Um uneingeschränkte Unterstützung bittet die IHK auch in punkto Route 57. In ihrem Schreiben an Bundesverkehrsminister Dobrindt weist sie auf die Vielzahl in der Region vertretener Weltmarktführer hin. Diese Betriebe in Wittgenstein würden Erhebliches leisten. Für ihren zukünftigen unternehmerischen Erfolg seien sie jedoch auf eine tragfähige und wettbewerbsfähige Verkehrsinfrastruktur für den Transport ihrer Güter angewiesen. Heute mehr denn je. Klaus Gräbener: „Der zähe Verkehr durch die Ortslagen bedeutet für die Anwohner gesundheitliche Belastungen und für die Betriebe zunehmend gravierende logistische Verzögerungen, die sich längst zu einem spürbaren Wettbewerbsnachteil entwickelt haben, der Aufträge kostet. Die Menschen warten seit Jahrzehnten darauf, dass sich endlich etwas tut!“ Die Ortsumgehungskette werde von einem weit überwiegenden Teil der Bevölkerung unterstützt. „Sie stellt den entscheidenden Schlüssel für die Anbindung Wittgensteins dar. Die Berücksichtigung im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes ist auch daher dringend notwendig. Hierin sind wir uns als IHK nicht zuletzt auch mit den heimischen Gewerkschaften einig“, betont Klaus Gräbener. Nachhaltig forderten Präsident und Hauptgeschäftsführer zugleich die heimischen Abgeordneten in Bundestag und Landtag auf, die gemeinsamen Anliegen in den kommenden Monaten auf allen politischen Kanälen zu unterstützen, damit die wichtigen Vorhaben sicher im Verkehrswegeplan verankert würden.

(Redaktion)


 


 

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